DIE REISE INS UNGEWISSE

Nach einem jahr intensivster vorbereitung war es nun endlich soweit. Afrika, das mekka aller endurofahrer war für uns endlich in greifbarer nähe.wir hatten uns und unsere maschinen auf, wie wir meinten, alles vorbereitet. Nun konnte es beginnen das abenteuer namibia mit den eigenen böcken.

Montag 04.09.95
es regnete in strömen, da es morgen nach düsseldorf zum airport losgehen sollte,hoffte ich auf besseres wetter!

Dienstag 05.09.95
nun war zum glück bestes wetter und die fahrt auf der autobahn konnte genossen werden. Als wir ca.50 km vor düsseldorf waren trat das erste kolektieve Malheur auf. Aus nicht geklärten gründen fiel der benzinfilter von bernd seiner big auseinander.glücklicher weise schafften wir es noch bis zu einer baustelle und so konnten wir den dort arbeitenden leuten eine wilkommene abwechslung bieten. Als die panne behoben war und ich auf meiner 6 monate alten big platz nahm, sah ich einen rostig aussehenden wasserfleck unter der schwinge, der mich doch sehr nachdenklich stimmte. Woher mochte das wohl stammen? Welche ursache hatte das wohl? Und sollte das etwa so weitergehen? Ein paar tage zuvor hatte ich einen bericht in der bma ( bremer motorrad anzeiger ) gelesen, in dem es um eine doch sehr verunglückte urlaubstour ging. Da es nun doch weitergehen sollte (und musste) wurde dieser gedanke schnell verdrängt.

Mittwoch 06.09.95
das aufgeben der beiden motorräder am flughafen erwies sich, obwohl wir eine zeit lang planlos von a nach b geschickt wurden, doch einfacher als zuvor angenommen . Was mich sehr beunruigte, war der gedanke an einen schrieb den wir vor unserer abreise von ltu bekamen, indem es hies, die maschinen sollten absolut sauber sein ! Was heist aber nun absolut ? Immerhin hatte ich mein mopped wegen des wetters und der daraus resultierenden unnützen arbeit 14 tage nicht mehr gewaschen. Als ich dieses bei einem vermeintlich verantwortlichen erfragte schaute dieser mich sehr verdutzt an und antwortete mit "sauber, wieso das ? Das ist doch föllig egal ! " dieser mann sollte sogar recht behalten. Während des suchens nach der richtigen lagerhalle lernten wir noch ein nettes mädel kennen, welches bei bestem willen nicht glauben wollte das motorräder mit einem flugzeug transportiert werden können. Meine tante marlies und ihr mann diddi holten uns dann ab und kündigten auch gleich eine abendliche zechtour durch die kneipen an. Als diese losgehen sollte stand ich reichlich dumm da, weil ich meine 08/15 klamotten gut verstaut hatte, nämlich zu hause. Glüklicherweise hatte diddi die gleiche statur wie ich und so konnte ich mich aus seinem kleiderschrank bedienen,was ich noch sehr zu schätzen lernte. An diesem und dem nächsten tag lernten wir düsseldorf kennen und schätzen.

Donnerstag 07.09.95
an diesem tag jagte marlies uns über die königsalee ( köö ), mein persönlicher high point des tages war der anblik eines lamburgini countage ( dieses ist der schnellste serienwagen dieses planeten ). Als es dann am abend los ging und der abschied endlich erledigt war, machten wir uns im flughafen zum beginn der reise fertig.zur belustigung der allgemeinheit konnten wir beim sicherheitsschek beitragen, als es um das durchleuchten der koffer und der kleidung ging.als die zöllner unsere crosstiefel in augenschein nahmen, konnte ich in deren gesicht ganz deutlich ein ausgeprägtes fragezeichen erkennen. Um lange fragen zu umgehen zog ich ruck zuck diese aus und legte sie zur allgemeinen verblüffung auf das gepäckband.man mag es mir kaum glauben, aber sie haben nichts gefunden.also stand dem freien eintrit zum warteraum nichts mehr im weg. Nach einiger wartezeit konnten wir endlich den flieger betreten und unsere plätze aufsuchen.da von uns beiden noch keiner jemals geflogen war, ( auser aus einer firma vieleicht ) kannte unsere spannung kaum grenzen. Endlich began der start, gerade als es anfing spass zu machen, war er auch schon zu ende.mit dem start stellte sich auch der spass ein.es ist einfach unglaublich wie öde es doch sein kann zu fliegen.dagegen ist eine busfahrt noch spannungsgeladen.aber die erfahrung muss wohl erst jeder selbst machen.das einzig gute auf dem ganzen flug war, dass wir anke, eine fölkerkundlerin kennenlernten.dank ihrer, hatten wir nun auch mehre anlaufadressen in namibia.da es ein dummes gefühl ist, ohne diese in ein fremdes land zu reisen, war die erleichterung recht gross.

Freitag 08.09.95
als das flugzeug ca 40 km auserhalb windhoeks landete und ich endlich den flieger verlassen konnte, stellten bernd und ich voller freude fest, daß unsere erwartungen nicht entäuscht wurden.es war wolkenlos, warm ( ca 28 bis 30 grad c ).auch die landschaft mit dem sandigen boden welcher mit ausgetrockneten büschen und bäumen karg bewachsen war, liess unsere herzen höher schlagen.meine gedanken schweiften ganz eupohrisch in die doch so nahe ferne.noch nichts ahnend dessen was uns noch erwarten sollte, und uns sollte noch so einiges erwarten. Erst als wir in richtung der unterkunft unterwegs waren, die anke uns empfohlen hatte,stellte ich fest, daß mein digitaler tacho samt magnet und impulsnehmer geklaut wurde. Na das geht ja gut weiter!!! Wir schafften es sogar windhoek zu finden, selbst die uns beschriebene unterkunft zu finden stellte kein grosses hindernis da. Bei dieser eingetrofen, was bislang auch zu gut verlief, teilte die besitzerin uns mit, dass leider kein zimmer mehr frei sei. Allerdings bemühte sie sich per telefon ein anderes zu organisieren. Entgegen aller befühchtungen wurde für uns ein zimmer für die nächsten tage angeboten, was wir voller freude annahmen.und so machten wir uns auf den weg.unglüklicherweise trafen wir auf einen äuserst freundlichen mann, der uns den weg zu einer autovermietung erklärte, die wir gar nicht wissen wolten.nichts desto trotz fuhr der gute mann mit seiner erklährung fort und brachte unsere kurzfristige orientirung föllig zum versagen! Somit nahm das schiksal bei der suche nach der nächsten unterkunft seinen erbarmungslosen lauf und brach in form eines pkw's auf bernd ein. Denn mit ca 50km/h ( aufprallgeschwindigkeit ) wurde er von einem kleinwagen, während er durch den gegenverkehr nach rechts abbiegen wollte, erfasst und noch ca 7meter auf der motorhaube mitgenommen, bis bernd über das dach und die big in fahrtrichtung des autos, einen mehr oder minder eleganten abflug machten. Innerhalb kürzester zeit waren wir umringt von afros, die uns bestaunten und schon mal taxierten was des stehlens wert war und was nicht. Gleichzeitig trafen auch einige onkies ( weisse ) ein, die uns sofort ihre hilfe anboten, selbst vorbeifahrende hielten an, um uns ihre hilfe anzubieten.ein anwohner der strasse bot uns seine garage zur reperatur des moppeds an, was wir natürlich sofort voller freude annahmen. Als die polizei, ein mischling, ( zum glück ) eintraf, wurden vorerst einmal die daten der personen aufgenommen.die unfall aufnahme sollte am nächsten tag auf der wache erledigt werden.danach wurde der hobel zum rep. Platz transportiert. Als dieses beendet war, bezogen wir ein zimmer in einem car port hotel, welches unsere schlimmsten befürchtungen übertraf.das zimmer war schlecht, der manager des etablissements sah untertrieben gesagt, nicht vertrauenswürdig aus, bei den mitbewohnern der anderen zimmer war es ratsam, die koffer trotz abgeschlossenen raumes zusammenzuketten.am schlimmsten aber war das gemeinschaftsklo, 50 personen und ein wc, das konnte einfach nicht gut gehen.beim anblick des toilettenbeckens, welches bis zum rand mit einer braunen übelrichenden flüsigkeit gefüllt war, entschlossen wir uns, einen grossen bogen um dieses sitzmöbel zu machen. Auch die ähnlich aussehende dusche sollte von uns nicht weiter strapaziert werden. Und das alles für lächerliche 80 rand. Das faziet dieses tages war, es könnte nicht schlimmer kommen, oder?

Sonnabend 09.09.95
am nächsten tag flüchteten wir in das bed and braekfest hotel, das eigentlich am vortag schon bezogen werden sollte. Überraschender weise fanden wir den weg fast auf anhieb.zu unserem entsetzen stellten bernd und ich fest, das wir, währen wir nicht umgekehrt, bald dort angekommen währen. Aber es ging berg auf, denn manfred und seine frau ( mona ) nahmen uns auf und verpflegten uns erst mal, immerhin hatten wir fast drei tage nichts mehr zu essen bekommen. Bei späterer begutachtung des motorrades standen ein vorderrad mit bremsscheibe und zwei standrohre auf der liste der dinge, die wir von zu hause bestelen mussten.denn unsere versuche die standrohre in einer bmw werkstat zu rep. Schlugen fehl.obwohl der besitzer meyk de kock, mehrere stunden versucht hatte die rohre zu richten.was uns wieder wunderte war, das meyk für die ganze aktion kein geld verlangte.wir bedankten uns bei ihm mit einem koffer voller bier.auserdem durfte er unsere big's bewundern.worum er auch ausdrücklich gebeten hatte, weil in ganz afrika keine anderen dr's unterwegs waren ( dieses ergab eine anfrage bei suzuki südafrika betreffs der benötigten ersatsteile ).was bislang noch keiner von uns beiden fassen konnte war, dass bernd den unfall ohne sich etwas zu brechen oder zu verstauchen überstand. Es sollte evtl. Erwähnt werden dass der pkw ein ganzes stück kürzer wurde (ca 35 cm). Na, nochmal glück gehabt. Da wir eine woche auf die teile, welche mit der luftpost kommen sollten, mit warten verbrachten, nutzten wir die zeit um die nächste gegend und die hauptstadt zu erkunden.darüber aber später mehr. Als nächstes ging es unter die dusche, die ich ungemein genoss.später besuchten wir eine pizzaria.welche einer hiesigen in nichts nachstand, auser im preis evtl. Denn eine mittlere mafiatorte ( reichlich belegt nach eigener wahl ) plus getränk kosteten unter 10 dm.von dem opulenten mahl zurückgekehrt luden uns mona und ihr mann zum pick-pick ( mini golf ) ein, was wir, um nicht aufdringlich zu erscheinen ablehnten. Als die sonne unterging wunderten wir uns über die länge des tages.denn selbst als die sonne schon am horizont nagte, es zu hause also schon langsam dunkler werden würde, war es hier noch taghell.demzufolge ist man beim ersten sonnenuntergang über die in wenigen minuten eintretende dunkelheit überrascht. Als dann wenig später der mond auf dem kopf stehend zu sehen war, stellte ich fest, das dieser so hell war, dass ihn dierekt zu betrachten nur mit zugekniffenen augen möglich war.die erste, in ruhe zu geniessende nacht im " gelobten " land war wegen der unbekanten stimmen und der überraschend hellen sterne, die uns förmlich zwangen sie zu entdecken, unangenehm kurz.denn der nächste tag wollte nicht auf sich warten lassen.

Sonntag 10.09.95
der morgen wurde, um kräfte für den tag zu sammeln, mit einem ausgibigen frühstück begonnen. Danach blickte ich interesse halber auf die hauseigene wetterstation.die temperatur lag an diesem tag bei 28 grad celsius und die luftfeuchtigkeit betrug um die 18%.der geringe wasseranteil der luft machte einem schmuddelweter gewöhnten mitteleuropäer stark zu schaffen.denn die lippen und die schleimhäute der nase trocknetten sehr stark aus.für ersteres ist ein labello unabdinbar, für die nase ist, um nasenbluten vorzubeugen, vaseline zu empfehlen.desweiteren sollte man ( und frau ) des öfteren einen kleinen schluck wasser trinken um keinen trockenem mund zu bekommen, was auf dauer sehr störend war.aber innerhalb der nächsten 14 tagen sollten wir uns daran gewöhnen.nun aber zurück zum sonntag! Norbert bot uns, obwohl seine frau eine autovermietung hatte, seinen privaten golf an, damit wir die gegend und den daan viljoen park besuchen konnten.dieses angebot konnten wir nicht ablehnen und so begann die wilde fahrt.denn einen ausgelutschten golf 1, der auch noch schlecht eingestellt war in 1900 mter höhe mit steilen steigungen zu fahren, sollte sich als gar nicht so einfach erweisen.


heisse heizerei.

Das anfahren gestaltete sich wie folgt.
Im leerlauf erst mal das gas fast ganz durchtreten, dann den gang einlegen, die kuplung leicht kommen lassen ,dann vollgas geben und das pedal ganz los lassen.danach den 2.gang, dann den 3.gang, und schon hatte ich mich verschaltet, denn dieses auto will mit viel gefühl und noch mehr gas gefahren werden.der motor hört sich dabei grausig an, aber das durfte einen nicht stören.und so konnte die tour beginnen.musste ich dieses ritual an kreuzungen oder vor steigungen zelibrieren, konnte es abenteuerlich werden.denn rechts sitzen und links schalten ist nicht ohne.der einzige vorteil war, dass ich immer daran errinnert wure, auf der linken strassenseite zu bleiben.zum glück war der weg zur schonung unsrer nerven und unserer verwunderung einfach zu finden.ach ja, ein motorrad hiess hier brummfize, aber weiter im text. Obwohl der park für dortige verhältnisse recht grün war, sah er in unseren augen reichlich trocken aus.dies wurde uns durch den vertrocknetten kadaver eines kudus, welches als nahrung für unmengen von kleintieren diente, vor augen geführt.die vortsetzung des marsches lies uns einen ersten einblick von der trockenheit des landes bekommen.selbst als wir mit dem auto weiter fuhren, bekamen wir weder wasser noch tiere zu sehen.letztere standen nach unseren vermutungen im schatten der kargen bäume, um sich die dusseligen touris anzusehen, die während der mittagshitze durch die ausläufer der kalahari fuhren, um sich halb tot zu schwitzen und wasser ohne ende zu trinken.aus diesem grund fuhren wir bald zurück zu nobbi und mona, wo wir des tages ende in ruhe angehen konnten.

Montag 11.09.95
nach dem früstück begannen wir den tag mit dem besuch eines eisenbahnmuseums und einer darauf folgenden wanderung quer durch windhoek.im verlauf des tages mussten bernd und ich zweimal auf die polizei station, um den unfall aufnehmen zu lassen.dort bekamen wir tiefe einblicke in das dort herschende, marode system der polizei. Man stelle sich folgende szene vor: polizeiwache, zwei schwarze polizistinnen, welche jede einen kunden hatten.zur ersten frau kam ein schwarzer mann, der auf seiner muttersprache ( afrikans ) sein anligen kund tun wollte.da die amtssprache aber englisch war, blockte poliz. 1 sogleich ab, um ihrem gegenüber zum englisch sprechen aufzufordern.dieser brach sich bei der erklährung vörmlich einen ab.nach einer endlos lange scheinenden zeit, nämlich als er fertig war, zuckte poli.1 mit den schultern und gab zu verstehen das sie so gut nun mal nicht die sprache verstehen konnte und so zog poli.1 eine zweite poli. Hinzu. Welche dann von afrikans auf englisch übersetzen sollte.und kaum zu glauben es klappte sogar. Seitdem sehe ich der sache mit dem deutsch-gründlichen-amtsschimmel etwas gelassener entgegen.aber nun zurück zur polizeistation. Nach einigem hin und her schafften wir es mit monas hilfe unser anliegen zu ende zu bringen, und so hatten wir erst einmal ein paar tage ruhe vor der erledigung irgendwelcher dinge, die mit dem unfall zu tun hatten.später erklärte sie uns, daß, 60% der hiesigen poli. Weder lesen noch schreiben konnten, kaum ein farbiger taxi fahrer einen lappen besitzt und so gut wie keiner versichert war, bernds unfallgegner übrigens auch nicht.nach dem stress wollten wir ersteinmal ruhe einkehren lassen.doch norbert bot sich an, uns die slams der leute zu zeigen, die vom lande in die stadt zogen, um dort arbeit und wohlstand zu finden.die aber zu einem opfer des systems wurden und weder das eine noch das andere fanden.um dann in einfachen hütten, die aus welblech, alten autoteilen, brettern und anderen sachen die man finden oder entwenden konnte bestanden, um dort ihr dasein zu fristen.für meine augen sahen die hütten so aus, als wollten diese jeden moment zerbrechen, aber sie hielten um ihren zweck zu erfüllen.der geruch hier war eine mischung aus staub, gebratenem fleisch und fäulnis. Obwohl die menschen hier bettelarm waren, so legten sie doch wert auf ihr äuseres, anstatt in lumpen oder schmutzigen sachen zu leben, trugen sie saubere und farbenfrohe kleidung, die meine garderobe ohne weiteres in den schatten stellen würde.und das in dem "gestank" und dreck.selbst die freundlichkeit mit der sie uns, zwei touris die in einem vw buss durch ihr wohngebiet fuhren, zuwinkten und grüssten, verblüffte mich ungemein.denn ich an ihrer stelle würde die deppen aus dem buss ziehen, sie vermöbeln, um sie dann ihrer habseligkeiten zu erleichtern.als sich plötzlich ein pkw vor uns quer stellte, rechnete ich mit dem schlimmsten, doch der fahrer wollte lediglich umdrehen und entschuldigte sich mehrfach durch handzeichen bei uns.noch mal glück gehabt, dachte ich so bei mir. Die weisen einwohner windhoeks sicherten ihre häuser gegen die slambewoner durch hohe mauern, stacheldraht, vergitterte fenster und türen.es gab eine redewendung in namibia, das einzige was seit der unabängikeit wächst sind die mauern und zäune.was augenscheinlich wohl auch stimmte.nach diesen eindrücken mussten wir uns erst mal ablenken, dieses taten bernd und ich indem wir zur unterkunft der big fuhren, um einige optische reparaturen zu erledigen. Dabei stellten wir fest, dass schon einiges gefixt ( rep. ) war.später erzählte der besitzer der garage, dass er beim anblick des demolierten motorrades nicht anders konnte, als uns etwas arbeit abzunehmen, was uns nur freuen konnte.die freundlichkeit der leute hier grenzte schon an selbstverständlichkeit, denn mann stelle sich vor, mann selber würde einem fremden seine mit werkzeug und ersatzteilen gefüllten werkstatt, inclusive des schlüsselbundes für das komplette gebäude zur verfügung stellen und das ohne einschränkungen.selbst das die suzi eine woche den arbeitsplatz des besitzers verstellt, störte hier niemanden, was in deutschland unvorstelbar wäre. Ah, ja ich hatte fast das erlebnis in der stadt vergessen, als ich mir die schuhe putzen lies. Dort nämlich standen einige hilfreiche zeitungsverkäufer, die dem putzer anwiesen wo er noch zu putzen hatte.auch schauten sie sehr interessiert, als es ans bezahlen ging.danach hielten die jungs ihre zeitungen dierekt unter unsere nasen.ich dachte noch so, ablenken und abzocken, als ich einen der jungs, der seine finger gerade in mein kleingeldumhängebäutel, der noch über dem t-shirt hing, stecken wollte, ertappte .auf einen schlag hatten die spitzbuben den rückzug angetreten und wir hatten wieder dazugelernt.denn zeitungsverkäufer die nur ein oder zwei zeitungen in der hand hatten, waren meist taschendiebe und hielten ausschau nach depperten touris. Um den abend abzurunden genehmigten wir uns erstmal eine pizza und entspannten uns beim hören der deutschen welle.zu diesem zweck hatte ich einen allweltempfänger dabei, der hier wegen des dritte welt senders auch schwer nötig war und sich so bezahlt machte.

Dienstag 12.09.95
um nicht die ganze zeit mit warten verbringen zu müssen, liehen wir uns von mona, die eine pegaso autovermietung hatte, einen kleinbuss der hinten keine sitze, sondern eine liegefläche zum schlafen besass.so konnten wir geld für ein hotel sparen und mussten das zelt nicht aufbauen.eigentlich sollte es nach dem frühstück gleich zum etoscha national park gehen.da die menschen in afrika meist alle massig zeit hatten, ging es leider erst um 14.00 uhr los und so mussten wir, weil man bis spätestens 18.00 uhr innerhalb der camps sein mussten, mal wieder alle geschwindigkeisbegrenzungen missachten.was eigentlich keinen juckt.dabei stellte ich einen neuen max. Verbrauch mit dem auto auf, den dieser verbrauchte, anstatt der üblichen 10, glatte 15 liter benzin auf 100km.ich benötigte für 450 km 3.5 stunden und so hatten wir zeit ohne ende, um uns einen camping platz zu suchen und uns etwas zu essen zu besorgen.30 minuten später hätten wir vor dem tor des parkes nächtigen dürfen.da ich eigentlich kein freund von stress bin, hatte mich die fahrt ganz schön geschafft.vor allem deshalb, weil bernd erst mal genug demoliert hatte und deshalb nicht fahren wollte.aber wir hatten es ja geschafft und machten uns erstmal etwas zu essen, um unsere mägen zu besänftigen.danach schlenderten wir, um uns einen überblick zu verschaffen, durch das camp.nach einbruch der dunkelheit setzten wir uns an eine beleuchtete suhle um die tiere, welche zum saufen kamen, zu beobachten.zu sehen bekamen wir ollifanten, zebras, löwen, vögel und etliche arten von ungeziefer, das uns traktierte um sich von uns zu ernähren.


zwei elefanten an der suhle ( nach sonnenuntergang,mit 1000 asa film )

später genoss ich den sternenhimmel in dem wesentlich mehr sterne und sogar milchstrassen zu beobachten waren, als in europa.sogar eine sternschnuppe konnte ich dank meiner ausdauer erblicken.

Mittwoch 13.09.95
nach einem späten frühstück begaben wir uns mit dem wagen auf die pads, wie die schotter - und sandpisten genannt wurden, um die welt der tiere mit eigenen augen zu erkunden.dieses unterfangen stellte sich als gar nicht so einfach heraus, da die pads zeitweise, vorallem aber an unvermuteten stellen, aus wellblech ( wellenvörmiger fester sand ) bestanden.auserdem waren die grossen tiere der etoscha pfanne nicht gewillt sich uns zu zeigen.erst als bernd und ich den weg zu einem wasserloch einschlugen, das schon lange trocken war und von dessen besuch uns abgeraten wurde, bekamen wir tiere zu gesicht.nämlich einen elefanten mit seinen drei kühen, die mit aller gewalt durch graben versuchten, der suhle doch noch ein wenig wasser ab zu ringen.da ich auf wenige meter auf die elefantengruppe heran kam, konnten wir ihre mühen auf dass genaueste beobachten.der wagen musste, der nähe wegen, so geparkt werden, das falls der bulle sich gestört gefühlt hätte, wir schnellstens den rückzug hätten antreten können.auf der weiteren tour bekamen wir auch noch gnus, kudus, orixantilopen, zebras, perlhühner, giraffen, schakale und dik-diks zu sehen. Um die hitze des tages nicht im auto zu erleben, beschlossen wir, den nachmitag auf dem c.platz zu verbringen.und so kam es, dass wir von 15.00 uhr bis 18.00 uhr auf im camp auf stühlen sitzend, die leute beobachteten und lästerten.dabei entdeckte bernd auf einem leeren platz zwei stühle und einen tisch. Die bernd in der annahme der besitzerlosigkeit, gegen meine warnung, an sich nahm, um es sich darauf bequem zu machen.gerade als wir anfingen den tisch mit unseren kochern voll zu ferkeln, kamen die vermeindlichen besitzer, die sich natürlich über den verbleib ihrer hardware wunderten und so musste bernd mit den utensielien unterm arm versuchen den englischen besitzern das geschehene zu erklären.echt peinlich, aber nicht so peinlich wie schwer zu erklären,so schien es mir jedenfalls.als das dann verdaut war, ging es am abend wieder zur suhle, wo wir dieses mal ein rino mit seinem jungen beobachten konnten.später am nachtlager folgte, für ca. Drei stunden, leute beobachten und sich über sie amüsieren, teil zwei.mann kann mit etwas ruhe die drolligsten dinge und leute erleben.als wir uns genug ausgelassen hatten, ging es ab in den schlafsack in dem ich gleich einschlief.bis, auf einmal, mitten in der nacht, ein beängstigendes schnauben, die tiere der nacht und meinen schlaf jäh unterbrach.da es dunkel war und ich eh nicht so genau wissen wollte, wie dicht die tiere am auto vorbei liefen, verkniff ich mir den nächtlichen blick aus dem fenster, um kurze zeit später wieder weiterb zu schlafen.am nächsten morgen erfuhren wir, bernd der nichts gehört hatte, und ich, das einige elefanten auf der wassersuche am zaun des lagers entlang liefen und mich deshalb weckten.ich hatte also nicht geträumt.

Donnerstag 14.09.95
ich versuchte auszuschlafen so gut es ging, was aber nicht so lief wie ich meinte, und so gab ich mich geschlagen und stand auf.schliesslich wollten wir nach dem späten frühstück zurück nach windhoek fahren.der tag wurde so gelassen angegangen, wie es im urlaub sein sollte, um dann eben so gelassen zurück zu fahren.ich fuhr die ganze zeit kaum über 100 km/h.da geschah auch schon das unerwartete, vor dem wir auf dem hinweg gewarnt wurden.wir fuhren auf einer strasse, die die breite einer deutschen autobahn hatte.rechts und links entlang der strasse, in ca 6 meter entfernung, standen 2 meter hohe drahtzaüne welche die tiere der farmer an der flucht hindern sollten.als plötzlich ein kudu mit einem satz über den rechten zaun bis zum rechten rand, dann zum linken rand der farbahn, um dann über den linken zaun springend, um im geäst einer farm zu verschwinden.die grazie mit der das tier diese sprünge vollführte, waren mit der einer prima ballarina ohne weiteres vergleichbar.es lag wohl daran, daß wir zu langsam unterwegs waren,da sich dieser vorfall noch zweimal wiederholte.nur gut, dass der hinweg ohne die einlagen der kudus bewältigt werden konnte.ansonsten blieb die fahrt ohne nennenswerte zwischenfälle. Als wir bei mona und norbert ankamen erwartete bernd die erste hiobsbotschaft des tages.diese beinhaltete,dass die deutsche versicherung sich bis lang noch nicht gemeldet hatte, auserdem stand der unfallgegner mehrere male bei dem ehepaar auf der matte um das geld einzutreiben.zudem wurde ihnen erklärt,das über bernd eine kriminalakte angelegt wurde, was zu bedeuten hatte, wenn wir das land verlassen wollten,dass bernd, sobald er seinen perso vorlegen müsste, beispielsweise im flieger, sofort und so lange in einen kerker gewandert wäre,bis seine schulden bezahlt würden. Als wir später unser essen geniessen wollten,wurden bernd und ich von dem mischling und seiner halben familie "freudig" überrascht.die hätten am liebsten von uns das geld direkt auf die hand bekommen.wir mussten sie aber vertrösten bis bernd nachricht von der versicherung hatte.was hiess,das wir am nächsten tag selber in deutschland anrufen wollten,um das ergebnis an unsere unaufdringlichen freunde weiter geben zu können.nachdem wir mehrmals versichert hatten,das die versicherung ohne probleme bezahlen würde,hatten wir endlich ruhe und konnten unser essen geniessen.es gab beef, mit einem benzinkocher bereitet, da wir ja für den v-fall ( versorgungs fall ) probten.und ausfersehen flammbierten wir das fleisch.aber es schmeckte, den umständen entsprechend.an diesem abend ging es früh zu bett,da wir am nächsten tag endlich die teile für bernd seine kiste abholen wollten.

Freitag 15.09.95
morgens zog bernd los um die e-teile vom flugafen abzuholen.dieses ging einfacher und schneller als ich vermutet hatte.selbst die bearbeitungsgebür, ein ganzes rand, hielt sich in grenzen.auserdem war alles vollzählig und ok. Bis zu dem zeitpunkt an dem es ans einbauen ging.dabei stellten wir fest das die gabelbrücke nicht unerheblich verzogen war! Schei... ! Etliche versuche dieses zu ändern schlugen zu unserem entsetzen fehl, was hiess, das wir noch einmal unsere freunde zu hause belästigen mussten und die telefon rechnung alle rekorde schlagen würde.so langsam machte sich bei uns eine algemeine resignation breit, was wohl auch verständlich ist,oder? Das alles wurde auch nicht besser, als die versicherung zu verstehen gab,das in namibia kein versicherungsschutz bestand.da waren wir wohl zu hause einer fehlinvormation unterlegen, es ging uns ja auch schon fast zu gut. Um wenigstens auf der nächsten fahrt versichert zu sein versuchten mona und norbert, die einen verwanten hatten ,der zugang zu allen versicherungen hatte, für uns jemanden zu finden, der uns in seine gesellschaft aufnehmen sollte.bernd und ich rechneten mit dem schlimmsten, nämlich damit keine zu finden. Und, unsere befürchtung wurde wie meist nicht enttäuscht.nun war ab zu wägen,ob wir das risiko eingehen wollten uns evtl. , bei einem weiteren unfall, in ein finanzieles disaster zu stürzen, die kisten stehen lassen,oder ob wir uns einen leihwagen gönnen sollten.wir einigten uns darauf eine nacht darüber zu schlafen,denn morgen sieht alles besser aus, wurde mir als kind immer sugeriert.

Samstg 16.09.95
da bernd seinen kumpel ralf, der uns beim ersten mal die teile schickte, nicht erreichen konnte musste ich meinen freund axel mit unserem anliegen blästigen.eigentlich ist der ja meistens beschäftigt, aber für uns, die wir tief in der bedrullie sassen nam er sich die zeit, um selber mal ein kleines abenteuer auf dem airport zu erleben.denn wann schickt unsereiner schon mal teile ins ausland? Die rechnung für die telefonate in die heimat und das verschicken der teile sollten zusammengerechnet ca 1850 dm ergeben.wobei die tele.-rechnung mit knapp 1000 dm zu buche schlug.ja, ja das läpperte sich ganz schön. Den nachmittag des tages benötigten wir um endlich entscheiden zu können was wir machen wollten.denn gut ding brauchte nun einmal weile.nach einbruch der dunkelheit fuhr norbert mit uns und drei anderen deutschen auf einen hohen berg, von dem aus die lichter der hauptstadt zu sehen waren.wir hatten einen wunderbaren blick auf die nächtlich beleuchteten häuser.alles sah so rein und sauber aus.der schmutz und die armut der tages währen, wüsste ich es nicht besser, nicht zu erahnen.erst der nächste morgen sollte dieses wieder in ihre tägliche freiheit entlassen. Um den anschein einer weltstadt zu erhalten, veknippste ich den 1000 asa film von dem ich einige gute aufnahmern erhalten sollte.von dem ausblick zurückgekehrt, beendetten wir alls zusammen mit grillen,trinken und philosophischen ergüssen des bisher erlebten und des seins an sich.

Sonntag 17.09.95
gestern besahen wir die slams um am sonntag als kontrastprogram an einer vernisage teilzunehmen.mal ganz abgesehen von der tatsache das ich in t-shirt,jogging hose und bw-stiefeln dort war,kahm ich mir extrem deplatziert vor.denn die hier anwesenden bestanden aus der creme de la creme windhoeks,wobei norbert nur einlas bekam weil er den aussteller persönlich kannte.bernd machte einen ähnlichen verwirrten eindruck wie ich.und so brach nobbi bald wieder mit uns auf.ich glaube er sah uns das an.trotzdem muss ich sagen, es war ein interessantes erlebnis das ich nicht missen wollte. Der rest des nachmittags wurde langsam und mit etwas muffensausen auf den nächsten tag beendet.denn dann wollten wir zur botschaft,zum anwalt und abends zum unfallgegner gehen.weil die versicherung nicht willig war die rechnung des treffens der beiden heizer zu zahlen,wollten wir alles mögliche und unmögliche versuchen um der rechnug aus dem wege zu gehen oder sie wenigstens zu minimieren.

Montag 18.09.95
morgens um 07.00 uhr wurde die nacht von mona,die wir gebeten hatten uns zu wecken,jäh unterbrochen.der erste weg führte uns zur botschaft, die uns sehr,nämlich gar nicht helfen konnte.und so suchten wir den anwalt unseres vertrauens,welches auch zu allem überfluss der teuerste der gegend war,auf.das aber sollte uns nicht schrecken und so legte bernd, sein ( unser ! ) problem dar.er erklätre uns, dass wir selbst im allerbesten,aber kaum zu erwartenden fall bei einem gerichtlichen verfahren zu einer schuldaufteilung von 80% ( bernd ), zu 20% vom gegner erwarten könnten.auserdem könnte es jahre dauern und unmengen von geld kosten, würde bernd sich in einen rechtsstreit verwickeln lassen. Mit diesen invormationen konnten wir " frohen mutes " wieder gehen,aber vorher sollten wir noch bezahlen.als wir den preis erfragen wollten, wurde auf eine bezahlung wegen der geringen auskunftsdauer verzichtet.es gibt doch noch zeichen und wunder! Als wir norbert später über unser vorhaben erzählten,dem karrierten eine schadensteilung von 20%/30% vorzuschlagen,tippte er sich an die stirn um uns mit den worten: das macht der nie,der stellt auf stur und das gibt ärger,verstehen zu geben, dass eben dieses eintreten würde.auch eine frau, die inhaberin einer pommesbude war und einiges an erfahrung mit den einheimischen hatte,zerschlug all unsere hoffnung.aber versuch macht kluch dachten wir uns.auserdem legten wir uns einen kleinen plan für den abend zurecht.als dann am abend der unfallgegner mit dem rest der familie als verstärkung anrückte, setzten wir unseren bluff in die tat um.mit der hilfe von norbert,und einem eiskalten poker face von uns drei,gelang es uns den deal nach unseren konditionen abzuschliessen.wir erzählten im einfach, wir seien beim anwalt gewesen, der uns riet vor gericht zu gehen um ein besseres ergebnis zu erzielen.dass wir dieses aber nicht tun wollten,um unsere urlaubszeit nicht noch weiter zu schmälern, haben wir logischer weise nicht erwähnt.unsere freude war nahezu grenzenlos,aber nicht so wie die verwunderung unseres dolmetschers über sein einverständnis. Diese ereignisse mussten gebürend gefeiert werden,also ab in die pizza um zu föllern. Ein nächtliches regenschauer optimierte den rest des tages.dabei verstand ich endlich aus welchem grund die abflüsse der strassen und parkplätze so überdemensioniert waren.fing es an zu regnen, sollten kleine kinder oder grosse hunde besser ins haus geholt weden, denn die könnten leicht durch die riesigen rechteckigen löcher im bordstein auf nimmerwiedersehen verschwinden.

Dienstag 19.09.95
morgens um 08.00 uhr fielen wir aus den betten.schlieslich wollten wir heute das geld übergeben und aus dem grunde musste eine bank aufgesucht werden. Die erste teilte uns mit, dass bernd nur 3600 namibianische dollar auf ein mal abheben konnte.das gelang auch erst, nachdem eine der angestellten von windhoek aus nach johannesburg,von da aus irgend wo nach europa und von dort aus nach deutschland telefonierte,was verständlicherweise reichlich lange dauerte.da dieses nicht ausreichte, ging es ab zur nächsten bank ,nach ca 20 minuten zu fuss und einem endlosen telefonat, gab frau uns zu verstehen, dass es hier nur 1500 nb.$ Geben sollte.also ab zu bank nr. 1. Es folgte wieder ein telefonat,wen wundert das schon,aber es gab die versprochenen 3600 nb $.diese konnten wir sogar unüblicher weise bei einer bildhübschen frau und ihrem weniger atraktivem tresor ohne kosten hinterlegen.da dieses geld aber nicht ausreichte,denn es mussten ca 10.000 nb $ bezahlt werden,baten wir die frau unter zu hilfename des deutsch sprechenden bosses der filiale um die hinterlegung des restlichen geldes.überaus freundlich gaben mann und frau uns zu verstehen, dass dieses alles kein problem sei und sie uns gerne helfen wollten.selbst der unfallgegner hatte verständnis für die verzögerung der geldübergabe. Wahnsinn,kaum zu glauben, das lief richtig gut! Gegen mittag legten wir eine pause,in der pommes der frau ein,die wir über norbert kennenlernten und die uns einen sonderrabatt für vom schicksal geschlagene deutsche einräumte.beim anblick des etablissements, kamen zweifel auf, ob das alles den rabatt wert sei.als wir das essen zu uns namen, waren wir sehr positiv überrascht.trotzdem muss ich zugeben, hätte ich die besitzerin nicht gekannt, hätte ich keinen fuss da rein gesetzt. Alabendliche philosophische ergüsse rundeten tag ab. Auserdem erfuhren wir, dass die besitzerin immer sehr freundlich zu ihren schwarzen arbeitern war,bis eines tages 75% der tageskasse fehlte.seit dem zeitpunkt hielt sie es wie die anderen weissen mit ihren owambos,nämlich sehr viel weniger freundlich.

Mittwoch 20.09.95
am diesem morgen ging es um geld zu holen wieder zur bank unsres vertrauens.nach dem,wie üblich endlos langen telefonat,wurde uns mitgeteilt, dass es heute und den rest des monats für bernd bei dieser bank nichts zu holen gäbe.na toll! Also ab in die nächste bank um wenigstens einen teil des gewohnten betrages zu holen.in der bank folgte ein noch längeres telefongespräch mit dem erwarteten ergebnis,dass es nämlich kein geld für bernd geben sollte,was auch sonst. Da war,wie schon so oft in diesem urlaub, guter rat teuer.bernd und ich kratzten unser letztes geld zusammen um wenigstens die hälfte des geldes übergeben zu können.und so tigerten wir mit 5000 nb$ in der tasche und einem unguten gefühl in der magengegend zum arbeitsplatz des unfallgegners, um uns zu erleichtern.man und frau mag es kaum glauben, aber als er uns zu sehen bekam, glaubte ich ein wenig freude in seinem gesicht erkennen zu können.warum wohl? Dieses änderte sich schlagartig,als bernd ihm von seiner momentanen geldnot berichtete in verblüffung um.als wir ihm aber schriftlich gaben, dass er sein geld im nächsten monat bekommen sollte war der gute man wieder beruhigt ( immer dieses hin und her ).natürlich liessen wir uns den erhalt des geldes quitieren,denn besser is das und teuer genug auch.den rest des tages verbrachten wir mit der rehanimation unserer kräfte für den nächsten tag,denn dann sollten die restlichen teile ankommen ( hoffentlich ).

Donnerstag 21.09.95
gegen mittag ging es in richtung des flughafens,um endlich die teile in die finger zu kriegen.beim kargo angekommen fragten wir nach dem material und bernd wurde promt erkannt. Dieses war in sovern übel, da alle teile die nach namibia kamen, mit 100 bis 105%verzollt werden mussten.mann glaubte uns die sache mit den ersatzteilen also nicht mehr.die "beamten" hörten wohl schon die kasse klingeln.da bernd dieses mal meinen namen als empfängen angab, verklang zusehens das gebimmel in ihren köpfen.trotzdem gab es ein langes hin und her, denn sie hofften wohl ein trinkgeld heraus schinden zu können,aber nicht so und schon gar nicht von uns. Erst als wir uns alle mühe gaben mögligst dumm zu tun und uns ihre sprache auf einen schlag entfiel,setzten wir unser anliegen auf progressive weise durch.na also! Da der weg zum f.hafen mit dem linienbuss angetreten wurde, wir aber noch zwei stunden auf die tour zurück hätten warten müssen, versuchte ich einen lift aufzutreiben,was zu bernds verwunderung recht schnell gelang.dabei stiessen wir auf einen mann den bernd und ich am zweiten tag kennen lernten,wo auch der helfer war, der uns mit aller gewalt erklären musste, wo eine auto- vermietung war. Unser lift war ein vw buss in dem ( ein haken musste die sache ja haben ) ein bullterier den platz mit uns teilen sollte.na toll,bei meiner freundschaft zu hunden.das liebe tierchen sass auf der beifahrerseite wo er von einem acht jährigen jungen gehalten wurde.selbst bernd, der mit hunden arbeitet, wurde in dieser situation recht mulmig zu mute, denn der hund machte versuche seinem halter zu entrinnen,. Gott sei dank kamen wir unzerteilt an unser ziel.wir wurden,obwohl die fahrerin 20 km umweg für uns machten musste,dierekt zu mona und norbert gebracht.es war es für sie selbstverständlich uns zu unserem zielort zu bringen.dort angekommen traf sie auf norbert.die beiden dutzten sich sofort und benahmen sich, als würden sie sich schon jahre kennen.total normal für das land eben. So langsam fingen die finger und mein schaltfuss in anbetracht der nahen mopped tour an zu jucken.so bei kleinen sollte es aber auch zeit werden, dass die kiste fit wurde und wir endlich schotter unter die optimal vorbereiteten maschinen kriegten. Hoffentlich klappt dieses mal alles und wie weit kommen wir wohl bis zum nächsten schwerwiegenden zwischenfall, waren meine gedanken an diesem abend.

Freitag 22.09.95
gleich morgens früh fuhren bernd und ich mit den teilen unterm arm zum stellplatz der susi,um endlich die teile einbauen zu können.


bernd beim schrauben.

Obwohl wir das schlimmste befürchteten, gab es keine zwischenfälle beim einbau.selbst der motor drehte sich durch eigene kraft,kaum zu glauben, aber wahr! Bis zum mittag hatten wir die kaputten teile unter zu hilfenahme des besitzers der garage, zu nobbi und mona transportiert.gleich nach dem mittagessen fuhren wir los, um uns ohne gepäck an die pads gewönen zu können,weil besser issas.beim testen der schotterpisten hielt ich auf einem hügel,von dem aus mir ein blick auf die richtig hohen berge den atem raubte.allein dieser blick entschädigte mich für das bislang erlebte.ob bernd dieses ähnlich erlebte, vermag ich nicht zu sagen,da er wie meist,immer hart am gas blieb und bald ausser sicht war.auch das dauernde auf und ab zwischen den hohen hügeln war eine reine wonne,denn bevor das gefälle zu ende war und es wieder bergauf ging, musste man wieder foll gas geben, um den hobel im tal, wegen des tiefen sandes zu stabilisieren.bei einem steilen hügel, den ich hinnauf fuhr, spielte ich mit dem gedanken mal einen kleinen sprung hinzulegen.da mir aber wegen des unbekannten terrains die vernunft,auch muffe genannt,gebot dieses nicht zu tun, unterlies ich zum glück das vorhaben.denn währe ich über den gipfel auch nur zwei meter weit gesprungen, währe ich locker fünf meter tief gefallen,so steil war der hügel auf der abfallenden seite.kaumzu glauben,aber wir schaften es, unsere big´s am stück zurück zu unserer unterkunft zu bringen. Hurra! Doch bei der ankunft hatte ich das gefühl das mein hobel nicht unerheblich klappert.ich meinte die ventiele seien die ursache dafür,also machte ich mir weiter keine sorgen, denn das war in gewissen grenzen normal.

Samstag 23.09.95
da es regnette wie aus eimern, verkniffen wir uns das pads fahren üben teil zwei,stattdessen versuchten wir das klappern an menem hobel zu beheben.als erstes stellten wir die ventiele ein.danach startete ich den motor und...,denkste, hat nichts geholfen.also die nächste möglichkeit,ausgleicherkette spannen.gedacht getan.motordeckel auf,kette spannen,deckel zu und motor starten,aber vorher ein paar gedenksekunden einlegen.der motor wurde gestartet und...,denkste, teil zwei.von der ganzen montiererei unbeeindruckt klapperte der motor weiter vor sich hin.was für mich klang, als wolle er uns auslachen.so langsam fing der hobel an,an meinen nerven zu nagen.vor allen wenn mann bedenkt was für ärger ich noch vor dem urlaub damit hatte. Eine woche vor dem urlaub bekam die mühle einen kommplet neuen zylinderkopf, den ich vor der tour auch noch einfahren musste.denn die zylinderkopfschrauben mussten wegen der garantie nachgezogen werden. Also liess ich den motor klappern und wir wollten versuchen auf gut glück so weit zu fahren, wie der motor eben noch lief.vieleicht sollte er ja bis zum ende des urlaubs noch halten. Warten wir es ab.

Sonntag 24.09.95
als wir nach dem hoffentlich letzten frühstück,die böcke aufgerödelt hatten,konnte es endlich auf den pads in richtung des waterberges los gehen.nach bernds meinung hatten wir ca 300 km vor uns,so glaubten wir zu dem zeitpunkt jedenfalls noch.beim start hörte ich schon wieder das klappern des motors, welches ich aber konsequent zu überhören versuchte. Obwohl es nicht leicht war. Als die ersten 250 km geschaft waren, stellte bernd fest das er sich bei der km berechnung leicht vertahn hatte.und so mussten unsere maschinen bald betankt werden.dieses sollte in der nächsten ortschaft erledigt werden.dort angekommen stellten wir zu unserem entsetzen fest,dass, wo auf der karte ein ort unseren standort darstellte,lediglich eine kreuzung mit ihrer anwesenheit glänzte. Da ein rundumblick keine gebäude erkennen lies, zogen wir es vor,in hoffnung auf eine tanke im nächsten "ort",weiter in richtung unseres zieles zu fahren.nach weiteren 50 km,wobei sich jeden kilometer die hoffnung auf sprit verstärkte,die befürchtung keines zu finden aber ebenso anstieg,kamen wir endlich in den ort. Dieser war ebenso gross eingezeichnet wie andere orte mit 500 einwohnern.wir fanden dort sogar ein haus vor.dieses war ein hotel,tante emma laden und tankstelle zu gleich.nach 300 km hatten wir also endlich das elexier unserer begierde.endlich aller befürchtungen entledigt schauten bernd und ich auf die karte und stellten voll entsetzen fest, dass noch 200 beinharte km zwischen uns,einem essen und unserem ziel liegen sollten. Mist.


eine kleine rast

und wieder namen unsere maschinen den schotter unter ihre räder.ich war immer darauf bedacht in den zeitweise festgefahrenen spuren zu bleiben.leider war meine big desöffteren anderer meinung und so kamen bernd und ich uns bei 100km/h näher als ihm und mir lieb waren.waren keine spuren zu sehen war der schotter so locker, dass mein hobel und ich bauchtanzender weise über die pads donnerten.die löcher mitten in den strassen forderten unsere ganze aufmerksamkeit und so wurde jeder km zur strapaze.als wir endlich nach sieben stunden arbeitsintensiever fahrt den waterberg in sichtweite bekahmen nahmen wir uns auch die zeit ein paar fotos zu schiessen.der berg war ca 400 meter hoch und hatte beängstigend steile wände .nach eben diesen 400 meter höhe wurde die "spitze" durch eine topfebenne fläche ersetzt,die den gleichen bewuchs und bis auf elefanten, die gleichen tiere aufzuweisen hatte, wie die umliegende gegend.unser camp wurde auf einem bewachten platz am fusse des berges aufgeschlagen.nach dem aufbau des zeltes und dem genuss einer dusche, gönnten wir uns ein essen in einem restaurant,das etwa einen km weit und 200 m höher lag.leichtfertiger weise tigerten wir in " kurze hose holzgewehr" los. Nach dem eingenommenen mahl ging es zurück zum zelt.dabei stellten wir fest das es besser gewesen währe, hätte einer von uns eine taschenlampe dabei gehabt. Auserdem versuchten wir den weg um einiges abzukürzen und stolperten so im dunkeln durch das gestrüpp,wobei ich mir einen dorn durch die sohle meiner fussbedeckung trat.hätte aber alles schlimmer kommen können. Und das tat es. Am nächsten tag nämlich.

Montag 25.09.95
bevor es auf eine tour duch die berge gehen sollte versuchten wir ein letztes mal meinen ofen zu rep.es wurde die ausgleicherkette so stramm gespannt das sie,als der motor zur probe lief,heulte und es trotzdem noch klappete .also wieder seitendeckel ab um die kette zu lockern.danach war mir das geklappere fast schon egal.wenn der hobel unbedingt krach machen wolte, solte er das haben.also begaben wir uns um 15.00 uhr an den punkt von dem aus eine geführte tour auf den waterberg beginnen sollte.zusammen mit sechs anderen touris setzten wir uns in einen abenteuerlich aussehenden,weil verlängerten,jeep.oben angekommen war ich über die tiere,die vegetation und die ebene tiefsandige fläche aus rotem sand überrascht.es kahm mir kaum vor auf einem berg zu stehen.nur der blick auf die steppe der kahlahati machte einem dieses bewusst.der ausblick von dort oben,in die weite ebene fläche des trockenen landes,auf denen seengrosse schatten von wolken langsam aber bestimmt ihre bahnen zogen,liess mich mal wieder meines seins und deren belanglosigkeit bewusst werden.

Dienstag 26.09.95
gleich nach dem almorgentlichen ritual,auch frühstück genannt,raffelten wir unsere sieben sachen zusammen und begaben uns auf unsere maschinen, um den in der nähe von grootfantein liegenden hoba meteor unseren besuch abzustatten.auf dem weg dort hin hatte mein hobel, wenn ich gas gab, den drang stehen zu bleiben.eine geschwindigkeit über 80 km/h war kaum zu erreichen.auserdem war der verbrauch an sprit extrem,denn auf einmal,nach meinem tageskilometerzähler viel zu früh,ging der motor aus. Und gab in den nächsten minuten keinen ton mehr von sich.dieses geschah mitten im nichts.mal ganz abgesehen von dem schwarzem mann,der auf einem gatter lehnend sich das treiben welches er wohl auch selten zu sehen bekahm,in aller ruhe und mit einem grinsen im gesicht an sah.endlich,nach einer endlos langen zeit ( in der ich den benzinhan auf res. Gestellt hatte ) sprang der elende hobel wieder an, um mich dann nach ca. 30km wieder im stich zu lassen.als bernd seinen ersatztank,made by wacker gemolken hatte, war der hobel dazu zu veranlassen sich für weitere 15km in bewegung zu setzen.dieses mal war endgültig schluss,da bernd keine benzin mehr erübrigen konnte,musste er die restlichen 25km ohne mich fahren um für meine big sprit zu besorgen.ich konnte diese zeit nutzen, um in aller ruhe vor mich hin schwitzen zu können,denn weit und breit war kein schatten in sicht.nach einer stunde kam bernd endlich mit dem nötigen elexier zurück, so kam ich bis zur tanke und von da aus zu einem sehr nobelen campingplatz.dort suchte ich sofort den nächsten wasserhan um meinen körper mit chlorwasser abzukühlen. Nach einer ausgibigen pause untersuchten wir den oelfilter der big mit dem ergebniss,das er zwar foller metall war,wir aber nicht wussten warum.deshalb nahm ich die verkleidungsteile und die ventieldeckel ab, um dann den motor zu starten.diagnose,oel ohne ende.jetzt endgültig war der pukt an dem ich dieses vermaledeite stück metall am lebsten in einem fluss beerdigt hätte, erreicht.da kein fluss,da keine entsorgung.also mussten wir,weil der weg zurück über die pats zu riskant und der weg über die teerstrasse viel zu lang war,einen lift nach windhoek finden.leichter gesagt als getahn,bei unserer hiesigen ortskentnis.da wir bis lang immer unglaublig viel glück im unglück hatten war ich voller zuversicht. Als bernd und ich ein abendliches mal einnehmen wollten, lernte ich erna kennen.erna war eine kelnerin,die ich wegen ihres deutschen aussehens gleich in meiner heimatsprache ansprach.als dieses geschah fiel auch gleich der groschen bei ihr und sie fragte uns ob wir die deutschen seien die mit ihren böcken da auf dem c.platz am schrauben waren? Da dieses von uns bejaht wurde drehte sich schlagartig ein an der theke sitzender mann meines alters um und kam an unseren tisch.bevor wir uns versahen sass jörg bei uns und wir nahmen bei einem anregenden plausch zu dritt das sehr gute und preiswerte essen ein.es gab dort bemerkenswerter weise cola light.später als es ans bezahlen ging kam ich mit erna wieder ins gespräch,in dem sie uns für den nächsten tag ihre hilfe anbot.wenn es schlim um einen steht ist das gute daran,es kann nur besser werden.erna und ich verabredeten uns gleich für den nächsten tag um einen lift zu organisieren. Am damaligen tag entschlossen wir uns die malariaprophilaxe wegen sinnlosigkeit abzusetzen,endlich!

Mittwoch 27.09.95
kurz nach mittag trafen erna,bernd und ich uns wegen der organisation des heimtransportes.unsere einheimische bekannte hängte sich ans telefon, um eine autovermietung zu finden die einen pick up oder einen pkw mit anhänger hatte.sie wurde sogar fündig,der haken war, das die ganze sache mich umgerechnet 750dm gekostet hätte.bisschen zu fiel für meinen geschmack.also versuchte erna zu handeln.bis auf 580dm konnte sie ihn noch drücken.immer noch zu viel,ich überlegte schon ob wir evtl.das risiko mit dem hobel zurück zu fahren eingehen sollten,als erna mich auf den abend vertröstete .bis dahin wolte sie versuchen jemanden zu finder der mich für weniger geld nach windhoek brinen solte.voller hoffnung ,fuhren bernd und ich mit seiner big zur besichtigung des hoba meteoriten.am abend berichtete erna uns voller freude das sie jemanden gefunden hatte, der mich für 350dm zu meinem ziel bringen wollte.war zwar auch nicht wenig aber billiger würde das wohl nicht zu haben sein.also willigte ich ein.jörg,bernd und ich assen zusammen und tauschten mit erna unsere adressen aus und zwitscherten noch ein paar zusammen.mein fahrer wolte uns um 08.00 uhr vom campingplatz abholen.aber vorher musste ich noch das geld für dieter organisieren.da es bei keineer bank im ort per karte geld gab und die kassen schon lange dicht hatten,mussten wir in ein hotel um dort unser glück zu versuchen.da die frau im empfang uns nicht kannte und unseren papieren nicht traute solte es kein geld geben.erst als jörg sich einmischte,weil er die frau kannte,um für uns zu bürgen konnte ich mein geld in empfang nehmen.der nächste tag durfte also kommen.was für ein gesicht norbert und mona wohl machen wenn wir schon wieder bei ihnen antanzen?

Donnerstag 28.09.95
um 08.00 uhr solte es los gehen,um 07.50 uhr stand jörg auf der matte.mit noch schlaftrunkenen händen und halb geschlossenen augen verluden wir unter zu hilfenahme zweier schwarzer meine beikleinen verhasste big.bevor es aber entgültig losgehen konnte muste erst noch ein arbeiter zu seiner baustelle chauffiert werden.auserdem wurde noch mal eben "schnell" der vordere linke reifen gefixt.dabei bekahm ich zu hören und sehen wie mit den schwarzen umgegangen werden "musste".es schien als wüsste der farbige mit dem reifen nicht so recht etwas anzufangen.sehr unentschlossen hantierte er ohne jede motivation an dem rad herrum.bis dieter (mein fahrer ) dieses sah,sich schreihender und schupsenderweise mit dem arbeiter auseinandersetzte.mit einem mal war der untergebene voller elan an der arbeit und eh wir uns versahen war der reifn fertig.endlich konnte es richtung "heimat" losgehen.an dieters fahrstiel konnte man erkennen woher er stammte.ein typisch arikanische fahrweise,permanent vollgas,nie bremsen ( wer bremst verliert ) und immer folles risiko.in kurven und vor kuppen überholen war die normalste sache der welt.richtgeschwindigkeit lag bei 140km/h obwohl mein bock auf der pritsche stand und ein rad am auto geflickt war.obwoh meine wenigkeit kein ängstlicher fahrer ist, bin ich um jahre gealtert und ich glaube sogar ein graues haar auf meinem haupt gefunden zu haben.aber meine big und ihr herrchen sind doch noch heile angekommen,aber eben um lichtjahre älter.zu meinem glück hatte ich einen redseligen fahrer der mich ablenken konnte,wenn er insgesammt drei sätze mit mir geredet hatte war das viel.am tag zuvor mit ca. 1.8 promille war er richtig geschwätzig. Nobbi und mona schlugen die hände über den kopf zusammen als sie uns zu sehen bekamen.nichts desto trotz fanden wir dort eine unterkunft für die nacht mit der auflage am nächsten spätestens am übernächsten tag die biege zu machen.wir wollen euch hier nicht mehr sehen,nutzt endlich euren urlaub und bereist das land,waren ihre worte.na ja ,recht hatten sie ja aber wir suchten uns das ja auch nicht aus,konterten wir,was aber nutzlos war.das waren eben südwesterdeutsche, die sind zwar sehr nett aber stuhr.


der letzte versuch den fehler zu finden war ohne erfolg.

Freitag 29.09.95
mona hatte für mich am frühen morgen schon einen preisgünstigen leihwagen aufgerissen.zwar nur einen golf mit hammerharten 45 ps,über den ich zuerst entteuscht war ,den ich aber unterwegs noch sehr zu schätzen lernte. Für 12 tage sollte ich ,incl. Versicherung,1800dm löhnen. Nachdem ich den wagen von camping care hire abholte fuhren wir bei einem supermarkt vorbei, um noch letzte einkäufe für die grosse tour zu tätigen. Nachdem der wagen mit wasser,süssigkeiten, grundnahrungsmitteln und am wichtigsten mit cola light beladen war sollte es zurück zum basis camp gehen,das nur etwa 750 meter entfernt lag.auf diesem langen weg musste ich an einer einmündung rechts,durch den gegenverkehr,abbiegen.wegen des gegenverkehrs den ich abwarten wollte, um kein risiko einzugehen, blieb ich ordnungsgemähss und völlig korrekt vor der kreuzung stehen.weil der gegenverkehr ausnahmsweise mal langsam fuhr musste ich eine ganze zeit warten.während der wartezeit vernahm ich von hinten ein bedrohlich lautes,anhaltendes quitschen.als ich meinen blick nach hinten richtete sah ich das erschrocken aussehende gesicht eines schwarzen hinter dem lenkrad eines grossen,in dem moment zu grossen,lkw der mit aller kraft auf der bremse des fahrzeugs stand, um mich nich zu rammen.meinen leihwagen und uns sah ich schon als konfetti auf der strasse verteilt.wieder nach forne blickend erkannte ich im gegenverkehr etliche autos.die flucht nach vorne war wegen der stark eingeschlagenen lenkung nicht möglich.hinter mir quitschten immer noch die bremsen des lkw der, als ich mich umdrehte, gerade eimal zwei meter hinter dem heck meines autos zum stehen kahm.got sei dank,noch mal glück gehabt! Das wäre ja die kröhnung gewesen,da hätte der typ beinahe den leihwagen in rekord verdächtiger zeit für mich zerleget.als der schrecken überwunden war fingen wir an den wagen und die big für den nächsten morgen start klar zu machen.denn am sonnabend in aller frühe sollte es los gehen.ich war nach den ganzen vorkommnissen, die bis lang über uns herein gebrochen waren doch einiger massen nervös. Was mochten die nächsten tage uns und unserem material wohl bringen? Na ja, schlimmer konnte es wohl nicht mehr werden?!

Sonnabend 30.09.95
nachdem wir unser zimmer bezahlt und uns verabschiedet hatten ging es zu unserem ersten 320km entfernten etappenziel,dem brandber, los.die ersten 120km wurden auf einer teerstrasse und die restlichen 200km auf sand pat bawältigt.diese waren sehr gut in stand gehalten worden und so kahmen wir,obwohl das fahren mit dem golf auf schotter gewöhnungsbedürftig war,um 15.00 uhr in uis an.der campingplatz war ein sandiger parkplatz, der neben einem sportplatz lag.die sanitären anlagen sahen dem entsprechend aus und wurden als wir kamen erst,oder extra für uns geschrubbt.es war halt bemerkbar das wir die 08/15 touri routen verlassen hatten.nach dem das zelt aufgestellt war und bernd und ich uns gestärkt hatten, entschlossen wir uns dem brandberg mit seinen hölenmalereien zu widmen.also fuhren wir mit dem golf in richtung des berges.


der brandberg,aber am morgen beim vorbeifahren.

Nebenbei bemerkt,ist der brandberg die höchste erhebung in ganz namibia,welcher eigentlich wert gewesen wäre ihn in aller ruhe zu erwandern.da uns bei der ankunft um 17.45 uhr die zeit doch sehr knapp wurde konzentrierten wir uns auf die weisse lady,dem mittelpunkt der steinzeitlichen zeichnungen.gleich ging es los um unser ziel zu finden.die grobe richtung erkannten wir an dem ,als pfad genutzden flussbett dem wir folgten.als ich einen weissen fleck an einem fels sah entschlossen wir uns den pfad zu verlassen und dem verlauf der felswand weiter zu folgen.gegen 18.15 uhr trafen wir auf ein englisches paar, das auf dem rückweg war.beim übersteigen eines felsens rutschte die frau ab und verstauchte sich bei der landung im sand den fuss.tja,hätte sie wie wir keine halbschuhe sondern hohe stiefel an gehabt,wäre das nicht passiert.da die frau schmerzen zu haben schien bot ich ihr meine hilfe an, die sie aber dankend ablehnten.also gut,weiter ging es.denn uns sahs die zeit im nacken denn ab 19.00 uhr rechnetten wir mit der dunkelheit.nach gut düngen folgten wir dem weg,der wie ich meinte durch einige auffällige steine markiert ware. Endlich erreichten wir gegen 18.30 uhr unser ziel,die weisse lady.diese war, weil einige leute sie wegen der besseren hervorhebung mit cola bespritzt hatten kaum noch erkennbar.beim fotografieren zeigte mein aparillo zu wenig licht an.also hielt ich die luft an um meinen durch das schnelle gehen im sand und klettern über felsen stark erhöten puls auszugleichen.mit einer belichtung von ca einer sekunde versuchte ich dieses jahrtausende alte zeugniss der menschlichen entwicklung auf zeluleud zu bannen.zu hause zeigte sich,zu meiner verwunderung,dass dieses sogar gelungen war.um zwanzig minuten vor sieben musste der rückweg welcher 2.5 km lang war wieder angetreten werden.wie ich schon bemerkte, hatte der einbruch der nacht die angewohnheit die dämmerung einfach zu überspringen um von tag hell auf stock dunkel zu schalten.also beeilten wir uns dem entsprechend.als wir noch ca 500 meter vom auto enfernt waren trafen wir wieder auf das pärchen mit der verletzten frau. Die,die von uns nochmals angebotene hilfe überschwänglich dankend ablehnte.um 19.00 uhr erreichten wir unser ziel wo wir zwei schwarze jungs trafen, die sich in einer kleinen abgestandenen,grünen und übelriechenden pfütze wuschen.der blosse kontakt mit dem wasser hätte einen nicht afrikaner wohl augenblicklich das lebenslicht ausgeblasen.nach 15 minuten trudelte auch das pärchen ein und weitere fünf minuten später konnte man die hand vor augen kaum noch erkennen.der rückweg vom brandberg war die einzige tour die wir im dunkeln machten.am tage war es wegen der wilden tiere die unverhofft die strasse betreten konnten schon gefährlich genug,aber im dunkeln wuchs die wahrscheinlichkeit eines zusammenstosses um ein fielfaches.deshalb sei jedem geraten nur im hellen zu fahren,denn die unfallrate von touris lag so schon bei 50%.da bernd unser soll erfüllt hatte konnte ich eigentlich zimlich beruigt sein,oder solte sich das noch ändern?

Sonntag 31.09.95
das heutige etappenziel hiess hobatere loge und war etwa 300 km entfernt.der weg war wegen der schlechten pads sehr nervenaufreibend und anstrengend.bei geschwindigkeiten zwischen 100 und120km/h fing häufig das heck des wagens unverhoft an aus zu brechen.die einzige möglichkeit den karren wieder in den griff zu bekommen war,den fuss vom gas zu nehmen und mit sehr viel gefühl gaaaanz leicht die bremse zu treten.bremst man nähmlich zu stark,wird man auf ein mal vom heck seines autos überholt und zum opfer der schon besagten 50%.etwas übung war da also schon von nöten. Als wir endlich zur einfahrt der lodg kamen ,stand da ein schild welches aussagte, das es bis zum haupthaus noch ganze 16km waren.diese km waren die schlimmsten des ganzen urlaubs.denn der tiefe sand,die engen kurwen und die teilweise vorhandenen felstreppen zeigten dem golf und mir wo genau die grenzen des befahrbaren geländes waren.nach 55 minuten föllig extremen fahrens hatten wir endlich das ziel erreicht und die schon seit langem erhoffte erquickung durch eine dusche schien nahe.betohnung auf schien,denn der besitzer musste uns mitteilen das er nicht ein zimmer mehr frei hatte.na toll! So zogen wir uns noch schnell ein gekühltes getränk rein, um uns danach auf den weg zur nächstgelegenen übernachtungsmöglichkeit in opuwo zu machen.dort sollte unsere nördligste übernachtung statfinden,so hofften wir jedenfals.obwohl ich wegen der permaneten konzentration sehr genervt war mussten wir nun noch weitere 150 km hinter uns bringen.eigentlich wollten bernd und ich pro tag nicht mehr als 250 bis 300 km fahren,denn mit der zeit liess die aufmerksamkeit stark nach und es häuften sich brensliche fahrsituationen.aber es half alles nichts,da mussten wir durch! Nach endlos erscheinenden 2.5 stunden hatten wir endlich unser zweit ziel erreicht.mein poppometer kündigte auch schon einen unmitelbar bevorstehenden streik an,denn so lange in einem unbequemen golfsitz und das bei der hitze war mein sportsitz verwöhnter hintern nicht gewohnt.also erstmal raus aus dem karren und blick in die umliegende gegend, um unsere unterkunft zu erspähen.eigentlich solte ein hotel uns beherbergen,da dieses aber nicht zu entdecken war versuchten wir einen weissen pastor zu finden.dessen addresse wurde uns im flieger von einer jungen fölkerkundlerin nahe gelegt.das erste gebäude das nach einer kirche aussah steuerten wir an.dort lugte ein nur mit unterhose bekleiter schwarzer aus einem kleinen,gegenüber der kirche stehenden gebäude,der wie ich meinte den pastor holen wollte.als dieser zurückkahm stellte sich heraus das er selber der pfaffe war.sehr erfreut über unsere ankunft zeigte er uns,nach ein wenig smal talk,das noch freie gästezimmer.die anderen waren augenscheinlich,von ärmlichen mit einer handfoll kindern behangener frauen,besetzt.der padre hatte ein freundliches und frisches auftreten ,wie man es nur selten bei den dieneren gottes findet,deshalb tat es uns fast leid wieder gehen zu müssen.doch wegen der besseren verständigung meinten wir zu dem deutschstämmigen pastor gehen zu müssen.dieser wohnte nur ein haus oder 50 meter weiter. Dort angekommen trafen wir auf zwei einheimisch jugendliche die auch ein anliegen beim küster vorzubringen hatten.nur dieser schien den sonntäglichen frieden schlafender weise auszunutzen.auch die fersuche der beiden anderen ihn zu wecken schlugen fehl.erst eine stunde später als der pastor die entsorgung eines teils seiner körperflüssigkeit vornahm,klingelte einer der beiden sturm.dieses erreichte sein ziel denn der mann der nächstenliebe stürmte aus dem haus und liess dem jungen einen gewaltigen wind entgegen wehen.bernd,der zweite fremde und ich schauten uns abwechselnd reichlich dumm an.erst als die beiden jungs föllig verunsichert ihres weges zogen widmete sich der weisse massa uns zu.wir überlegten gerade die kurve zur konkurenz zu kratzen ,als er sich genervt aber wenigstens freundlicher nach unserem anliegen erkundigte.nachdem wir uns ein wenig beschnuppert hatten und das gästehaus besichtigt war, einigten wir uns auf den preis und die dauer der unterbringung.das klo sah halt nach afrika aus,die küche war gut und follständig ausgestattet,die beiden schlafzimmr ihren preis wert und der flur war mit dem esszimmer kombiniert, überaus gross.für all das waren 100nb$ zu entrichten,und somit im ganzen seinen preis also mehr als wert. Am späten abend traf ich auf eine himba frau,so hiess das eingebohrenen folk,von der ich im tausch eines kleinen backschisch ( trinkgeld ) ein foto machte.bislang war dort der einfluss des geldes noch nicht überal verbreitet,aber wie lange mochte das noch dauern.der einfluss der touries,also auch meiner,würden auf dauer den charme dieses teils des landes verändern.


himba frau mit zwei kindern.

Durch das einöhlen ihres körpers,aus einer mischung aus ölen,farbe und "duftstoffen", erreichten die himbas eine kastanien rote färbung ihrer haut.das aussehen und der für uns ungewohnte geruch galten in ihren kreisen als verschönerungsritual.eben so verändern die menschen in aller welt mit unterschiedlichsten produkten ihren geruch und ihr aussehen.also waren sie eben so normal wie wir! Bei deren anblick machte ich mir bewusst, das ich einige flugstunden von der nächsten ärztlichen versorgung entfernt war,dass durfte man sich gar nicht vor augen halten, das machte einen nur nervös.

Montag 01.10.95
nachdem der nebel der nacht sich zur ruhe gelegt hatte und der staub des tages zum leben erwacht war,brachen wir auf in richtung des kunene.dieser stellte die grenze zwischen angola und namibia dar und solte für uns das nördligste ziel sein.ab dem "ort" okangwati war die piste so wie wir sie uns nach den warnungen von norbert und mona vorgestellt hatten.der weg war kaum breiter als mein golf,übersäht von kleinen felsen die das auto zu zerbrechen suchten und führte durch ausgetrocknette,tiefsandige flussbette.genaugenommen hatte der golf in dieser gegend nichts zu suchen.die kastanienrote erde mit dem dichten unbeblätterten gebäum verbarg gekonnt die geheimnisse der umliegenden gegend.bernd fuhr etwa 50 meter vor mir.als ein himba mit seiner traditionellen kleidung und bewaffnung ( ein unangenehm langer speer und ein fast ebenso langes messer ) von links auf bernds big zu rannte.um auf einmal neben ihm her laufend,zu versuchen ein rennen zu machen .wer gewonnen hat brauch ich wohl nicht zu erwähnen.als der weg uns weiter richtung norden führte hatten wir ein flussbett zu durchqueren.das in seiner breite von ca 100 meter versuchte meinen kleinwagen und mich in seinem tiefen sand zu halten.da ich aber schwung und ein wenig glück hatte, kahmen wir zwei durch.als der pfad immer schlechter und die steine immer grösser wurden,wurde auch meine geschwindigkeit auf schrittempo reduziert.als nach langer zeit keine besserung in sicht war und wir noch ein sehr breites flussbett zu durchqueren hatten, entschlossen wir uns ca 40 km vor unserem endziel die richtung um 180 grad zu ändern.leider,denn zu gerne hätte ich den kunene gesehen,aber das risiko war einfach zu gross. Auserdem war es inzwischen schon nach 15.00 uhr geworden und die zeit sass uns mal wieder im nacken.gerade als wir umdrehten kam ein auto aus der richtung in die wir eigentlich wollten.da wir jetzt in die gleich richtung mussten, liessen wir ihn fahren und gönnten uns,des aufgewirbelten staubes wegen,eine pause. Ein paar minuten später setzten auch wir unsere fahrt fort.nach einiger zeit,am flussbett angekommen,stelte ich etwas entsetzt fest, das der wagen vor uns auch durch dieses bett gefahren war und so die so schon tiefe spur noch etwas tiefer gemacht hatte.also versuchte ich auf mein glück hoffend mit noch mehr schwung als vorher den sand zu bezwingen.mitten im flussbett hörte ich das schabende geräusch des sandes unter dem bodenblech und das motorgeräusch wurde dumpfer.die drezahl fiel,ich schaltete runter,die drezahl fiel weiter,der wagen wurde immer langsammer.also schaltete ich zurück bis in den ersten und versuchte das gaspedel durch das bodenblech zu treten um blos nicht zu langsam zu werden.der schweiss drang mir aus allen poren,um dann entlang meines körpers zu rinnen und mich durch seine verdunstung zu erlösen.ich hatte zwar einen spaten dabei und bernd hätte auch helfen können aber das musste doch nicht sein.nicht heute und nicht mit mir.aber,ich schaffte es.auf den letzten meter retete sich der wagen auf festere erde und gewann an geschwindigkeit bis ich das sandige bett hinter mir gelassen hatte.nacher gestand bernd mir das auch er sehr mit dem tiefen sand zu kämpfen hatte.auf dem hin wie rückweg trafen wir oft auf hügel.


nur ein kleiner hügel.

Diese,die nur ca. Einen meter hoch waren,überraschten mich immer wieder mit ihren folgenden senken.in die es tief und steil berg ab ging,um über einen beton weg der in einem flussbett lag zu führen ( eine brücke ).in denen zeitweise tiefe löcher,fallen für die räder des autos hätten sein können.und das bei geschwindigkeiten von oft über 100 km/h.


das soll eine brücke sein.

Andere hohe hügel nahm ich so schnell,um den schwung des kleinen golf´s nicht zu verlieren,das ich das gefühl hatte wie eine rakete genn himmel zu schiessen. Tja,alleine das fahren war ein abenteuer.

Dienstag 02.10.95
an diesem tag ging es zur hobatere lodge wo wir uns endlich einmal ein wenig auf die faule haut legen wollten.wohl wissend dessen, das uns ein reserviertes zimmer erwartete, ging es auf den staubigen und voller überaschungen gespickten pads wieder richtung süden.nach einer,wie immer anstrengenden,fahrt erreichten wir endlich das tor zur lodge.leider wusste ich um die schlechten nächsten 16 km und so nahm ich mir vor diese in ruhe zu bewältigen.bernd schien sich im gegensatz zu mir darüber zu freuen.und so war sein fahrstil dann auch.an den stellen an denen er hätte langsam fahren müssen tat er wie erwartet genau das gegenteil.und so kam es wie es kommen musste und bernd legte sich in einer s-kurve,welche durch ein tiefsandiges flussbett führte,mit seiner big ( und mit meinen teilen ) gepflegt auf die seite.voller hecktik bestieg er sein gefährt wieder um die wilde fahrt vort zu setzen.


bernd war leider zu schnell wieder auf den rädern.

Als ich dicht hinter ihm fuhr entdeckte ich das seine ( meine ) felge reichlich stark eierte,na toll hätte ich bloss nicht...,aber egal.ich hatte mir schon gedacht das er meine felge die ich ihm geliehen hatte zu bruch fahren würde,aber das sagt sich hinterher immer leicht. Nach kurzer zeit hielt bernd an, um mir zu verkünden das er vorne nicht mehr bremsen könne weil er einen bremsbelag verloren hatte ! ? Nun durften wir,weil die ersatzteile in windhoek lagen,durch den sand tiegern ,um diesen vermaledeiten belag zu finden.zuerst suchten wir im flussbett wo der stunt geschah.da dort aber nichts zu finden war setzten wir die suche auf dem weg fort bis zu der stelle an dem bernd seinen verlust bemerkt hatte.und,oh wunder,da lag der bremsbelag und wartete darauf, von uns eingesammelt zu werden. Na ja, das is wenigstens was. Beim einsetzen der beläge stellte dan auch endlich bernd mal fest das die felge einen nicht unerheblichen schlag hatte.


fällt auf,gelle.

Sein komentar ( zitat ): auf den tausender kommt es nun auch nicht mehr an. Meine sorge galt auch noch meinen standrohren in seiner big,warten wir´s ab. Unser kleines häuschen, das wir bezogen war mal abgesehen von dem starken geruch der imprägnierung der deckenbalken in ordnung.auch das, dass schlafzimmer und die toilette nur durch eine halb hohe schwingtür getrennt waren störte uns nur wenig.da die hobatere lodge eine jagt farm war, gab es an ihren aussichtspunkten einiges zu sehen.nur auf elefanten sollten wir vergebens warten.diese hatten ein paar tage zuvor einen jahrtausende alten weg in richtung des kaokofeldes,aus dem wir gerade kamen,eingeschlagen.da die zäune für sie kein hinderniss darstellten, gab es auf ihrem weg richtung norden kein halten mehr. Nach dem beobachten der tiere gönnte ich mir erst einmal eine dusche.dessen wasser durch einen abseits der häuser stehenden ca zwei meter hohen steinturm floss.vor diesem stand ein schwarzer der das holzfeuer darunter vor dem hungertot bewahrte und so das wasser in eine zum duschen angenehme temperatur brachte. Im laufe des tages lernten wir ein deutsches ehepaar kennen, das die letzten tage ihres,durch ein reiseunternehmen geplanten tour hier verbrachten.wähtend einer unterhaltung über ihre erfahrungen und weiteren reisepläne der letzten tage stellte ich zur freude meiner fest, dass es in dieser einöde sogar cola light gab.was ich natürlich ausgiebig ausnutzte.auch das abendliche essen bei dem wir zum ersten mal orixantilopenfleisch und beilagen die auf afrikanische weise zubereitet waren, zu uns nahmen war eine reine wonne. Das fleisch war sehr zart und stellte eine geschmackliche mischung aus rind und reh dar.das ganze wurde vor unseren augen auf einem grossen grill zubereitet und sah somit auch schon mal gut aus.dieses regte unsere gaumen,was wohl für jeden verständlich ist, noch stärker an. So konnten wir mit gefülten mägen endlich wieder fernünftig schlafen und das in einer,wie wir bis dahin glaubten korrekten residens.

Mittwoch 03.10.95
an diesem tag brachen wir zu einer unkristlichen zeit,nähmlich gleich nach dem frühstück auf, um unter bernds ( nicht mein kumpel mit der big ) fachkundiger führung eine wanderung durch die flora und fauna der afrikanischen sawanne zu unternehmen.zusammen mit seinem hund rafficki zogen das ehepaar des vortages,bernd 1 ( der mit der big ),bernd 2 ( unser experte für die gegend ) und ich los, die uns unbekannten geheimnisse des schwarzen kontinentes zu ergründen.rafficki kommt aus der sprache der suaheli und heisst so viel wie,bester freund. An diesem tag lernten wir noch so einiges.etwa das die flecken der giraffen mit dem alter immer dunkler werden.oder das steppenzebras im gegensatz zu bergzebras weisse socken haben ( das sieht nur so aus ).auserdem lernten wir die losungen der tiere zu unterscheiden.wir erfuhren auch das frische elefantenabdrücke fingerabdruck ähnliche konturen haben die beim austrocknen verschwinden.das die echsen hier agahme oder stachelagahme heissen aber nicht wie algemein angenommen geckos.mit am faszinierensten aber waren die gamsbockspurspinnen,die wenn sie ihre jagtfalle aufgebaut hatten wie spuren der gamsböcke aussahen.selbst die löwenjagt wurde uns gelehrt.und als geleriger schüler versuchte ich am abend sogleich mein soeben erworbennes wissen in die eigene tat umzusetzen.mit blossen händen,nur mit einen ca.10 cm langen stöckchen bewaffnet gelang es mir eines dieser wilden raubtiere in meine gewalt zu bringen.da ich ja tierfreund war ( ha,ha ) liess ich ihn wieder laufen.ach ja,hatte ich erwähnt, das es sich um einen ameisenlöwen handelte ? Dieser ca.5mm grosse ameisen jäger der in einem trichter mit ca.50mm durchmesser lebt.ameisen, die in seinen trichter gelangten rutschten hinnunter und wurden so seine opfer. Besser ich erwähne es spät als nie,oder? Aber um meinem waidmansglück noch eins drauf zu setzen erlegte ich mit einem schluffen bewaffnet eine spinne und mit der canon eine schlange. An diesem abend gab es wieder einheimischen kost.hierbei waren allle ,wirklich alle speisen selbst das hänchen süss.

Donnerstag 04.10.95
das frühstück begann mit brotei ,eigentlich wolte ich ja ei auf brot ,und versetzte mir den ersten morgentlichen schlag ins gesicht.was ich bekahm war brot gewälzt in ei und das leicht angebraten.denn so etwas war mir gänzlich fremd.mit dem spruch in den ohren,wat dei bur nich kennt,dat frit hei nich versuchte ich dieses kulenarische abenteuer.dabei hatte ich eines der typischen aha erlebnisse.wer´s mag dem schmeckts,aber mir nich.auch der vogel der sich gerade seinen teil aus dem müslie moppste war nicht unbedingt mein fall.und so begannen wir die fahrt zur fingerklippenlodge mit gemischten gefühlen.bernd war satt den er hatte nicht auf brotei gesetzt und das mit dem vogel wolte er mir nicht glauben.mir hingegen knurrte gehörig der magen.aber es war ja nicht weit nur so etwa 250 bis 300 km was etwa 4.5 bis 6 stunden fahrt entsprach. Aber auch diese tortour überstand ich,als aber die lodge in eine bald erreichbare nähe rückte wurde das hungergefühl immer intensiver.zeitweise hatte ich sogar den geruch gebratenen fleisches in der nase. Mein magen fragte mich permanent wie weit es noch zur fingerklippe sein mochte.mit einem blick auf den tacho beantwortete ich dem gederärm die frage und wie ich es mir dachte es gefiel ihm nicht.denn noch trennten uns fast 100km von den stärkenden leckereien einer top lodge.inzwischen aber konnte die durch schroffe felsen gespickte gegend mein hungergefühl durch faszination der landschaft ersetzen.endlich kahm auch die fingerklippe in sicht.dieses,auf einem hohen hügel stehende,wie ein nach oben zeigender finger aussehendes felsgebilde,dass in seiner grösse und einmaligkeit dem land glich in dem wir seit wochen von einer zur anderen odysse trieben.das aber durch seine menschen und deren lebensräume uns aller leiden und entberungen übermässig entlonte,weckte unsere neugier aufs neue. Endlich im hauptgebäude der aus vielen kleinen gästehäusern bestehende lodge angekommen, musste ich voller entsetzen feststellen das es hier wie fast überall keinen mittagstisch gab. Was solls,ist halt dumm gelaufen. Nach dem einchecken, betraten wir unser domicil und,es zog uns fast die schuhe aus.wir standen in einem grossen schlafzimmer an dem angeschlossen durch eine schiebetür getrennt ein bad lag.in dem wiederum befand sich eine tür durch die es in die toilette ging.alles war supersauber und ultraedel eingerichtet.eigentlich hatten wir vor, uns nur einen tag hier aufzuhalten.bei dem luxus beschlossen wir promt noch einen tag länger zu bleiben um uns ein wenig ruhe und extrawagance zu gönnen.um den hunger von zwischendurch ( vor allem meinem ) zu stillen beschlossen wir in den nächsten ca 80km entlegenen ort zu fahren.nach der rückkehr und einem ausgiebigen essen erkundeten wir die loge.den mittelpunkt des ganzen stellte das restaurant mit rezeption und danebenliegenden cafe dar.vorm cafe lag ein 10 meter langer weg der uns in eine aussichtslonge führte, die den höchsten punkt der ganzen anlage darstellte.hier pflegten die damen und herren der geselschaft den abendlichen sundowner eizunehmen. Einen steinwurf entfernt und etwas tiefer lag ein zwimmingpool und um uns herum gesellten sich die gästehäuser,so etwa 20 an der zahl.die hälfte davon war für zwei parteien,so wie auch unsere.von den nachbarn nahmen wir aber keine akustischen lebenszeichen wahr. Das abendessen war wie alles andere hier vormidable.

Freitag 05.10.95
nach einem ausgibiegen und in aller ruhe eingenommenem frühstück beschlossen wir eine wanderung zur fingerklippe zu machen die nur wenige kilometer entfernt lag.da diese von der lodge aus zu sehen war traten wir unseren weg querfeldein an und hatten somit die gelegenheit nach souveniers ( steinen ) zu suchen.am fusse des hügels,auf dem die klippe stand angekommen,war ich im gegensatz zu bernd der meinung nicht die treppe die auf der anderen seite lag zu nehmen,sondern den diereckten weg den hang hinnauf.da dieser nicht sonderlich steil war,wie ich zu anfang meinte,setzte ich mein vorhaben in die tat um und begann somit einen riesen fehler.ungefähr auf halber höhe bemerkte ich, als ich das erste mal abrutschte wie hoch und steil dieser " hügel" nun tatsächlich war.beim abrutschen wurde ich um etwa drei meter zurückgeworfen und konnte mich nur mit mühe an einem kleinen strauch festhalten.dieser armen werlosen von trockenheit und tieren gebäutelte pflanze drote nun ein jähes ende.doch zu unser beiden glück, waren die wurzeln so im sandigen boden verankert das selbst meine um ihre gesundheit kämpfende person diesem geschöpf nichts endgültiges anhaben konte.und so,um einen schreck reicher setzte ich meinen kräftezährenden weg fort.endlich,nach noch weiteren abrutschern erreichte ich endlich einen kleinen flachen rand der rund um die klippe führte.auf diesem stand bernd und erwartete mich bereits mit einem hönischen grinsen im gesicht.aber nichts desto trotz der weg hatte sich für den blick von hier oben in die gegend gelohnt.


na das ist doch ein blick.

Nach einer ausgiebigen rast und einigen errinerugngsfotos traten wir den rückweg an, wobei ich dieses mal den längeren weg mit trepppe vorzog.da uns der dierekte weg zu kutz erschien umwanderten wir einen riesigen berg der in einer höhe von ca.150 meter absolut flach war.wir schlugen einen hacken der einen umweg von etwa drei stunden war,nun hatten wir die gelegenheit wieder steine zu sammeln, um sie dann gleich wieder als nicht behaltenswert einzustufen.dabei drehte ich voller hoffnung vielleicht einen kleinen schatz zu finden auch grössere steine um.einen handball grossen hob ich auf, um beim umdrehen zu merken das darunter ein skorpion sein dasein fristete.na toll,wie niedlich, war mein gedanke und schnell aber vorsichtig legte ich den stein zurück.mit zunehmender strecke wurde die gegend immer bewachsenner.das einzige gewächs dort war eine art von dornen, die sich sehr zielstrebig durch meine hose in meine doch so zarte haut borten.was als einfache kleine wanderung begann artete nun in schmerzhafte arbeit aus.aber auch dieser weg wurde von uns mit zusammengebissenen zähnen bewältigt.in der lodge ankekommen galt unser hauptinteresse dem nachmittäglichen gedeck mit kaffee und kuchen.bernd duschte als erster und ich nutzte die zeit, um unser objekt der begierde zu erkunden.auf dem weg dort hin traf ich auf den hotelmanager und einen hotelkritiker mit denen ich sofort in ein gespräch kam.sie fragten mich nach meinem woher und wohin.als ich von unserer wanderung berichtete, erzählten sie im gegenzug von ihren abenteuern in der weiten welt.ich verabschiededte mich kurz, um bernd zu holen und mich zu duschen.danach begaben wir uns wieder an deren tisch und setzten unsere angeregte unterhaltung fort.wir redeten von gott und der welt,von autos,frauen und abenteuern.ich kann nur sagen es war sehr interessant einmal einen einblick in das leben von menschen zu bekommen, die zu den oberen 10000 gehören.erst als es abend wurde und das dinner nahte beendeten wir unsern gedangenaustausch. Das abendessen war der umgebung angemessen,einfach super!

Samstg 06.10.95
beim frühstück sah ich einige schwarze, die sich an den fahrzeugen zu schaffen machten.gerade wollten bernd und ich runter laufen um mal für ordnung sorgen als wir merken das unsere wehikel,die arg ferschmutzt waren,gewaschen wurden.auch die am vortag gewaschene wäsche die von uns wild im zimmer ferteilt wurde,wurde vom zimmerservice sauber auf bügel gehängt.und selbst die putzen waren hier am laufen. Später machten wir uns auf den weg nach swakopmund, um uns die westküste namibias anzusehen.es war ein langer trockener,heisser und von staub gekennzeichneter weg der ausser ein paar rennen gegen touritracks und lahme pkw's nicht viel zu bieten hatte.ab ca 50km vor dem meer begann es kühler zu werden.zuerst schloss ich die vorderen fenster und 10km später die hinteren .auch konnte ich, obwohl keine einzige wolke am himmel war in entfernung, einen dunkelen streifen am horizont erkennen.dieser wurde,je näher wir dem meer kahmen immer breiter.bis,noch etwa zwei km vor dem meer,ich eine geschlossene wolkendeck über mir hatte.nur ein paar hundert meter zurück hätte ich wieder strahlend blauen himmel über mir gehabt,verrückte welt! Inzwischen hatte es eine aussentemperatur erreicht, die mich zwang die heizung des golf's auf höchste stufe zu stellen , um nicht bibbern zu müssen.auch eine zwischenzeitliche warme mahlzeit konnte an diesem zustand nichts ändern.bend auf dem motorrad hatte nun das einzige mal während unserer tour die gelegenheit mich um mein auto zu beneiden und ich im gegenzug wusste dieses auch zu schätzen. In unserem zielort angekommen bezogen wir jeder ein eigenes zimmer im strandhotel im dem wir vor unserem aufenthalt in der wüste noch einmal ein wenig luxus geniessen wollten.beim anblick der zimmer entschlossen wir uns stat des einen lieber doch zwei tage hier zu verweilen.natürlich nur, um die sehenswürdigkeiten der gegend in ruhe zu besichtigen und nicht etwa um uns an der edelen ausstatung und dam grossen bad zu erquicken. Nach einem ausgiebigen und in ruhe eingenommenem nachmittagsmahl bei dem wir mit blick aufs meer über den weiteren tag sprachen stellte ich nochmals fest, wie sau kalt es doch dort war.es lies sich eben nicht verleugnen das sich diereckt vor unserer nase arktische ströme den weg durchs meer bahnten.dieses bestätigte uns auch ein späterer anblick von pinguinen,ja genau pinguine.im gegensatz dazu sahen wir aber auch ein dutzend rosa flamingos in einm kleinen tümpel stehen,ja,echte! Das erste mal seit wochen hatte ich die gelegenheit voller genuss fern zu sehen.es war zwar alles auf englisch aber die rahmenhandlung vernochte ich zu verstehen und den rest reimte ich mir zusammen.das tv,eine tüte chips und mein hotelzimmer solten für den heutigen abend die welt für mich sein

sonntag 07.10.95
wir entschlossen uns noch vor mittag in den namib naukluftpark zu fahren, um uns ein paar sehenswürdigkeiten anzusehen. Als erstes suchten wir eine alte dampflock auf die den spitznamen martin lutter bekommen hatte. Es begab sich zur zeit der anfänge der dampfmaschinen,als ein deutscher soldat mit diesem gefährt fersuchte eine transportlinie durch die wüste aufzubauhen.sein vorhaben sollte ihm glücken,aber nur etwa 2.5 km weit.dann nähmlich versagte sein gefährt kläglich und es blieb dort an ort und stelle stehen, um jahrzente später leicht restauriert "mengen" von besuchern zu ergötzen. Martin lutter sagte einmal etwas wie :hier stehe ich und hier bleibe ich,und schwupps hatte die dampfmaschine einen prägnanten namen. Danach ging es weiter zur ältesten bekannten pflanze der welt,die welwitschia mirabeles.der weg dort hin führte uns durch eine labyrint von kleinen canyons,was im nachhinnein faszinierender war als die pflanze selbst.denn die inmitten einer kargen wüstenlandschaft lebenden,etwa 80 cm hohen und im durchmesser zwei meter grossen pflanze erinnerte im ersten moment eher an einen komposthaufen als an ein lebewesen.es viel bernd und mir recht schwer zu glauben wie viel jahrhunderte,jahrzente der dürre und überscwemmungen diese pflanze schon erlebt haben mochte.denn ihr geschätztes alter belief sich auf sage und schreibe 1200 jahre.der weg zurück durch die canyons wurde von mir wieder in all ihrer grösse und vielfalt der farben genossen.immer wohl wissend dessen ,das die tage unserer wüstentour gezält waren. Im hotel angekommen, erholten wir uns ein wenig von der fahrt, um am späten nachmittag einen spaziergang am strand für ein foto sassion zu machen.einen alten halb verfallenen steg der nur auf eigene gefahr zu betreten war sollte mein erstes objekt werden.später kamen noch wilde flamingos und ein dusseliger geländewagenfahrer ,der es schafte sich innerhalb weniger meter sieben mal fest zu fahren.die absolute krönung waren aber die dünen der namib, die mit ihren ca 500 meter höhe bis ins wasser reichten.diese so verschiedenen ineinander verschmelzenden gegensätze von wasser und wüste sind von ihrer überwältigenden intensität und grösse für mich nicht zu beschreiben,man muss es schon mit eigenen augen aus nächster nähe gesehen haben.

Montag 08.10.95
frisch gestärkt machten wir uns auf den weg nach sesrim, wo ein zeltplatz unser ziel sein sollte.die ausblicke die ich auf dieser fahrt erlebte waren von einer solchen einmaligen intensität und so fielfältig das ich behaupten konnte so etwas sonst nirgens auf der welt mehr zu erleben. Ob wüste,schroffe berge,ein labyrint von canyons,leicht hügelige halbebenen in allen pastelfarbenden schatierungen oder die höchsten dünen der welt.all das konnte ich erfahren,und in mich aufnehmen.hinter jeder kuppe und jedem hügel gab es eine nahezu unbegrenzt scheinende menge an farben zu entdecken.auch die von der natur kunstvoll plazierten baüme und deren reihen in der sonst kargen und sanft hügeligen landschaft.allein das panorama,in dem die berge zwischen den dünen erschienen wie die spitzen hoher berge,die es schaffen sich durch die decke der wolken zu zwängen,währe schon eine reise wert. Aber wie solte es anders sein ,das mit dem zeltplatz wurde nichts und so geschah es das wir in einem hotel landeten ( gezwungener maasen,eben ) indem ein zimmer zur verfügung stand.in diesem konnten wir für schlappe 355 namibische $ pro person unterkommen.was etwa 180 dm entsprach.mit an sicherheit grenzender warscheinlichkeit wurden unsere unterkünfte von mal zu mal immer teurer. Unsere übernachtungsmöglichkeit war eine mischung aus haus und zelt.die toiletten,dusche,kleiderschrank und der safe waren in einem festen gebäude und somit am tage sehr heiss.da steine die wärme des tages sehr lange speichern würden währe es in der nacht immer noch zu warm, um vernünftig schlafen zu können.immerhin lag die lodge mitten in der wüste. Der schlafraum war in einem doppelwandigen sehr grossen zelt,das sobald die sonne unterging eine angenehme kühle entwickelte.toll! Das abendliche essen das mich in menge und vielfalt an ein hochzeitsmenü mit kaltem bufette erinnerte schlug ales bisher da gewesene.das es nicht nur gut aussah sondern auch so schmeckte brauche ich wohl nicht zu erwänen. Als ich abends noch einen kleinen spaziergang machte kletterte ich auf einen wasserturm von dem aus ich einen sagenhaften ausblick auf den über der wüste liegenden horizont hatte, die wir am nächsten tag erwandern wollten.auf der anderen seite konnte ich noch einige touris beim essen beobachten.als sich auf einmal einige kelner in einer reihe aufstellten um die anwesenden mit eiheimischer folklote zu beglücken.auch ich konnte die lieder von dort oben in aller ruhe geniessen.und so neigte sich einer der letzten tage unserer reise dem ende.

Dienstag 09.10.95
gleich nach dem frühstück,noch vor dem sonnenaufgang,packten wir unsere sieben sachen und machten uns auf den weg in die dünen.diese,die höchsten der welt,waren eines der hauptziele welche wir uns zu erreichen vorgenommen hatten.noch bevor es ins für motorräder gesperte dünengebiet ging, musste erst einmal eine art besuchsgebür bezahlt werden.dann ging auf einem sandigen pat bis zu einem platz an dem für autos,wie meinen golf,die kein alrad hatten das ende sein solte.ich fragte mich ob es der wagen vieleicht doch schaffen sollte uns zu den dünen zu bringen.immerhin hatten wir nur beim hinweg 5 km zu bewältigen.das gehen im tiefen und sehr feinem sand in dem wir bei jedem schritt bis über die knöchel einsackten war kräftezährender als erwartet.und,trotzdem es noch früh am morgen war,war die hitze sängend und machte den weg noch unerträglicher.jedesmal wenn ich auf den boden schaute konnte ich insekten sehen die mit dem täglichen überlebenskampf beschäftigt waren.beim gehen durch den quarzhaltigen sand fragte ich mich immer wieder wie es lebewesen schaffen konten sich an solch wiedrigen lebensumstände an zu passen.denn für mein auge konnte ich nur weniges erkennen was an eine lebensquelle errinern könnte.nach einem zermürbenden km fragten wir uns, ob der weg und die anstrengung wohl belohnt werden würden.plötzlich tauchte ein pkw hinter uns auf.mein erster gedanke war,ob der uns wohl mitnimt? Nein,den der wagen war voll besetzt.aber anhand der staubfahne die der wagen hinter sich her zog konnte ich einen grossen bogen erkennen den der wagen zu machen schien.meiner meinung nach konten wir einiges an weg sparen würden wir querfeldein,also nicht mehr auf dem pad,gehen.bernd war sehr skeptisch und wollte lieber dem pfad folgen.aber mit den worten,wenn du wilst dann mach doch einen umweg,ich gehe gerade aus,gelang es mir bernd zu überzeugen mir zu folgen.ich suchte mir einen fixpunkt bis zu dem ich die staubfahne sehen konnte,denn der wagen war schon lange nicht mehr erkennbar.der punkt den ich fand war ein ausgetrocknetter baum dem ich von nun an folgte.bernd war die sache zwar nicht geheuer aber trotzdem folgte er mir,zwar mit dauernden einwänden aber er folgte.währe er mir nicht gefolgt, so hätte ich diesen weg trotzdem genommen,so sicher war ich mir! Zwischenzeitlich betraten wir boden der an ein trockenes flussbett erinnerte.dem boden wurde so schnell die feuchtigkeit entzogen das er geplatzt war.diese abschnitte boten,trat man vorsichtig genug auf,sogar soviel halt, das wir erst anfingen einzusacken sobald der fuss nach vorne abgerollt wurde.so entstand ein für uns kräfte sparender geh stiel,der für unwissende beobachter wohl zimlich merkwürdig ausgesehen hätte. Aber egal!


der weg ist das ziel.

Und so brachten wir den hinweg auf eine einigermaasen angenehme art hinter uns.als wir am baum,den ich mir als fixpunkt gesucht hatte,angekommen waren stelte ich mit erleichterung fest, das mein plan nicht besser hätte funktionieren können. Das ziel,der sussus vlei ,war erreicht.diese lag inmitten der höchsten sanddünen der welt (ca. 500 m hoch),im jüngsten land afrikas mit der ältesten wüste unseres planeten.welches auch als wiege des menschenheit bezeichnet wird.denn hier soll der vorfahre aller rassen das licht der welt erblickt haben.es bot sich mir ein imposanter anblik.von allen seiten dünen,sand und nochmals dünen.warscheinlich war mein jugendlicher leichtsinn daran schuld,das ich ohne mir eine pause zu gönnen sofort einen dieser 500er in angrif nahm.meine bw stiefel fersackten bis zur hälfte im sand und jede bewegung vorwärts wurde von einer gleichzeitigen rückwärts bewegung ( zwei schritte vor und einen zurück ) begleitet.die "paar" meter saugten einem förmlich die energie und den schweiss aus dem körper.denn obwohl es erst 10.00 uhr war hatte die wärme unangenehme maase angenommen.aber was solls, deshalb waren wir ja dort! Nach einer schier endlos erscheinenden zeit war der gipfel endlich erreicht und mir bot sich ein blick in die endlose und unerbitliche weite der namib.


das kleine auf der düne im vordergrund ist ein mensch.

Nachdem ich den ersten anblick dieses gewaltigen eindruckes verdaut und wieder luft bekommen hatte,gönnte ich mir zur ersten nennenswerten dünen besteigung eine von meinen mitgebrachten und immer nöch kühlen cola light ( logisch,was sonst? ). Die sonst so grelle wüste wurde durch die noch recht flach stehende sonne in ein meer von farben,von schatten und hellen flächen verwandelt.diesen anblick bekommt nur der zu sehen welcher sich in aller frühe auf den weg der morgentlichen schatten begiebt,alle anderen erkennen stat vielfalt und schönheit nur die unerbitliche wüste voller sand und sengender sonne. Als ich den rest meiner dose ( nur ein paar tropfen ) in den abhang schüttete bot sich mir ein schauspiel das einem die feinheit des sandes vor augen führte.ein einzelner tropfen der flüssigkeit igelte sich in den feinen staub ein und began so seinen weg berg ab.als dieser winzige ball ein paar meter in richtung tal gerolt war, traf er auf einen winzigen stein und zerteilte sich nun wieder in viele kleine wasser/sand bälle die ihren weg vort setzten bis sie sich meines blickes entzogen hatten. Faszinierend ! Als wir einen recht erholsamen gang auf dem dünenkamm machten, trafen wir auf eine wildhüterin, die mit ihrer gruppe eine tour in die wüste machte.aus einem nun nicht mehr nachfolziebaren grund kamen wir ins gespräch und sie fragte uns, ob wir mit dem hobel unterwegs waren.als ich diese bejahte fingen ihre augen an zu funkeln und ich musste ihr die geschichte unseres ereignisreichen tripps erzählen.die wildhüterin würde,hätte sie das nötige kleingeld,auch motorrad fahren.den schein dafür hatte sie.als bernd gefragt wurde ob sie mal eine kleine runde mit bernds big drehen dürfe, stellte er sich dumm und kratzte die kurve.ich versuchte ihre enttäschung dadurch zu lindern das ich ihr erklärte, das bernd nicht mal mich fahren lassen wollte.in der weiteren unterhaltung stelten wir fest, das wir im gleichen hotel nächtigten.wir verabschiedeten uns und wünschten uns einen nice trip.und wieder hatte ich eine interessante person kennen gelernt, die ich so schnell verabschidet wie sie kennen gelernt hatte. Da bernd schon seit einiger zeit nicht mehr in meiner sichtweite war, begann ich den abstieg von der düne, um im tal nach ihm zu sehen.nach ein paar schritten berg ab traf ich auf einen maikäfer ähnliches insekt das,als ich mich ihm näherte flüchtete.mein fersuch dem käfer,der zutal lief,ein zu holen scheitete trotz meiner erheblich längeren beine kläglich.nachdem ich das rennen abbrach schaute ich mich um und hoffte das mich niemand beim zick-zack laufen beobachtet hatte und setzte meinen weg in aller ruhe fort.wieder auf der ebene traf ich auch schon auf bernd der sich im schatten ausruhte und dabei über meinenmerkwürdigen gang von eben wunderte.alle versuche mein verhalten zu erklähren wurden als ausreden abgetan. Na bitte,wie der herr meinen! Nun machten wir uns auf den 5km langen und der hitze wegen nich sehr angenemen rückweg.nach ein paar hundert metern hörte ich einen pick up dem ich auch gleich,aber ohne hofnung auf erfolg,mit meinem daumen ein zeichen gab.und...,oh wunder.der wagen wurde gehalten und uns ein platz auf der ladefläche angeboten.noch fassungslos vor glück kletterten wir hinnauf und freuten uns wie die könige, als wir an einigen touris,die auch zu fuss unterwegs waren,und eine orix antilope vorbei chauffeurtf wurden.und so kamen wir ohne eine bemerkenswerte anstrengung zu meinem golf,der schon mit kühlen getränken auf uns wartete.der rückweg fürte uns an einer ebenfals riesigen düne vorbei an der ich anhielt, um mit bernd noch einige fotos zu schiessen.


auf dem rückweg.

Danach ging es endgültig los in richtung der namibischen heimat ( ja windhoek ).eigentlich wollten wir nur etwa 200km bis zu einer gästefarm fahren.weil aber ausnamsweise ales besser als erwartet lief fuhren wir nach rehoboth was etwa 50 km vor unserem endziel lag.wir fuhren nicht bis windhoek damit mona und norbert nicht wieder sagen konnten, das wir nie so lange weg bleiben würden wie wir es geplant hatten.da wir unsere unterkunft nicht finden konnten jagten wir planlos durch den ort.als vor uns eine kleine siedlung auftauchte,welche eingezäunt war,blieben wir vorm tor stehen und beratschlagten, ob wir da reinfahren oder es besser lassen sollten.denn in unseren augen sah das ganze ziemlich stark nach slams aus,aber so genau konten bernd und ich das nicht einordnen.just in diesemn moment der ratlosigkeit hielt neben uns ein krankenwagen an,dessen fahrer uns wild gestekulierend vom durchfahren des tores ab halten wolte und es auch schaffte.was das nun war wo wir fast hinnein gefahren währen konnte keiner von uns in erfahrung bringen. Gott sei dank fanden wir noch jemanden der uns den richtigen weg erklären konnte und so geschah es das unser ziel bald in sicht war.wir sollten bis morgen in einem bugalow wohnen der zwischen unzähligen andern und einem therm-bad auf einem riesigen gelände lag.anhand der fielen grünflächen und den unmengen grosser saftig grüner bäume schlossen wir auf ein sehr gut gepflegtes und vor allem bewässertes anwesen.nachdem wir unser domitiel bezogen hatten ging es noch mal zu empfang um zu fragen wie lange denn das bad geöffnet hatte.eine bildhübsche,dunkelbraune ( nicht schwarze ) junge frau beantwortete unsere frage mit 18.00 uhr.uns wurde aber angeboten das,fals wir interesse hatten,das bad extra für uns eine stunde länger offen gelassen würde.schliesslich war es schon 17.30 uhr.dankend nahmen wir das angebot an.also wurde unser essen schnelstmöglich eingenommen um noch in aler ruhr baden zu können. Das bad war den umständen entsprechend gut in schuss und auch recht sauber,und so konnte ich das plantschen im wasser geniessen.so dachte ich anfangs jedenfals.denn zum leid meiner musste ich feststellen das das wasser für meine person einfach zu warm war.denn mit der zeit schlug mir die hitze des wassers auf den kreislauf und so beschloss ich das wasser erst mal zu verlassen um später einen neuen versuch zu wagen. Ach ja,auser uns war niemand mehr im bad,war mal was anderes. An diesem abend gingen wir früh zu bett den am nächsten tag solten die motorräder abgegeben weden.

Mittwoch 10.10.95
nach einem kurzen frühstück begaben wir uns auf den weg in richtung windhoek der kein grosses hindernis für uns sein sollte. Dort angekommen begrüssten uns norbert und mona voller freude,denn immerhin hatten wir es geschafft nicht früher als geplant dort wieder auf zuschlagen.natürlich freuten bernd und ich uns auch, den endlich hatten wir unser vertrautes zimmer wieder, in dem wir uns auskannten und das uns schon eine zweite heimat geworden war.am nachmittag wollten wir die hobel zum airport bringen und so riefen wir dort an, um alles klar zu machen.zu unserer verwunderung gab man uns die auskunft,dass die moppeds erst einen tag vor abreise,also morgen,abgegeben werden mussten.so konnte ich mir den ganzen tag zeit lassen einen lift für meine big zu suchen.mona bot mir an,dieses durch einen bekannten erledigen zu lassen, der auch schon sein einverständnis gegeben hatte.da wir aber am nachmittag noch in die stadt wollten, um präsente für die lieben zu hause zu kaufen,zog ich es vor erst einmal zu kühne und nagel zu fahren. Dort am nachmittag angekommen, trafen wir sehr freundliche und kompetente mitarbeiter mit denen ich für den nächsten tag alles fest machte. Denn,ich dachte auf eine deutsche firma,ob im ausland oder nicht ,sei verlass ! ? Also konnten wir endlich,mit einer inneren ruhe,die entsorgung unseres geldes in angriff nehmen.bei einem schmuck und atiquitätenhändler trafen wir auf die besitzerin, die auch gleichzeitig die kasse machte.beim bezahlen sagte sie uns, das sie mit jungen leuten immer mitleid habe und ihnen einen sonderrabatt ablies.als ich ihr aber sagte " wenn sie unseren leidensweg kennen würden,würden sie noch mehr mitleid haben". Und so erzählte ich ihr unser abenteuer und ohne meine absicht erliess diese überaus nette frau uns etwa 25% unserer rechnung. Den rest des tages verbrachten wir zwei mit bummeln,essen und geld unters volk bringen.denn wir wollten ja auf unsere weise entwicklungshilfe leisten

donnerstag 11.10.95
nach dem morgentlichen frühstück,das ich wie schon so oft ausgelassen hatte riefen wir bei k+n an, um uns nach dem transport meiner maschine zu erkundigen.denn am letzten tag in diesem land,in dem doch schon so einiges schief gegangen war,wollte ich kein riesiko mehr eingehen.aber mir wurde bestätigt, das alles wie am vortag besprochen, laufen sollte.was hiess, das der transporter um ca.16:00 uhr meinen hobel abholen sollte.ich hatte so meine bedenken weil das cargo personal nur bis 17.00 uhr unsere kisten annehmen wollte. Und so begaben wir uns,nachdem packen unserer nicht mehr benötigten sachen,ein letztes mal in die hauptstadt namibias, um uns geistig zu verabschieden.
16.00 uhr:
wir waren aus der stadt zurück,hatten alles fertig und warteten auf den transpporter.
16.15 uhr:
der 22. Blick auf die uhr,denn bis zum airport waren es noch 48 km.also etwa 45 min.zu fahren.
16.25 uhr:
blick auf die uhr.jetzt wird es aber zeit.ich machte einen nervösen anruf bei k+n,wo mir gesagt wurde der wagen müsste jeden moment eintreffen.
16.30 uhr:
wir standen auf der strasse und sahen einen buss von k+n an uns vorbei fahren.
16.35 uhr:
der zigste blick auf die uhr.ziemlich genervt habe ich bei dem unternehmen angerufen und meinem unmut luft gemacht.dabei wurde mir versichert, das der lift unterwegs sei,und das von uns gesichtete fahzeug nicht für mich bestimmt war.auserdem wollte das personal am cargo bis 18.00 uhr auf uns warten. 16.45 uhr:
blick auf die uhr ( was auch sonst ).
16.55 uhr:
wieder blick auf die uhr,jetzt darf er aber kommen sonst wirds wieder knapp.
17.00uhr:
ich mag es kaum erwähnen.blick auf die uhr,danach auf die strasse,nichts.
17.07 uhr:
blick auf die uhr und danach auf die strasse.ich glaubte meinen augen kaum zu trauen.da rollte ein vw buss von k+n auf den hof.
In den letzten 67 min. Bin ich um jahre meines lebens gealtert.auserdem fiel mir der stein,der vom herzen,fast auf den fuss.und das hätte übel ausgehen können,den der war riesig. Zusammen wuchteten wir meine big in den laderaum wobei der schwarze fahrer meinte, meine kiste müsse nicht abgespannt werden,ich könne sie ja auch fest halten.denn der schwarze fahrer sollte seinen job angeblich verstehen.gesagt getan.also stieg ich ein, um meine big an ihrer stelle zu halten.wir fuhren an,und ich und mein hobel standen noch.nach zwei metern musste der fahrer anhalten und bremste dabei so abruppt das ich eine wenig elegante rolle über die big macht, um dann mit ihr zusammen umzufallen. Im nachhinnein kann ich nur sagen, ich hatte eigentlich nichts anderes erwartet. Nach einer schrecksekunde rappelte ich mich wieder hoch und fing erstmal an,nur um agressionen abzubauen versteht sich,den dusseligen fahrer lauthals meiner meinung über seinen person,seine hautfarbe und seinen vermeintlichen iq kund zu tuhen.und mit einem mal fing der gute man an seinene arbeit ein wenig ernster zu nehmen und gab sich echte mühe beim anbinden meiner big.die seile lösten sich zwar und ich musste trotzdem ackern um meinen hobel vor einem abermaligen sturz zu bewahren aber wir haben es ja überstanden.nach einer endlos erscheinenden fahrt war ich endlich erleichtert als ich den airport erblickte.die cargo arbeiter waren sogar noch da und halfen uns beim ausladen.einer der verantwortlichen wollte wissen ,wieviel benzin noch im tank war.als wir ihm sagten das sie noch halb voll waren meinte er,der sprit muss runter.erst als wir uns standhaft weigerten benzin und oel von den böcken zu lassen gab der gute man ruhe.warscheinlich sollte der sprit nur von den big´s weil er den treibstoff für sein auto gebrauchen wollte.aber nicht mit uns und nicht nach dem was wir hier schon erlebt hatten.so richtig bunt wurde es aber erst als es ums ausfüllen der frachtpapiere ging.denn das ausfüllen war nur mit ordnern möglich in denen die notwendigen zahlencods standen.da wir die aber nicht hatten und auch nie bekommen hätten standen wir da wie die deppen.als uns gesagt wurde, wir sollten morgen vor dem abflug kommen und den papierkrieg erledigen platzte uns der kragen.bernd antwortete nur,das können wir heute nicht und morgen erst recht nicht.mal ganz davon abgesehen, das uns da keiner verstand.wir wurden behandelt wie deppen,denn mann gab sich alle mühe uns miss zu verstehen.mit der zeit wurde uns das zu dumm.was die konnten,konnten wir schon lange.also taten wir doof und verstanden aufeinmal kein wort englisch mehr und zogen es vor die kurve zu kratzen.als wir gingen sagte einer der beamten dort,gute nacht.er wolte wohl auf wiedersehen sagen.erst als wir ihn recht verdudst ansahen,weil wir schon meinten, der wolle uns verarschen,bemerkte er seinen fehler und sagte etwas anderes.was wir aber nicht mehr verstanden, weil wir die tür schon von aussen zugemacht hatten. Ach ja,ich sollte wohl noch erwähnen, das ich nur einen teil von dem mit k+n ausgemachten transportpreis bezahlt hatte. Der buss der uns hergebracht hatte nahm uns auch mit zurück,so waren wir etwa um 18.00 uhr wieder bei mona und norbert.norbert der über all das schon recht erbost war fuhr stehenden fusses mit uns zu k+n um da mal für ordnung zu sorgen.nobbi hatte wohl schon öfter ärger mit der firma und nutzte diese gelegenheit, um sich davon zu erleichtern.wir kasperten nicht lange mit den angestelten rum und gingen gleich zum boss der filiale.nachdem bernd und ich ihm die gegebenheiten dargelegt hatten und auch unseren ärger über diesen unzuverlässigen verein abliessen war der herr durchaus einsichtig und versprach uns das am nächsten morgen alles von seiner firma erledigt werden sollte.auserdem wollte er dafür sorgen, das uns ein fahrzeug der firma zum airport bringen würde.ein wenig waren wir beruigt aber so richtig verlassen konten wir uns darauf nicht.folglicher weise hatten wir beide eine nicht sehr ruige nacht.

Freitag 12.10.95
die letzten sachen wurden gepackt,das letzte mal die master card gezückt und ein letzets frühstück eingenommen.danach folgte der abschied und wir wurden endlich abgeheolt und zum flughafen gefahren.das mit dem cargo lief auch recht glatt und so schaften wir es rechtzeitig zum abflug in den flieger. Die böcke waren im flieger,das hatten wir mit eigenen augen gesehen,wir sassen und der jumbo lösste sich von der trägheit des landes.endlich machte sich in mir eine art von erleichterung breit,denn nur noch 18 stunden trennten uns von der doch so sicheren und versicherten welt.unser flug sollte eine halbe weltreise werden.der weg führte die boing von windhoek,nach johannesburg ( südafrika ),über simbabwe ( dort landeten wir aber nicht ),von dort aus nach mombasa ( kenia ),danach nach münchen ( ja,deutschland ) und zu guter letzt nach düsseldorf,wo wir dem flieger entfliehen würden.aber das sollte noch in weiter ferne liegen.die filme,das essen und die cola light waren einfach super.als wir den langen weg von simbabwe nach kenia vor uns hatten spielte ich mit dem gedanken, mal zum käpten in das cokpit zu gehen.diesen gedanken verwarf ich aber wieder,da es mir einfach zu albern erschien in meinem alter die flugbegleiterinnen mit solch einem anliegen zu nerven.mal ganz abgesehen davon,war mir das auch einfach zu peinlich.kurz bevor der film " während du schläfst " begann,trat eine dieser netten begleiterinnen an mich herran, um mich zu fragen ob ich einer der vermeindlichen motorradfahrer sei.meine kunta bunte driver kleidung muss wohl ins auge gefallen sein.da ich diese frage bejahen konnte,wurde ich gefragt ob ich dem hobel fahrenden flugkapitän ein paar tips geben würde.da ich auch diese frage positiv beantwortete kam ich doch noch zu meiner kockpitt besichtigung.ich habe etwa eine stunde auf dem funkersitz,mit dem piloten plaudernt verbracht.bernd hatte von all dem nichts mitbekommen,da ich mir des platzes wegen eine andere sitzreihe ausgesucht hatte.der rest des fluges war nervebzermürbend öde.mal ganz abgesehen von dem sonnenunter und aufgang,der wegen der flughöhe von 15000 metern ( ne ganze ecke über den wolken ) an farbenfielfalt und klarheit wohl kaum zu überbieten war,und dem zwischenfal auf dem münchener flughafen was etwa wie folgt ablief:
ich fragte ob unsere motorräder planmässig nach düsseldorf kommen würden
schalterbeamte:
welche drei motorräder ? Da is nur eins dabei.
Ich:
wie nur eins? Da sind drei drin ! ! !
Schalter man:
nein,laut papiere nur eins !
Ich:
( schwer genervt ) mann,ich hab die böcke gesehen wie sie eigeladen wurden.
Schlter man:
ich frach mal nach. Während sie warten können sie sich setzen.
Ich:
( schon etwas lauter ) nein danke,im stehen regt es sich leichter auf.
Bernd:
wenn du dich hier aufregst, wird das auch nich besser.
Ich:
davon wird das nich besser,aber mir geht´s besser dabei !
3.anwesender motorradfahrer:
( gelächter ) da haste föllig recht.
Der mann am schalter war sichtlich irritiertund fand das überhaupt nicht lustig.

Nach einiger zeit stellte sich herraus das nun doch drei maschinen in der boing waren.aber leider auch das alle drei bis zum nächsten tag in münchen bleiben sollten. Na toll,und aus düsseldorf sollte uns ralf,ein kumpel von bernd,mit einem anhänger abholen.im urlaub hatte ich schon genug stress,das sollte eigentlich reichen.nun gut es war 04.00 uhr am morgen ( oder in der nacht,je nach dem ), um ralf abzusagen war es nun zu spät.und so freuten wir uns schon darauf unserem motorradtransporter zu sagen, er sei vergebens gekommen. Die letzten zwei stunden flug rissen wir auf einer arschbacke ab.als wir endlich in düseldorf auf dem flughafen waren und das gepäck,jedenfalls fast alles,in empfang genommen hatten, fehlte bernd ein gepäckstück, das er erat ein paar minuten später bekahm.die darauf zu wartende zeit nervte ein bischen,aber dafür war die erleichterrung gross. Da wir nicht vor hatten die big´s am nächsten tag zu holen,machten wir mit dem cargo boss aus, das die hobel eine woche unendgeldlich in einer lagerhalle auf uns warten sollten. Danach machten wir alle,ralf, bernd,meine freundin und ich uns auf den heimweg.und das wegen des anhängers mit 80 km/h. Und so kam es das der weg von windhoek bis nach hause 25 stunden dauerte.

Endlich zu hause !

Ende

__________________________________________________________________________________ nachwort:
hätte ales so geklappt ,wie es eigentlich geplant gewesen war,so hätten wir zwar ales gesehen,aber nach namibia hätten wir nicht noch einmal gebraucht.aber so,haben wir zwar nicht alles was wir sehen wollten zu sehen bekommen,aber dafür viel mehr von land und leuten mitbekommen.und so wird mich/uns der weg auf jeden fall noch einmal dorthin führen.und sei es auch nur um die leute,die wir das glück hatten kennen zu lernen,wieder zu besuchen. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich das bereuhe jemals einen fuss nach namibia gesetzt zu haben.so kann ich nur sagen,nein,weder einen tag noch eine minute noch einen sekunde. Denn von dem urlaub können wir beide noch lange erzählen. Ich frage mich beim schreiben dieser worte schon voller wehmut wann ich das nächste mal dort hin kann ? Denn das wüstenfieber lässt einen nicht mehr loss. Ich werde immer nach den kosten dieser extrem tour gefragt ? Rechne ich die kosten und aufwendungen an meinem hobel nicht mit,denn ich bin optimist,komme ich auf etwa 14000dm. Beileibe kein pappenstiel,aber mann und frau muss eben prioritäten im leben setzen ! Bernd hatte es ja noch schlimmer erwischt.er musste ja auch noch das unfallauto meine kaputten teile und den rahmen den ich ihm nachher noch verkauft habe bezahlen. Unser fazit der reise lautete : erfahrung ist durch nichts zu ersetzen.