DIE REISE INS UNGEWISSE
Nach einem jahr intensivster vorbereitung war es nun endlich soweit.
Afrika, das mekka aller endurofahrer war für uns endlich in greifbarer nähe.wir
hatten uns und unsere maschinen auf, wie wir meinten, alles vorbereitet. Nun
konnte es beginnen das abenteuer namibia mit den eigenen böcken.
Montag 04.09.95
es regnete in strömen, da es morgen nach düsseldorf zum airport losgehen
sollte,hoffte ich auf besseres wetter!
Dienstag 05.09.95
nun war zum glück bestes wetter und die fahrt auf der autobahn konnte genossen
werden. Als wir ca.50 km vor düsseldorf waren trat das erste kolektieve Malheur
auf. Aus nicht geklärten gründen fiel der benzinfilter von bernd seiner big
auseinander.glücklicher weise schafften wir es noch bis zu einer baustelle und
so konnten wir den dort arbeitenden leuten eine wilkommene abwechslung bieten.
Als die panne behoben war und ich auf meiner 6 monate alten big platz nahm, sah
ich einen rostig aussehenden wasserfleck unter der schwinge, der mich doch sehr
nachdenklich stimmte. Woher mochte das wohl stammen? Welche ursache hatte das
wohl? Und sollte das etwa so weitergehen? Ein paar tage zuvor hatte ich einen
bericht in der bma ( bremer motorrad anzeiger ) gelesen, in dem es um eine doch
sehr verunglückte urlaubstour ging. Da es nun doch weitergehen sollte (und
musste) wurde dieser gedanke schnell verdrängt.
Mittwoch 06.09.95
das aufgeben der beiden motorräder am flughafen erwies sich, obwohl wir eine
zeit lang planlos von a nach b geschickt wurden, doch einfacher als zuvor
angenommen . Was mich sehr beunruigte, war der gedanke an einen schrieb den wir
vor unserer abreise von ltu bekamen, indem es hies, die maschinen sollten absolut
sauber sein ! Was heist aber nun absolut ? Immerhin hatte ich mein mopped wegen
des wetters und der daraus resultierenden unnützen arbeit 14 tage nicht mehr
gewaschen. Als ich dieses bei einem vermeintlich verantwortlichen erfragte
schaute dieser mich sehr verdutzt an und antwortete mit "sauber, wieso das
? Das ist doch föllig egal ! " dieser mann sollte sogar recht behalten.
Während des suchens nach der richtigen lagerhalle lernten wir noch ein nettes
mädel kennen, welches bei bestem willen nicht glauben wollte das motorräder mit
einem flugzeug transportiert werden können. Meine tante marlies und ihr mann
diddi holten uns dann ab und kündigten auch gleich eine abendliche zechtour
durch die kneipen an. Als diese losgehen sollte stand ich reichlich dumm da,
weil ich meine 08/15 klamotten gut verstaut hatte, nämlich zu hause.
Glüklicherweise hatte diddi die gleiche statur wie ich und so konnte ich mich
aus seinem kleiderschrank bedienen,was ich noch sehr zu schätzen lernte. An
diesem und dem nächsten tag lernten wir düsseldorf kennen und schätzen.
Donnerstag 07.09.95
an diesem tag jagte marlies uns über die königsalee ( köö ), mein persönlicher
high point des tages war der anblik eines lamburgini countage ( dieses ist der
schnellste serienwagen dieses planeten ). Als es dann am abend los ging und der
abschied endlich erledigt war, machten wir uns im flughafen zum beginn der
reise fertig.zur belustigung der allgemeinheit konnten wir beim
sicherheitsschek beitragen, als es um das durchleuchten der koffer und der
kleidung ging.als die zöllner unsere crosstiefel in augenschein nahmen, konnte
ich in deren gesicht ganz deutlich ein ausgeprägtes fragezeichen erkennen. Um
lange fragen zu umgehen zog ich ruck zuck diese aus und legte sie zur
allgemeinen verblüffung auf das gepäckband.man mag es mir kaum glauben, aber
sie haben nichts gefunden.also stand dem freien eintrit zum warteraum nichts
mehr im weg. Nach einiger wartezeit konnten wir endlich den flieger betreten
und unsere plätze aufsuchen.da von uns beiden noch keiner jemals geflogen war,
( auser aus einer firma vieleicht ) kannte unsere spannung kaum grenzen.
Endlich began der start, gerade als es anfing spass zu machen, war er auch
schon zu ende.mit dem start stellte sich auch der spass ein.es ist einfach unglaublich
wie öde es doch sein kann zu fliegen.dagegen ist eine busfahrt noch
spannungsgeladen.aber die erfahrung muss wohl erst jeder selbst machen.das
einzig gute auf dem ganzen flug war, dass wir anke, eine fölkerkundlerin
kennenlernten.dank ihrer, hatten wir nun auch mehre anlaufadressen in
namibia.da es ein dummes gefühl ist, ohne diese in ein fremdes land zu reisen,
war die erleichterung recht gross.
Freitag 08.09.95
als das flugzeug ca 40 km auserhalb windhoeks landete und ich endlich den
flieger verlassen konnte, stellten bernd und ich voller freude fest, daß unsere
erwartungen nicht entäuscht wurden.es war wolkenlos, warm ( ca 28 bis 30 grad c
).auch die landschaft mit dem sandigen boden welcher mit ausgetrockneten
büschen und bäumen karg bewachsen war, liess unsere herzen höher schlagen.meine
gedanken schweiften ganz eupohrisch in die doch so nahe ferne.noch nichts
ahnend dessen was uns noch erwarten sollte, und uns sollte noch so einiges
erwarten. Erst als wir in richtung der unterkunft unterwegs waren, die anke uns
empfohlen hatte,stellte ich fest, daß mein digitaler tacho samt magnet und
impulsnehmer geklaut wurde. Na das geht ja gut weiter!!! Wir schafften es sogar
windhoek zu finden, selbst die uns beschriebene unterkunft zu finden stellte
kein grosses hindernis da. Bei dieser eingetrofen, was bislang auch zu gut
verlief, teilte die besitzerin uns mit, dass leider kein zimmer mehr frei sei.
Allerdings bemühte sie sich per telefon ein anderes zu organisieren. Entgegen
aller befühchtungen wurde für uns ein zimmer für die nächsten tage angeboten,
was wir voller freude annahmen.und so machten wir uns auf den
weg.unglüklicherweise trafen wir auf einen äuserst freundlichen mann, der uns
den weg zu einer autovermietung erklärte, die wir gar nicht wissen wolten.nichts
desto trotz fuhr der gute mann mit seiner erklährung fort und brachte unsere
kurzfristige orientirung föllig zum versagen! Somit nahm das schiksal bei der
suche nach der nächsten unterkunft seinen erbarmungslosen lauf und brach in
form eines pkw's auf bernd ein. Denn mit ca 50km/h ( aufprallgeschwindigkeit )
wurde er von einem kleinwagen, während er durch den gegenverkehr nach rechts
abbiegen wollte, erfasst und noch ca 7meter auf der motorhaube mitgenommen, bis
bernd über das dach und die big in fahrtrichtung des autos, einen mehr oder
minder eleganten abflug machten. Innerhalb kürzester zeit waren wir umringt von
afros, die uns bestaunten und schon mal taxierten was des stehlens wert war und
was nicht. Gleichzeitig trafen auch einige onkies ( weisse ) ein, die uns
sofort ihre hilfe anboten, selbst vorbeifahrende hielten an, um uns ihre hilfe
anzubieten.ein anwohner der strasse bot uns seine garage zur reperatur des
moppeds an, was wir natürlich sofort voller freude annahmen. Als die polizei, ein
mischling, ( zum glück ) eintraf, wurden vorerst einmal die daten der personen
aufgenommen.die unfall aufnahme sollte am nächsten tag auf der wache erledigt
werden.danach wurde der hobel zum rep. Platz transportiert. Als dieses beendet
war, bezogen wir ein zimmer in einem car port hotel, welches unsere schlimmsten
befürchtungen übertraf.das zimmer war schlecht, der manager des etablissements
sah untertrieben gesagt, nicht vertrauenswürdig aus, bei den mitbewohnern der
anderen zimmer war es ratsam, die koffer trotz abgeschlossenen raumes
zusammenzuketten.am schlimmsten aber war das gemeinschaftsklo, 50 personen und
ein wc, das konnte einfach nicht gut gehen.beim anblick des toilettenbeckens,
welches bis zum rand mit einer braunen übelrichenden flüsigkeit gefüllt war,
entschlossen wir uns, einen grossen bogen um dieses sitzmöbel zu machen. Auch
die ähnlich aussehende dusche sollte von uns nicht weiter strapaziert werden.
Und das alles für lächerliche 80 rand. Das faziet dieses tages war, es könnte
nicht schlimmer kommen, oder?
Sonnabend 09.09.95
am nächsten tag flüchteten wir in das bed and braekfest hotel, das eigentlich
am vortag schon bezogen werden sollte. Überraschender weise fanden wir den weg
fast auf anhieb.zu unserem entsetzen stellten bernd und ich fest, das wir,
währen wir nicht umgekehrt, bald dort angekommen währen. Aber es ging berg auf,
denn manfred und seine frau ( mona ) nahmen uns auf und verpflegten uns erst
mal, immerhin hatten wir fast drei tage nichts mehr zu essen bekommen. Bei
späterer begutachtung des motorrades standen ein vorderrad mit bremsscheibe und
zwei standrohre auf der liste der dinge, die wir von zu hause bestelen
mussten.denn unsere versuche die standrohre in einer bmw werkstat zu rep.
Schlugen fehl.obwohl der besitzer meyk de kock, mehrere stunden versucht hatte
die rohre zu richten.was uns wieder wunderte war, das meyk für die ganze aktion
kein geld verlangte.wir bedankten uns bei ihm mit einem koffer voller
bier.auserdem durfte er unsere big's bewundern.worum er auch ausdrücklich
gebeten hatte, weil in ganz afrika keine anderen dr's unterwegs waren ( dieses
ergab eine anfrage bei suzuki südafrika betreffs der benötigten ersatsteile
).was bislang noch keiner von uns beiden fassen konnte war, dass bernd den
unfall ohne sich etwas zu brechen oder zu verstauchen überstand. Es sollte
evtl. Erwähnt werden dass der pkw ein ganzes stück kürzer wurde (ca 35 cm). Na,
nochmal glück gehabt. Da wir eine woche auf die teile, welche mit der luftpost
kommen sollten, mit warten verbrachten, nutzten wir die zeit um die nächste
gegend und die hauptstadt zu erkunden.darüber aber später mehr. Als nächstes
ging es unter die dusche, die ich ungemein genoss.später besuchten wir eine
pizzaria.welche einer hiesigen in nichts nachstand, auser im preis evtl. Denn
eine mittlere mafiatorte ( reichlich belegt nach eigener wahl ) plus getränk
kosteten unter 10 dm.von dem opulenten mahl zurückgekehrt luden uns mona und
ihr mann zum pick-pick ( mini golf ) ein, was wir, um nicht aufdringlich zu
erscheinen ablehnten. Als die sonne unterging wunderten wir uns über die länge
des tages.denn selbst als die sonne schon am horizont nagte, es zu hause also
schon langsam dunkler werden würde, war es hier noch taghell.demzufolge ist man
beim ersten sonnenuntergang über die in wenigen minuten eintretende dunkelheit
überrascht. Als dann wenig später der mond auf dem kopf stehend zu sehen war,
stellte ich fest, das dieser so hell war, dass ihn dierekt zu betrachten nur
mit zugekniffenen augen möglich war.die erste, in ruhe zu geniessende nacht im
" gelobten " land war wegen der unbekanten stimmen und der
überraschend hellen sterne, die uns förmlich zwangen sie zu entdecken,
unangenehm kurz.denn der nächste tag wollte nicht auf sich warten lassen.
Sonntag 10.09.95
der morgen wurde, um kräfte für den tag zu sammeln, mit einem ausgibigen
frühstück begonnen. Danach blickte ich interesse halber auf die hauseigene
wetterstation.die temperatur lag an diesem tag bei 28 grad celsius und die
luftfeuchtigkeit betrug um die 18%.der geringe wasseranteil der luft machte
einem schmuddelweter gewöhnten mitteleuropäer stark zu schaffen.denn die lippen
und die schleimhäute der nase trocknetten sehr stark aus.für ersteres ist ein
labello unabdinbar, für die nase ist, um nasenbluten vorzubeugen, vaseline zu
empfehlen.desweiteren sollte man ( und frau ) des öfteren einen kleinen schluck
wasser trinken um keinen trockenem mund zu bekommen, was auf dauer sehr störend
war.aber innerhalb der nächsten 14 tagen sollten wir uns daran gewöhnen.nun
aber zurück zum sonntag! Norbert bot uns, obwohl seine frau eine autovermietung
hatte, seinen privaten golf an, damit wir die gegend und den daan viljoen park
besuchen konnten.dieses angebot konnten wir nicht ablehnen und so begann die
wilde fahrt.denn einen ausgelutschten golf 1, der auch noch schlecht
eingestellt war in 1900 mter höhe mit steilen steigungen zu fahren, sollte sich
als gar nicht so einfach erweisen.

heisse heizerei.
Das anfahren gestaltete sich wie folgt.
Im leerlauf erst mal das gas fast ganz durchtreten, dann den gang einlegen, die
kuplung leicht kommen lassen ,dann vollgas geben und das pedal ganz los
lassen.danach den 2.gang, dann den 3.gang, und schon hatte ich mich
verschaltet, denn dieses auto will mit viel gefühl und noch mehr gas gefahren
werden.der motor hört sich dabei grausig an, aber das durfte einen nicht
stören.und so konnte die tour beginnen.musste ich dieses ritual an kreuzungen
oder vor steigungen zelibrieren, konnte es abenteuerlich werden.denn rechts
sitzen und links schalten ist nicht ohne.der einzige vorteil war, dass ich
immer daran errinnert wure, auf der linken strassenseite zu bleiben.zum glück
war der weg zur schonung unsrer nerven und unserer verwunderung einfach zu
finden.ach ja, ein motorrad hiess hier brummfize, aber weiter im text. Obwohl
der park für dortige verhältnisse recht grün war, sah er in unseren augen
reichlich trocken aus.dies wurde uns durch den vertrocknetten kadaver eines
kudus, welches als nahrung für unmengen von kleintieren diente, vor augen
geführt.die vortsetzung des marsches lies uns einen ersten einblick von der
trockenheit des landes bekommen.selbst als wir mit dem auto weiter fuhren,
bekamen wir weder wasser noch tiere zu sehen.letztere standen nach unseren
vermutungen im schatten der kargen bäume, um sich die dusseligen touris
anzusehen, die während der mittagshitze durch die ausläufer der kalahari
fuhren, um sich halb tot zu schwitzen und wasser ohne ende zu trinken.aus
diesem grund fuhren wir bald zurück zu nobbi und mona, wo wir des tages ende in
ruhe angehen konnten.
Montag 11.09.95
nach dem früstück begannen wir den tag mit dem besuch eines eisenbahnmuseums
und einer darauf folgenden wanderung quer durch windhoek.im verlauf des tages
mussten bernd und ich zweimal auf die polizei station, um den unfall aufnehmen
zu lassen.dort bekamen wir tiefe einblicke in das dort herschende, marode
system der polizei. Man stelle sich folgende szene vor: polizeiwache, zwei
schwarze polizistinnen, welche jede einen kunden hatten.zur ersten frau kam ein
schwarzer mann, der auf seiner muttersprache ( afrikans ) sein anligen kund tun
wollte.da die amtssprache aber englisch war, blockte poliz. 1 sogleich ab, um
ihrem gegenüber zum englisch sprechen aufzufordern.dieser brach sich bei der
erklährung vörmlich einen ab.nach einer endlos lange scheinenden zeit, nämlich
als er fertig war, zuckte poli.1 mit den schultern und gab zu verstehen das sie
so gut nun mal nicht die sprache verstehen konnte und so zog poli.1 eine zweite
poli. Hinzu. Welche dann von afrikans auf englisch übersetzen sollte.und kaum
zu glauben es klappte sogar. Seitdem sehe ich der sache mit dem
deutsch-gründlichen-amtsschimmel etwas gelassener entgegen.aber nun zurück zur
polizeistation. Nach einigem hin und her schafften wir es mit monas hilfe unser
anliegen zu ende zu bringen, und so hatten wir erst einmal ein paar tage ruhe
vor der erledigung irgendwelcher dinge, die mit dem unfall zu tun hatten.später
erklärte sie uns, daß, 60% der hiesigen poli. Weder lesen noch schreiben
konnten, kaum ein farbiger taxi fahrer einen lappen besitzt und so gut wie
keiner versichert war, bernds unfallgegner übrigens auch nicht.nach dem stress
wollten wir ersteinmal ruhe einkehren lassen.doch norbert bot sich an, uns die
slams der leute zu zeigen, die vom lande in die stadt zogen, um dort arbeit und
wohlstand zu finden.die aber zu einem opfer des systems wurden und weder das
eine noch das andere fanden.um dann in einfachen hütten, die aus welblech,
alten autoteilen, brettern und anderen sachen die man finden oder entwenden
konnte bestanden, um dort ihr dasein zu fristen.für meine augen sahen die
hütten so aus, als wollten diese jeden moment zerbrechen, aber sie hielten um
ihren zweck zu erfüllen.der geruch hier war eine mischung aus staub, gebratenem
fleisch und fäulnis. Obwohl die menschen hier bettelarm waren, so legten sie
doch wert auf ihr äuseres, anstatt in lumpen oder schmutzigen sachen zu leben,
trugen sie saubere und farbenfrohe kleidung, die meine garderobe ohne weiteres in
den schatten stellen würde.und das in dem "gestank" und dreck.selbst
die freundlichkeit mit der sie uns, zwei touris die in einem vw buss durch ihr
wohngebiet fuhren, zuwinkten und grüssten, verblüffte mich ungemein.denn ich an
ihrer stelle würde die deppen aus dem buss ziehen, sie vermöbeln, um sie dann
ihrer habseligkeiten zu erleichtern.als sich plötzlich ein pkw vor uns quer
stellte, rechnete ich mit dem schlimmsten, doch der fahrer wollte lediglich
umdrehen und entschuldigte sich mehrfach durch handzeichen bei uns.noch mal
glück gehabt, dachte ich so bei mir. Die weisen einwohner windhoeks sicherten
ihre häuser gegen die slambewoner durch hohe mauern, stacheldraht, vergitterte
fenster und türen.es gab eine redewendung in namibia, das einzige was seit der
unabängikeit wächst sind die mauern und zäune.was augenscheinlich wohl auch
stimmte.nach diesen eindrücken mussten wir uns erst mal ablenken, dieses taten
bernd und ich indem wir zur unterkunft der big fuhren, um einige optische
reparaturen zu erledigen. Dabei stellten wir fest, dass schon einiges gefixt (
rep. ) war.später erzählte der besitzer der garage, dass er beim anblick des
demolierten motorrades nicht anders konnte, als uns etwas arbeit abzunehmen,
was uns nur freuen konnte.die freundlichkeit der leute hier grenzte schon an
selbstverständlichkeit, denn mann stelle sich vor, mann selber würde einem
fremden seine mit werkzeug und ersatzteilen gefüllten werkstatt, inclusive des
schlüsselbundes für das komplette gebäude zur verfügung stellen und das ohne
einschränkungen.selbst das die suzi eine woche den arbeitsplatz des besitzers
verstellt, störte hier niemanden, was in deutschland unvorstelbar wäre. Ah, ja
ich hatte fast das erlebnis in der stadt vergessen, als ich mir die schuhe
putzen lies. Dort nämlich standen einige hilfreiche zeitungsverkäufer, die dem
putzer anwiesen wo er noch zu putzen hatte.auch schauten sie sehr interessiert,
als es ans bezahlen ging.danach hielten die jungs ihre zeitungen dierekt unter
unsere nasen.ich dachte noch so, ablenken und abzocken, als ich einen der
jungs, der seine finger gerade in mein kleingeldumhängebäutel, der noch über
dem t-shirt hing, stecken wollte, ertappte .auf einen schlag hatten die
spitzbuben den rückzug angetreten und wir hatten wieder dazugelernt.denn
zeitungsverkäufer die nur ein oder zwei zeitungen in der hand hatten, waren
meist taschendiebe und hielten ausschau nach depperten touris. Um den abend
abzurunden genehmigten wir uns erstmal eine pizza und entspannten uns beim
hören der deutschen welle.zu diesem zweck hatte ich einen allweltempfänger
dabei, der hier wegen des dritte welt senders auch schwer nötig war und sich so
bezahlt machte.
Dienstag 12.09.95
um nicht die ganze zeit mit warten verbringen zu müssen, liehen wir uns von
mona, die eine pegaso autovermietung hatte, einen kleinbuss der hinten keine
sitze, sondern eine liegefläche zum schlafen besass.so konnten wir geld für ein
hotel sparen und mussten das zelt nicht aufbauen.eigentlich sollte es nach dem
frühstück gleich zum etoscha national park gehen.da die menschen in afrika
meist alle massig zeit hatten, ging es leider erst um 14.00 uhr los und so
mussten wir, weil man bis spätestens 18.00 uhr innerhalb der camps sein
mussten, mal wieder alle geschwindigkeisbegrenzungen missachten.was eigentlich
keinen juckt.dabei stellte ich einen neuen max. Verbrauch mit dem auto auf, den
dieser verbrauchte, anstatt der üblichen 10, glatte 15 liter benzin auf
100km.ich benötigte für 450 km 3.5 stunden und so hatten wir zeit ohne ende, um
uns einen camping platz zu suchen und uns etwas zu essen zu besorgen.30 minuten
später hätten wir vor dem tor des parkes nächtigen dürfen.da ich eigentlich
kein freund von stress bin, hatte mich die fahrt ganz schön geschafft.vor allem
deshalb, weil bernd erst mal genug demoliert hatte und deshalb nicht fahren
wollte.aber wir hatten es ja geschafft und machten uns erstmal etwas zu essen,
um unsere mägen zu besänftigen.danach schlenderten wir, um uns einen überblick
zu verschaffen, durch das camp.nach einbruch der dunkelheit setzten wir uns an
eine beleuchtete suhle um die tiere, welche zum saufen kamen, zu beobachten.zu
sehen bekamen wir ollifanten, zebras, löwen, vögel und etliche arten von
ungeziefer, das uns traktierte um sich von uns zu ernähren.

zwei elefanten an der suhle ( nach sonnenuntergang,mit 1000 asa film )
später genoss ich den sternenhimmel in dem wesentlich mehr sterne und sogar
milchstrassen zu beobachten waren, als in europa.sogar eine sternschnuppe
konnte ich dank meiner ausdauer erblicken.
Mittwoch 13.09.95
nach einem späten frühstück begaben wir uns mit dem wagen auf die pads, wie die
schotter - und sandpisten genannt wurden, um die welt der tiere mit eigenen
augen zu erkunden.dieses unterfangen stellte sich als gar nicht so einfach
heraus, da die pads zeitweise, vorallem aber an unvermuteten stellen, aus
wellblech ( wellenvörmiger fester sand ) bestanden.auserdem waren die grossen
tiere der etoscha pfanne nicht gewillt sich uns zu zeigen.erst als bernd und
ich den weg zu einem wasserloch einschlugen, das schon lange trocken war und
von dessen besuch uns abgeraten wurde, bekamen wir tiere zu gesicht.nämlich
einen elefanten mit seinen drei kühen, die mit aller gewalt durch graben
versuchten, der suhle doch noch ein wenig wasser ab zu ringen.da ich auf wenige
meter auf die elefantengruppe heran kam, konnten wir ihre mühen auf dass
genaueste beobachten.der wagen musste, der nähe wegen, so geparkt werden, das
falls der bulle sich gestört gefühlt hätte, wir schnellstens den rückzug hätten
antreten können.auf der weiteren tour bekamen wir auch noch gnus, kudus,
orixantilopen, zebras, perlhühner, giraffen, schakale und dik-diks zu sehen. Um
die hitze des tages nicht im auto zu erleben, beschlossen wir, den nachmitag
auf dem c.platz zu verbringen.und so kam es, dass wir von 15.00 uhr bis 18.00
uhr auf im camp auf stühlen sitzend, die leute beobachteten und lästerten.dabei
entdeckte bernd auf einem leeren platz zwei stühle und einen tisch. Die bernd
in der annahme der besitzerlosigkeit, gegen meine warnung, an sich nahm, um es
sich darauf bequem zu machen.gerade als wir anfingen den tisch mit unseren
kochern voll zu ferkeln, kamen die vermeindlichen besitzer, die sich natürlich
über den verbleib ihrer hardware wunderten und so musste bernd mit den
utensielien unterm arm versuchen den englischen besitzern das geschehene zu
erklären.echt peinlich, aber nicht so peinlich wie schwer zu erklären,so schien
es mir jedenfalls.als das dann verdaut war, ging es am abend wieder zur suhle,
wo wir dieses mal ein rino mit seinem jungen beobachten konnten.später am
nachtlager folgte, für ca. Drei stunden, leute beobachten und sich über sie
amüsieren, teil zwei.mann kann mit etwas ruhe die drolligsten dinge und leute
erleben.als wir uns genug ausgelassen hatten, ging es ab in den schlafsack in
dem ich gleich einschlief.bis, auf einmal, mitten in der nacht, ein
beängstigendes schnauben, die tiere der nacht und meinen schlaf jäh
unterbrach.da es dunkel war und ich eh nicht so genau wissen wollte, wie dicht
die tiere am auto vorbei liefen, verkniff ich mir den nächtlichen blick aus dem
fenster, um kurze zeit später wieder weiterb zu schlafen.am nächsten morgen
erfuhren wir, bernd der nichts gehört hatte, und ich, das einige elefanten auf
der wassersuche am zaun des lagers entlang liefen und mich deshalb weckten.ich
hatte also nicht geträumt.
Donnerstag 14.09.95
ich versuchte auszuschlafen so gut es ging, was aber nicht so lief wie ich
meinte, und so gab ich mich geschlagen und stand auf.schliesslich wollten wir
nach dem späten frühstück zurück nach windhoek fahren.der tag wurde so gelassen
angegangen, wie es im urlaub sein sollte, um dann eben so gelassen zurück zu
fahren.ich fuhr die ganze zeit kaum über 100 km/h.da geschah auch schon das
unerwartete, vor dem wir auf dem hinweg gewarnt wurden.wir fuhren auf einer
strasse, die die breite einer deutschen autobahn hatte.rechts und links entlang
der strasse, in ca 6 meter entfernung, standen 2 meter hohe drahtzaüne welche
die tiere der farmer an der flucht hindern sollten.als plötzlich ein kudu mit
einem satz über den rechten zaun bis zum rechten rand, dann zum linken rand der
farbahn, um dann über den linken zaun springend, um im geäst einer farm zu
verschwinden.die grazie mit der das tier diese sprünge vollführte, waren mit
der einer prima ballarina ohne weiteres vergleichbar.es lag wohl daran, daß wir
zu langsam unterwegs waren,da sich dieser vorfall noch zweimal wiederholte.nur gut,
dass der hinweg ohne die einlagen der kudus bewältigt werden konnte.ansonsten
blieb die fahrt ohne nennenswerte zwischenfälle. Als wir bei mona und norbert
ankamen erwartete bernd die erste hiobsbotschaft des tages.diese
beinhaltete,dass die deutsche versicherung sich bis lang noch nicht gemeldet
hatte, auserdem stand der unfallgegner mehrere male bei dem ehepaar auf der
matte um das geld einzutreiben.zudem wurde ihnen erklärt,das über bernd eine
kriminalakte angelegt wurde, was zu bedeuten hatte, wenn wir das land verlassen
wollten,dass bernd, sobald er seinen perso vorlegen müsste, beispielsweise im
flieger, sofort und so lange in einen kerker gewandert wäre,bis seine schulden
bezahlt würden. Als wir später unser essen geniessen wollten,wurden bernd und
ich von dem mischling und seiner halben familie "freudig"
überrascht.die hätten am liebsten von uns das geld direkt auf die hand
bekommen.wir mussten sie aber vertrösten bis bernd nachricht von der
versicherung hatte.was hiess,das wir am nächsten tag selber in deutschland
anrufen wollten,um das ergebnis an unsere unaufdringlichen freunde weiter geben
zu können.nachdem wir mehrmals versichert hatten,das die versicherung ohne
probleme bezahlen würde,hatten wir endlich ruhe und konnten unser essen
geniessen.es gab beef, mit einem benzinkocher bereitet, da wir ja für den
v-fall ( versorgungs fall ) probten.und ausfersehen flammbierten wir das
fleisch.aber es schmeckte, den umständen entsprechend.an diesem abend ging es
früh zu bett,da wir am nächsten tag endlich die teile für bernd seine kiste
abholen wollten.
Freitag 15.09.95
morgens zog bernd los um die e-teile vom flugafen abzuholen.dieses ging
einfacher und schneller als ich vermutet hatte.selbst die bearbeitungsgebür,
ein ganzes rand, hielt sich in grenzen.auserdem war alles vollzählig und ok.
Bis zu dem zeitpunkt an dem es ans einbauen ging.dabei stellten wir fest das
die gabelbrücke nicht unerheblich verzogen war! Schei... ! Etliche versuche
dieses zu ändern schlugen zu unserem entsetzen fehl, was hiess, das wir noch
einmal unsere freunde zu hause belästigen mussten und die telefon rechnung alle
rekorde schlagen würde.so langsam machte sich bei uns eine algemeine
resignation breit, was wohl auch verständlich ist,oder? Das alles wurde auch
nicht besser, als die versicherung zu verstehen gab,das in namibia kein
versicherungsschutz bestand.da waren wir wohl zu hause einer fehlinvormation
unterlegen, es ging uns ja auch schon fast zu gut. Um wenigstens auf der
nächsten fahrt versichert zu sein versuchten mona und norbert, die einen
verwanten hatten ,der zugang zu allen versicherungen hatte, für uns jemanden zu
finden, der uns in seine gesellschaft aufnehmen sollte.bernd und ich rechneten
mit dem schlimmsten, nämlich damit keine zu finden. Und, unsere befürchtung
wurde wie meist nicht enttäuscht.nun war ab zu wägen,ob wir das risiko eingehen
wollten uns evtl. , bei einem weiteren unfall, in ein finanzieles disaster zu
stürzen, die kisten stehen lassen,oder ob wir uns einen leihwagen gönnen
sollten.wir einigten uns darauf eine nacht darüber zu schlafen,denn morgen
sieht alles besser aus, wurde mir als kind immer sugeriert.
Samstg 16.09.95
da bernd seinen kumpel ralf, der uns beim ersten mal die teile schickte, nicht
erreichen konnte musste ich meinen freund axel mit unserem anliegen
blästigen.eigentlich ist der ja meistens beschäftigt, aber für uns, die wir
tief in der bedrullie sassen nam er sich die zeit, um selber mal ein kleines
abenteuer auf dem airport zu erleben.denn wann schickt unsereiner schon mal
teile ins ausland? Die rechnung für die telefonate in die heimat und das
verschicken der teile sollten zusammengerechnet ca 1850 dm ergeben.wobei die
tele.-rechnung mit knapp 1000 dm zu buche schlug.ja, ja das läpperte sich ganz
schön. Den nachmittag des tages benötigten wir um endlich entscheiden zu können
was wir machen wollten.denn gut ding brauchte nun einmal weile.nach einbruch
der dunkelheit fuhr norbert mit uns und drei anderen deutschen auf einen hohen
berg, von dem aus die lichter der hauptstadt zu sehen waren.wir hatten einen
wunderbaren blick auf die nächtlich beleuchteten häuser.alles sah so rein und
sauber aus.der schmutz und die armut der tages währen, wüsste ich es nicht
besser, nicht zu erahnen.erst der nächste morgen sollte dieses wieder in ihre tägliche
freiheit entlassen. Um den anschein einer weltstadt zu erhalten, veknippste ich
den 1000 asa film von dem ich einige gute aufnahmern erhalten sollte.von dem
ausblick zurückgekehrt, beendetten wir alls zusammen mit grillen,trinken und
philosophischen ergüssen des bisher erlebten und des seins an sich.
Sonntag 17.09.95
gestern besahen wir die slams um am sonntag als kontrastprogram an einer
vernisage teilzunehmen.mal ganz abgesehen von der tatsache das ich in
t-shirt,jogging hose und bw-stiefeln dort war,kahm ich mir extrem deplatziert
vor.denn die hier anwesenden bestanden aus der creme de la creme
windhoeks,wobei norbert nur einlas bekam weil er den aussteller persönlich
kannte.bernd machte einen ähnlichen verwirrten eindruck wie ich.und so brach nobbi
bald wieder mit uns auf.ich glaube er sah uns das an.trotzdem muss ich sagen,
es war ein interessantes erlebnis das ich nicht missen wollte. Der rest des
nachmittags wurde langsam und mit etwas muffensausen auf den nächsten tag
beendet.denn dann wollten wir zur botschaft,zum anwalt und abends zum
unfallgegner gehen.weil die versicherung nicht willig war die rechnung des
treffens der beiden heizer zu zahlen,wollten wir alles mögliche und unmögliche
versuchen um der rechnug aus dem wege zu gehen oder sie wenigstens zu
minimieren.
Montag 18.09.95
morgens um 07.00 uhr wurde die nacht von mona,die wir gebeten hatten uns zu
wecken,jäh unterbrochen.der erste weg führte uns zur botschaft, die uns
sehr,nämlich gar nicht helfen konnte.und so suchten wir den anwalt unseres
vertrauens,welches auch zu allem überfluss der teuerste der gegend war,auf.das
aber sollte uns nicht schrecken und so legte bernd, sein ( unser ! ) problem
dar.er erklätre uns, dass wir selbst im allerbesten,aber kaum zu erwartenden
fall bei einem gerichtlichen verfahren zu einer schuldaufteilung von 80% (
bernd ), zu 20% vom gegner erwarten könnten.auserdem könnte es jahre dauern und
unmengen von geld kosten, würde bernd sich in einen rechtsstreit verwickeln
lassen. Mit diesen invormationen konnten wir " frohen mutes " wieder
gehen,aber vorher sollten wir noch bezahlen.als wir den preis erfragen wollten,
wurde auf eine bezahlung wegen der geringen auskunftsdauer verzichtet.es gibt
doch noch zeichen und wunder! Als wir norbert später über unser vorhaben
erzählten,dem karrierten eine schadensteilung von 20%/30% vorzuschlagen,tippte
er sich an die stirn um uns mit den worten: das macht der nie,der stellt auf
stur und das gibt ärger,verstehen zu geben, dass eben dieses eintreten
würde.auch eine frau, die inhaberin einer pommesbude war und einiges an
erfahrung mit den einheimischen hatte,zerschlug all unsere hoffnung.aber
versuch macht kluch dachten wir uns.auserdem legten wir uns einen kleinen plan
für den abend zurecht.als dann am abend der unfallgegner mit dem rest der
familie als verstärkung anrückte, setzten wir unseren bluff in die tat um.mit
der hilfe von norbert,und einem eiskalten poker face von uns drei,gelang es uns
den deal nach unseren konditionen abzuschliessen.wir erzählten im einfach, wir seien
beim anwalt gewesen, der uns riet vor gericht zu gehen um ein besseres ergebnis
zu erzielen.dass wir dieses aber nicht tun wollten,um unsere urlaubszeit nicht
noch weiter zu schmälern, haben wir logischer weise nicht erwähnt.unsere freude
war nahezu grenzenlos,aber nicht so wie die verwunderung unseres dolmetschers
über sein einverständnis. Diese ereignisse mussten gebürend gefeiert
werden,also ab in die pizza um zu föllern. Ein nächtliches regenschauer
optimierte den rest des tages.dabei verstand ich endlich aus welchem grund die
abflüsse der strassen und parkplätze so überdemensioniert waren.fing es an zu
regnen, sollten kleine kinder oder grosse hunde besser ins haus geholt weden,
denn die könnten leicht durch die riesigen rechteckigen löcher im bordstein auf
nimmerwiedersehen verschwinden.
Dienstag 19.09.95
morgens um 08.00 uhr fielen wir aus den betten.schlieslich wollten wir heute
das geld übergeben und aus dem grunde musste eine bank aufgesucht werden. Die
erste teilte uns mit, dass bernd nur 3600 namibianische dollar auf ein mal
abheben konnte.das gelang auch erst, nachdem eine der angestellten von windhoek
aus nach johannesburg,von da aus irgend wo nach europa und von dort aus nach
deutschland telefonierte,was verständlicherweise reichlich lange dauerte.da
dieses nicht ausreichte, ging es ab zur nächsten bank ,nach ca 20 minuten zu
fuss und einem endlosen telefonat, gab frau uns zu verstehen, dass es hier nur
1500 nb.$ Geben sollte.also ab zu bank nr. 1. Es folgte wieder ein
telefonat,wen wundert das schon,aber es gab die versprochenen 3600 nb $.diese
konnten wir sogar unüblicher weise bei einer bildhübschen frau und ihrem
weniger atraktivem tresor ohne kosten hinterlegen.da dieses geld aber nicht
ausreichte,denn es mussten ca 10.000 nb $ bezahlt werden,baten wir die frau
unter zu hilfename des deutsch sprechenden bosses der filiale um die
hinterlegung des restlichen geldes.überaus freundlich gaben mann und frau uns
zu verstehen, dass dieses alles kein problem sei und sie uns gerne helfen
wollten.selbst der unfallgegner hatte verständnis für die verzögerung der
geldübergabe. Wahnsinn,kaum zu glauben, das lief richtig gut! Gegen mittag
legten wir eine pause,in der pommes der frau ein,die wir über norbert
kennenlernten und die uns einen sonderrabatt für vom schicksal geschlagene
deutsche einräumte.beim anblick des etablissements, kamen zweifel auf, ob das
alles den rabatt wert sei.als wir das essen zu uns namen, waren wir sehr
positiv überrascht.trotzdem muss ich zugeben, hätte ich die besitzerin nicht gekannt,
hätte ich keinen fuss da rein gesetzt. Alabendliche philosophische ergüsse
rundeten tag ab. Auserdem erfuhren wir, dass die besitzerin immer sehr
freundlich zu ihren schwarzen arbeitern war,bis eines tages 75% der tageskasse
fehlte.seit dem zeitpunkt hielt sie es wie die anderen weissen mit ihren
owambos,nämlich sehr viel weniger freundlich.
Mittwoch 20.09.95
am diesem morgen ging es um geld zu holen wieder zur bank unsres
vertrauens.nach dem,wie üblich endlos langen telefonat,wurde uns mitgeteilt,
dass es heute und den rest des monats für bernd bei dieser bank nichts zu holen
gäbe.na toll! Also ab in die nächste bank um wenigstens einen teil des
gewohnten betrages zu holen.in der bank folgte ein noch längeres
telefongespräch mit dem erwarteten ergebnis,dass es nämlich kein geld für bernd
geben sollte,was auch sonst. Da war,wie schon so oft in diesem urlaub, guter
rat teuer.bernd und ich kratzten unser letztes geld zusammen um wenigstens die
hälfte des geldes übergeben zu können.und so tigerten wir mit 5000 nb$ in der
tasche und einem unguten gefühl in der magengegend zum arbeitsplatz des
unfallgegners, um uns zu erleichtern.man und frau mag es kaum glauben, aber als
er uns zu sehen bekam, glaubte ich ein wenig freude in seinem gesicht erkennen
zu können.warum wohl? Dieses änderte sich schlagartig,als bernd ihm von seiner
momentanen geldnot berichtete in verblüffung um.als wir ihm aber schriftlich
gaben, dass er sein geld im nächsten monat bekommen sollte war der gute man
wieder beruhigt ( immer dieses hin und her ).natürlich liessen wir uns den
erhalt des geldes quitieren,denn besser is das und teuer genug auch.den rest
des tages verbrachten wir mit der rehanimation unserer kräfte für den nächsten
tag,denn dann sollten die restlichen teile ankommen ( hoffentlich ).
Donnerstag 21.09.95
gegen mittag ging es in richtung des flughafens,um endlich die teile in die
finger zu kriegen.beim kargo angekommen fragten wir nach dem material und bernd
wurde promt erkannt. Dieses war in sovern übel, da alle teile die nach namibia
kamen, mit 100 bis 105%verzollt werden mussten.mann glaubte uns die sache mit
den ersatzteilen also nicht mehr.die "beamten" hörten wohl schon die
kasse klingeln.da bernd dieses mal meinen namen als empfängen angab, verklang
zusehens das gebimmel in ihren köpfen.trotzdem gab es ein langes hin und her,
denn sie hofften wohl ein trinkgeld heraus schinden zu können,aber nicht so und
schon gar nicht von uns. Erst als wir uns alle mühe gaben mögligst dumm zu tun
und uns ihre sprache auf einen schlag entfiel,setzten wir unser anliegen auf
progressive weise durch.na also! Da der weg zum f.hafen mit dem linienbuss
angetreten wurde, wir aber noch zwei stunden auf die tour zurück hätten warten
müssen, versuchte ich einen lift aufzutreiben,was zu bernds verwunderung recht
schnell gelang.dabei stiessen wir auf einen mann den bernd und ich am zweiten
tag kennen lernten,wo auch der helfer war, der uns mit aller gewalt erklären
musste, wo eine auto- vermietung war. Unser lift war ein vw buss in dem ( ein haken
musste die sache ja haben ) ein bullterier den platz mit uns teilen sollte.na
toll,bei meiner freundschaft zu hunden.das liebe tierchen sass auf der
beifahrerseite wo er von einem acht jährigen jungen gehalten wurde.selbst
bernd, der mit hunden arbeitet, wurde in dieser situation recht mulmig zu mute,
denn der hund machte versuche seinem halter zu entrinnen,. Gott sei dank kamen
wir unzerteilt an unser ziel.wir wurden,obwohl die fahrerin 20 km umweg für uns
machten musste,dierekt zu mona und norbert gebracht.es war es für sie
selbstverständlich uns zu unserem zielort zu bringen.dort angekommen traf sie
auf norbert.die beiden dutzten sich sofort und benahmen sich, als würden sie
sich schon jahre kennen.total normal für das land eben. So langsam fingen die finger
und mein schaltfuss in anbetracht der nahen mopped tour an zu jucken.so bei
kleinen sollte es aber auch zeit werden, dass die kiste fit wurde und wir
endlich schotter unter die optimal vorbereiteten maschinen kriegten.
Hoffentlich klappt dieses mal alles und wie weit kommen wir wohl bis zum
nächsten schwerwiegenden zwischenfall, waren meine gedanken an diesem abend.
Freitag 22.09.95
gleich morgens früh fuhren bernd und ich mit den teilen unterm arm zum
stellplatz der susi,um endlich die teile einbauen zu können.

bernd beim schrauben.
Obwohl wir das schlimmste befürchteten, gab es keine zwischenfälle beim
einbau.selbst der motor drehte sich durch eigene kraft,kaum zu glauben, aber
wahr! Bis zum mittag hatten wir die kaputten teile unter zu hilfenahme des
besitzers der garage, zu nobbi und mona transportiert.gleich nach dem
mittagessen fuhren wir los, um uns ohne gepäck an die pads gewönen zu können,weil
besser issas.beim testen der schotterpisten hielt ich auf einem hügel,von dem
aus mir ein blick auf die richtig hohen berge den atem raubte.allein dieser
blick entschädigte mich für das bislang erlebte.ob bernd dieses ähnlich
erlebte, vermag ich nicht zu sagen,da er wie meist,immer hart am gas blieb und
bald ausser sicht war.auch das dauernde auf und ab zwischen den hohen hügeln
war eine reine wonne,denn bevor das gefälle zu ende war und es wieder bergauf
ging, musste man wieder foll gas geben, um den hobel im tal, wegen des tiefen
sandes zu stabilisieren.bei einem steilen hügel, den ich hinnauf fuhr, spielte
ich mit dem gedanken mal einen kleinen sprung hinzulegen.da mir aber wegen des
unbekannten terrains die vernunft,auch muffe genannt,gebot dieses nicht zu tun,
unterlies ich zum glück das vorhaben.denn währe ich über den gipfel auch nur
zwei meter weit gesprungen, währe ich locker fünf meter tief gefallen,so steil
war der hügel auf der abfallenden seite.kaumzu glauben,aber wir schaften es, unsere
big´s am stück zurück zu unserer unterkunft zu bringen. Hurra! Doch bei der
ankunft hatte ich das gefühl das mein hobel nicht unerheblich klappert.ich
meinte die ventiele seien die ursache dafür,also machte ich mir weiter keine
sorgen, denn das war in gewissen grenzen normal.
Samstag 23.09.95
da es regnette wie aus eimern, verkniffen wir uns das pads fahren üben teil
zwei,stattdessen versuchten wir das klappern an menem hobel zu beheben.als
erstes stellten wir die ventiele ein.danach startete ich den motor
und...,denkste, hat nichts geholfen.also die nächste
möglichkeit,ausgleicherkette spannen.gedacht getan.motordeckel auf,kette
spannen,deckel zu und motor starten,aber vorher ein paar gedenksekunden
einlegen.der motor wurde gestartet und...,denkste, teil zwei.von der ganzen
montiererei unbeeindruckt klapperte der motor weiter vor sich hin.was für mich
klang, als wolle er uns auslachen.so langsam fing der hobel an,an meinen nerven
zu nagen.vor allen wenn mann bedenkt was für ärger ich noch vor dem urlaub damit
hatte. Eine woche vor dem urlaub bekam die mühle einen kommplet neuen
zylinderkopf, den ich vor der tour auch noch einfahren musste.denn die
zylinderkopfschrauben mussten wegen der garantie nachgezogen werden. Also liess
ich den motor klappern und wir wollten versuchen auf gut glück so weit zu
fahren, wie der motor eben noch lief.vieleicht sollte er ja bis zum ende des
urlaubs noch halten. Warten wir es ab.
Sonntag 24.09.95
als wir nach dem hoffentlich letzten frühstück,die böcke aufgerödelt hatten,konnte
es endlich auf den pads in richtung des waterberges los gehen.nach bernds
meinung hatten wir ca 300 km vor uns,so glaubten wir zu dem zeitpunkt
jedenfalls noch.beim start hörte ich schon wieder das klappern des motors,
welches ich aber konsequent zu überhören versuchte. Obwohl es nicht leicht war.
Als die ersten 250 km geschaft waren, stellte bernd fest das er sich bei der km
berechnung leicht vertahn hatte.und so mussten unsere maschinen bald betankt
werden.dieses sollte in der nächsten ortschaft erledigt werden.dort angekommen
stellten wir zu unserem entsetzen fest,dass, wo auf der karte ein ort unseren
standort darstellte,lediglich eine kreuzung mit ihrer anwesenheit glänzte. Da
ein rundumblick keine gebäude erkennen lies, zogen wir es vor,in hoffnung auf
eine tanke im nächsten "ort",weiter in richtung unseres zieles zu
fahren.nach weiteren 50 km,wobei sich jeden kilometer die hoffnung auf sprit
verstärkte,die befürchtung keines zu finden aber ebenso anstieg,kamen wir
endlich in den ort. Dieser war ebenso gross eingezeichnet wie andere orte mit
500 einwohnern.wir fanden dort sogar ein haus vor.dieses war ein hotel,tante
emma laden und tankstelle zu gleich.nach 300 km hatten wir also endlich das
elexier unserer begierde.endlich aller befürchtungen entledigt schauten bernd
und ich auf die karte und stellten voll entsetzen fest, dass noch 200 beinharte
km zwischen uns,einem essen und unserem ziel liegen sollten. Mist.

eine kleine rast
und wieder namen unsere maschinen den schotter unter ihre räder.ich war immer
darauf bedacht in den zeitweise festgefahrenen spuren zu bleiben.leider war
meine big desöffteren anderer meinung und so kamen bernd und ich uns bei
100km/h näher als ihm und mir lieb waren.waren keine spuren zu sehen war der
schotter so locker, dass mein hobel und ich bauchtanzender weise über die pads
donnerten.die löcher mitten in den strassen forderten unsere ganze
aufmerksamkeit und so wurde jeder km zur strapaze.als wir endlich nach sieben
stunden arbeitsintensiever fahrt den waterberg in sichtweite bekahmen nahmen
wir uns auch die zeit ein paar fotos zu schiessen.der berg war ca 400 meter
hoch und hatte beängstigend steile wände .nach eben diesen 400 meter höhe wurde
die "spitze" durch eine topfebenne fläche ersetzt,die den gleichen
bewuchs und bis auf elefanten, die gleichen tiere aufzuweisen hatte, wie die
umliegende gegend.unser camp wurde auf einem bewachten platz am fusse des berges
aufgeschlagen.nach dem aufbau des zeltes und dem genuss einer dusche, gönnten
wir uns ein essen in einem restaurant,das etwa einen km weit und 200 m höher
lag.leichtfertiger weise tigerten wir in " kurze hose holzgewehr"
los. Nach dem eingenommenen mahl ging es zurück zum zelt.dabei stellten wir
fest das es besser gewesen währe, hätte einer von uns eine taschenlampe dabei
gehabt. Auserdem versuchten wir den weg um einiges abzukürzen und stolperten so
im dunkeln durch das gestrüpp,wobei ich mir einen dorn durch die sohle meiner
fussbedeckung trat.hätte aber alles schlimmer kommen können. Und das tat es. Am
nächsten tag nämlich.
Montag 25.09.95
bevor es auf eine tour duch die berge gehen sollte versuchten wir ein letztes
mal meinen ofen zu rep.es wurde die ausgleicherkette so stramm gespannt das
sie,als der motor zur probe lief,heulte und es trotzdem noch klappete .also
wieder seitendeckel ab um die kette zu lockern.danach war mir das geklappere
fast schon egal.wenn der hobel unbedingt krach machen wolte, solte er das
haben.also begaben wir uns um 15.00 uhr an den punkt von dem aus eine geführte
tour auf den waterberg beginnen sollte.zusammen mit sechs anderen touris
setzten wir uns in einen abenteuerlich aussehenden,weil verlängerten,jeep.oben
angekommen war ich über die tiere,die vegetation und die ebene tiefsandige
fläche aus rotem sand überrascht.es kahm mir kaum vor auf einem berg zu
stehen.nur der blick auf die steppe der kahlahati machte einem dieses
bewusst.der ausblick von dort oben,in die weite ebene fläche des trockenen
landes,auf denen seengrosse schatten von wolken langsam aber bestimmt ihre
bahnen zogen,liess mich mal wieder meines seins und deren belanglosigkeit
bewusst werden.
Dienstag 26.09.95
gleich nach dem almorgentlichen ritual,auch frühstück genannt,raffelten wir
unsere sieben sachen zusammen und begaben uns auf unsere maschinen, um den in
der nähe von grootfantein liegenden hoba meteor unseren besuch abzustatten.auf
dem weg dort hin hatte mein hobel, wenn ich gas gab, den drang stehen zu bleiben.eine
geschwindigkeit über 80 km/h war kaum zu erreichen.auserdem war der verbrauch
an sprit extrem,denn auf einmal,nach meinem tageskilometerzähler viel zu
früh,ging der motor aus. Und gab in den nächsten minuten keinen ton mehr von
sich.dieses geschah mitten im nichts.mal ganz abgesehen von dem schwarzem
mann,der auf einem gatter lehnend sich das treiben welches er wohl auch selten
zu sehen bekahm,in aller ruhe und mit einem grinsen im gesicht an
sah.endlich,nach einer endlos langen zeit ( in der ich den benzinhan auf res.
Gestellt hatte ) sprang der elende hobel wieder an, um mich dann nach ca. 30km
wieder im stich zu lassen.als bernd seinen ersatztank,made by wacker gemolken
hatte, war der hobel dazu zu veranlassen sich für weitere 15km in bewegung zu
setzen.dieses mal war endgültig schluss,da bernd keine benzin mehr erübrigen
konnte,musste er die restlichen 25km ohne mich fahren um für meine big sprit zu
besorgen.ich konnte diese zeit nutzen, um in aller ruhe vor mich hin schwitzen
zu können,denn weit und breit war kein schatten in sicht.nach einer stunde kam
bernd endlich mit dem nötigen elexier zurück, so kam ich bis zur tanke und von
da aus zu einem sehr nobelen campingplatz.dort suchte ich sofort den nächsten
wasserhan um meinen körper mit chlorwasser abzukühlen. Nach einer ausgibigen
pause untersuchten wir den oelfilter der big mit dem ergebniss,das er zwar
foller metall war,wir aber nicht wussten warum.deshalb nahm ich die
verkleidungsteile und die ventieldeckel ab, um dann den motor zu starten.diagnose,oel
ohne ende.jetzt endgültig war der pukt an dem ich dieses vermaledeite stück
metall am lebsten in einem fluss beerdigt hätte, erreicht.da kein fluss,da
keine entsorgung.also mussten wir,weil der weg zurück über die pats zu riskant
und der weg über die teerstrasse viel zu lang war,einen lift nach windhoek
finden.leichter gesagt als getahn,bei unserer hiesigen ortskentnis.da wir bis
lang immer unglaublig viel glück im unglück hatten war ich voller zuversicht.
Als bernd und ich ein abendliches mal einnehmen wollten, lernte ich erna
kennen.erna war eine kelnerin,die ich wegen ihres deutschen aussehens gleich in
meiner heimatsprache ansprach.als dieses geschah fiel auch gleich der groschen
bei ihr und sie fragte uns ob wir die deutschen seien die mit ihren böcken da
auf dem c.platz am schrauben waren? Da dieses von uns bejaht wurde drehte sich
schlagartig ein an der theke sitzender mann meines alters um und kam an unseren
tisch.bevor wir uns versahen sass jörg bei uns und wir nahmen bei einem anregenden
plausch zu dritt das sehr gute und preiswerte essen ein.es gab dort
bemerkenswerter weise cola light.später als es ans bezahlen ging kam ich mit
erna wieder ins gespräch,in dem sie uns für den nächsten tag ihre hilfe
anbot.wenn es schlim um einen steht ist das gute daran,es kann nur besser
werden.erna und ich verabredeten uns gleich für den nächsten tag um einen lift
zu organisieren. Am damaligen tag entschlossen wir uns die malariaprophilaxe
wegen sinnlosigkeit abzusetzen,endlich!
Mittwoch 27.09.95
kurz nach mittag trafen erna,bernd und ich uns wegen der organisation des
heimtransportes.unsere einheimische bekannte hängte sich ans telefon, um eine
autovermietung zu finden die einen pick up oder einen pkw mit anhänger
hatte.sie wurde sogar fündig,der haken war, das die ganze sache mich
umgerechnet 750dm gekostet hätte.bisschen zu fiel für meinen geschmack.also
versuchte erna zu handeln.bis auf 580dm konnte sie ihn noch drücken.immer noch
zu viel,ich überlegte schon ob wir evtl.das risiko mit dem hobel zurück zu
fahren eingehen sollten,als erna mich auf den abend vertröstete .bis dahin
wolte sie versuchen jemanden zu finder der mich für weniger geld nach windhoek
brinen solte.voller hoffnung ,fuhren bernd und ich mit seiner big zur
besichtigung des hoba meteoriten.am abend berichtete erna uns voller freude das
sie jemanden gefunden hatte, der mich für 350dm zu meinem ziel bringen
wollte.war zwar auch nicht wenig aber billiger würde das wohl nicht zu haben
sein.also willigte ich ein.jörg,bernd und ich assen zusammen und tauschten mit
erna unsere adressen aus und zwitscherten noch ein paar zusammen.mein fahrer
wolte uns um 08.00 uhr vom campingplatz abholen.aber vorher musste ich noch das
geld für dieter organisieren.da es bei keineer bank im ort per karte geld gab
und die kassen schon lange dicht hatten,mussten wir in ein hotel um dort unser
glück zu versuchen.da die frau im empfang uns nicht kannte und unseren papieren
nicht traute solte es kein geld geben.erst als jörg sich einmischte,weil er die
frau kannte,um für uns zu bürgen konnte ich mein geld in empfang nehmen.der
nächste tag durfte also kommen.was für ein gesicht norbert und mona wohl machen
wenn wir schon wieder bei ihnen antanzen?
Donnerstag 28.09.95
um 08.00 uhr solte es los gehen,um 07.50 uhr stand jörg auf der matte.mit noch
schlaftrunkenen händen und halb geschlossenen augen verluden wir unter zu
hilfenahme zweier schwarzer meine beikleinen verhasste big.bevor es aber
entgültig losgehen konnte muste erst noch ein arbeiter zu seiner baustelle chauffiert
werden.auserdem wurde noch mal eben "schnell" der vordere linke
reifen gefixt.dabei bekahm ich zu hören und sehen wie mit den schwarzen
umgegangen werden "musste".es schien als wüsste der farbige mit dem
reifen nicht so recht etwas anzufangen.sehr unentschlossen hantierte er ohne
jede motivation an dem rad herrum.bis dieter (mein fahrer ) dieses sah,sich
schreihender und schupsenderweise mit dem arbeiter auseinandersetzte.mit einem
mal war der untergebene voller elan an der arbeit und eh wir uns versahen war
der reifn fertig.endlich konnte es richtung "heimat" losgehen.an
dieters fahrstiel konnte man erkennen woher er stammte.ein typisch arikanische
fahrweise,permanent vollgas,nie bremsen ( wer bremst verliert ) und immer
folles risiko.in kurven und vor kuppen überholen war die normalste sache der
welt.richtgeschwindigkeit lag bei 140km/h obwohl mein bock auf der pritsche
stand und ein rad am auto geflickt war.obwoh meine wenigkeit kein ängstlicher
fahrer ist, bin ich um jahre gealtert und ich glaube sogar ein graues haar auf
meinem haupt gefunden zu haben.aber meine big und ihr herrchen sind doch noch
heile angekommen,aber eben um lichtjahre älter.zu meinem glück hatte ich einen
redseligen fahrer der mich ablenken konnte,wenn er insgesammt drei sätze mit
mir geredet hatte war das viel.am tag zuvor mit ca. 1.8 promille war er richtig
geschwätzig. Nobbi und mona schlugen die hände über den kopf zusammen als sie
uns zu sehen bekamen.nichts desto trotz fanden wir dort eine unterkunft für die
nacht mit der auflage am nächsten spätestens am übernächsten tag die biege zu
machen.wir wollen euch hier nicht mehr sehen,nutzt endlich euren urlaub und
bereist das land,waren ihre worte.na ja ,recht hatten sie ja aber wir suchten
uns das ja auch nicht aus,konterten wir,was aber nutzlos war.das waren eben
südwesterdeutsche, die sind zwar sehr nett aber stuhr.

der letzte versuch den fehler zu finden war ohne erfolg.
Freitag 29.09.95
mona hatte für mich am frühen morgen schon einen preisgünstigen leihwagen
aufgerissen.zwar nur einen golf mit hammerharten 45 ps,über den ich zuerst
entteuscht war ,den ich aber unterwegs noch sehr zu schätzen lernte. Für 12
tage sollte ich ,incl. Versicherung,1800dm löhnen. Nachdem ich den wagen von
camping care hire abholte fuhren wir bei einem supermarkt vorbei, um noch
letzte einkäufe für die grosse tour zu tätigen. Nachdem der wagen mit
wasser,süssigkeiten, grundnahrungsmitteln und am wichtigsten mit cola light
beladen war sollte es zurück zum basis camp gehen,das nur etwa 750 meter
entfernt lag.auf diesem langen weg musste ich an einer einmündung rechts,durch
den gegenverkehr,abbiegen.wegen des gegenverkehrs den ich abwarten wollte, um
kein risiko einzugehen, blieb ich ordnungsgemähss und völlig korrekt vor der
kreuzung stehen.weil der gegenverkehr ausnahmsweise mal langsam fuhr musste ich
eine ganze zeit warten.während der wartezeit vernahm ich von hinten ein
bedrohlich lautes,anhaltendes quitschen.als ich meinen blick nach hinten
richtete sah ich das erschrocken aussehende gesicht eines schwarzen hinter dem
lenkrad eines grossen,in dem moment zu grossen,lkw der mit aller kraft auf der
bremse des fahrzeugs stand, um mich nich zu rammen.meinen leihwagen und uns sah
ich schon als konfetti auf der strasse verteilt.wieder nach forne blickend
erkannte ich im gegenverkehr etliche autos.die flucht nach vorne war wegen der
stark eingeschlagenen lenkung nicht möglich.hinter mir quitschten immer noch
die bremsen des lkw der, als ich mich umdrehte, gerade eimal zwei meter hinter
dem heck meines autos zum stehen kahm.got sei dank,noch mal glück gehabt! Das
wäre ja die kröhnung gewesen,da hätte der typ beinahe den leihwagen in rekord
verdächtiger zeit für mich zerleget.als der schrecken überwunden war fingen wir
an den wagen und die big für den nächsten morgen start klar zu machen.denn am
sonnabend in aller frühe sollte es los gehen.ich war nach den ganzen
vorkommnissen, die bis lang über uns herein gebrochen waren doch einiger massen
nervös. Was mochten die nächsten tage uns und unserem material wohl bringen? Na
ja, schlimmer konnte es wohl nicht mehr werden?!
Sonnabend 30.09.95
nachdem wir unser zimmer bezahlt und uns verabschiedet hatten ging es zu
unserem ersten 320km entfernten etappenziel,dem brandber, los.die ersten 120km
wurden auf einer teerstrasse und die restlichen 200km auf sand pat
bawältigt.diese waren sehr gut in stand gehalten worden und so kahmen
wir,obwohl das fahren mit dem golf auf schotter gewöhnungsbedürftig war,um
15.00 uhr in uis an.der campingplatz war ein sandiger parkplatz, der neben
einem sportplatz lag.die sanitären anlagen sahen dem entsprechend aus und
wurden als wir kamen erst,oder extra für uns geschrubbt.es war halt bemerkbar
das wir die 08/15 touri routen verlassen hatten.nach dem das zelt aufgestellt
war und bernd und ich uns gestärkt hatten, entschlossen wir uns dem brandberg
mit seinen hölenmalereien zu widmen.also fuhren wir mit dem golf in richtung
des berges.

der brandberg,aber am morgen beim vorbeifahren.
Nebenbei bemerkt,ist der brandberg die höchste erhebung in ganz namibia,welcher
eigentlich wert gewesen wäre ihn in aller ruhe zu erwandern.da uns bei der
ankunft um 17.45 uhr die zeit doch sehr knapp wurde konzentrierten wir uns auf
die weisse lady,dem mittelpunkt der steinzeitlichen zeichnungen.gleich ging es
los um unser ziel zu finden.die grobe richtung erkannten wir an dem ,als pfad
genutzden flussbett dem wir folgten.als ich einen weissen fleck an einem fels
sah entschlossen wir uns den pfad zu verlassen und dem verlauf der felswand
weiter zu folgen.gegen 18.15 uhr trafen wir auf ein englisches paar, das auf
dem rückweg war.beim übersteigen eines felsens rutschte die frau ab und
verstauchte sich bei der landung im sand den fuss.tja,hätte sie wie wir keine
halbschuhe sondern hohe stiefel an gehabt,wäre das nicht passiert.da die frau
schmerzen zu haben schien bot ich ihr meine hilfe an, die sie aber dankend
ablehnten.also gut,weiter ging es.denn uns sahs die zeit im nacken denn ab
19.00 uhr rechnetten wir mit der dunkelheit.nach gut düngen folgten wir dem
weg,der wie ich meinte durch einige auffällige steine markiert ware. Endlich
erreichten wir gegen 18.30 uhr unser ziel,die weisse lady.diese war, weil
einige leute sie wegen der besseren hervorhebung mit cola bespritzt hatten kaum
noch erkennbar.beim fotografieren zeigte mein aparillo zu wenig licht an.also
hielt ich die luft an um meinen durch das schnelle gehen im sand und klettern
über felsen stark erhöten puls auszugleichen.mit einer belichtung von ca einer
sekunde versuchte ich dieses jahrtausende alte zeugniss der menschlichen
entwicklung auf zeluleud zu bannen.zu hause zeigte sich,zu meiner
verwunderung,dass dieses sogar gelungen war.um zwanzig minuten vor sieben
musste der rückweg welcher 2.5 km lang war wieder angetreten werden.wie ich
schon bemerkte, hatte der einbruch der nacht die angewohnheit die dämmerung
einfach zu überspringen um von tag hell auf stock dunkel zu schalten.also
beeilten wir uns dem entsprechend.als wir noch ca 500 meter vom auto enfernt
waren trafen wir wieder auf das pärchen mit der verletzten frau. Die,die von
uns nochmals angebotene hilfe überschwänglich dankend ablehnte.um 19.00 uhr
erreichten wir unser ziel wo wir zwei schwarze jungs trafen, die sich in einer
kleinen abgestandenen,grünen und übelriechenden pfütze wuschen.der blosse
kontakt mit dem wasser hätte einen nicht afrikaner wohl augenblicklich das
lebenslicht ausgeblasen.nach 15 minuten trudelte auch das pärchen ein und
weitere fünf minuten später konnte man die hand vor augen kaum noch
erkennen.der rückweg vom brandberg war die einzige tour die wir im dunkeln machten.am
tage war es wegen der wilden tiere die unverhofft die strasse betreten konnten
schon gefährlich genug,aber im dunkeln wuchs die wahrscheinlichkeit eines
zusammenstosses um ein fielfaches.deshalb sei jedem geraten nur im hellen zu
fahren,denn die unfallrate von touris lag so schon bei 50%.da bernd unser soll
erfüllt hatte konnte ich eigentlich zimlich beruigt sein,oder solte sich das
noch ändern?
Sonntag 31.09.95
das heutige etappenziel hiess hobatere loge und war etwa 300 km entfernt.der
weg war wegen der schlechten pads sehr nervenaufreibend und anstrengend.bei
geschwindigkeiten zwischen 100 und120km/h fing häufig das heck des wagens
unverhoft an aus zu brechen.die einzige möglichkeit den karren wieder in den
griff zu bekommen war,den fuss vom gas zu nehmen und mit sehr viel gefühl
gaaaanz leicht die bremse zu treten.bremst man nähmlich zu stark,wird man auf
ein mal vom heck seines autos überholt und zum opfer der schon besagten
50%.etwas übung war da also schon von nöten. Als wir endlich zur einfahrt der
lodg kamen ,stand da ein schild welches aussagte, das es bis zum haupthaus noch
ganze 16km waren.diese km waren die schlimmsten des ganzen urlaubs.denn der
tiefe sand,die engen kurwen und die teilweise vorhandenen felstreppen zeigten
dem golf und mir wo genau die grenzen des befahrbaren geländes waren.nach 55
minuten föllig extremen fahrens hatten wir endlich das ziel erreicht und die
schon seit langem erhoffte erquickung durch eine dusche schien nahe.betohnung
auf schien,denn der besitzer musste uns mitteilen das er nicht ein zimmer mehr
frei hatte.na toll! So zogen wir uns noch schnell ein gekühltes getränk rein,
um uns danach auf den weg zur nächstgelegenen übernachtungsmöglichkeit in opuwo
zu machen.dort sollte unsere nördligste übernachtung statfinden,so hofften wir
jedenfals.obwohl ich wegen der permaneten konzentration sehr genervt war
mussten wir nun noch weitere 150 km hinter uns bringen.eigentlich wollten bernd
und ich pro tag nicht mehr als 250 bis 300 km fahren,denn mit der zeit liess die
aufmerksamkeit stark nach und es häuften sich brensliche fahrsituationen.aber
es half alles nichts,da mussten wir durch! Nach endlos erscheinenden 2.5
stunden hatten wir endlich unser zweit ziel erreicht.mein poppometer kündigte
auch schon einen unmitelbar bevorstehenden streik an,denn so lange in einem
unbequemen golfsitz und das bei der hitze war mein sportsitz verwöhnter hintern
nicht gewohnt.also erstmal raus aus dem karren und blick in die umliegende
gegend, um unsere unterkunft zu erspähen.eigentlich solte ein hotel uns
beherbergen,da dieses aber nicht zu entdecken war versuchten wir einen weissen
pastor zu finden.dessen addresse wurde uns im flieger von einer jungen
fölkerkundlerin nahe gelegt.das erste gebäude das nach einer kirche aussah
steuerten wir an.dort lugte ein nur mit unterhose bekleiter schwarzer aus einem
kleinen,gegenüber der kirche stehenden gebäude,der wie ich meinte den pastor
holen wollte.als dieser zurückkahm stellte sich heraus das er selber der pfaffe
war.sehr erfreut über unsere ankunft zeigte er uns,nach ein wenig smal talk,das
noch freie gästezimmer.die anderen waren augenscheinlich,von ärmlichen mit
einer handfoll kindern behangener frauen,besetzt.der padre hatte ein
freundliches und frisches auftreten ,wie man es nur selten bei den dieneren
gottes findet,deshalb tat es uns fast leid wieder gehen zu müssen.doch wegen
der besseren verständigung meinten wir zu dem deutschstämmigen pastor gehen zu
müssen.dieser wohnte nur ein haus oder 50 meter weiter. Dort angekommen trafen
wir auf zwei einheimisch jugendliche die auch ein anliegen beim küster
vorzubringen hatten.nur dieser schien den sonntäglichen frieden schlafender
weise auszunutzen.auch die fersuche der beiden anderen ihn zu wecken schlugen
fehl.erst eine stunde später als der pastor die entsorgung eines teils seiner
körperflüssigkeit vornahm,klingelte einer der beiden sturm.dieses erreichte
sein ziel denn der mann der nächstenliebe stürmte aus dem haus und liess dem
jungen einen gewaltigen wind entgegen wehen.bernd,der zweite fremde und ich
schauten uns abwechselnd reichlich dumm an.erst als die beiden jungs föllig
verunsichert ihres weges zogen widmete sich der weisse massa uns zu.wir
überlegten gerade die kurve zur konkurenz zu kratzen ,als er sich genervt aber
wenigstens freundlicher nach unserem anliegen erkundigte.nachdem wir uns ein
wenig beschnuppert hatten und das gästehaus besichtigt war, einigten wir uns
auf den preis und die dauer der unterbringung.das klo sah halt nach afrika
aus,die küche war gut und follständig ausgestattet,die beiden schlafzimmr ihren
preis wert und der flur war mit dem esszimmer kombiniert, überaus gross.für all
das waren 100nb$ zu entrichten,und somit im ganzen seinen preis also mehr als
wert. Am späten abend traf ich auf eine himba frau,so hiess das eingebohrenen
folk,von der ich im tausch eines kleinen backschisch ( trinkgeld ) ein foto
machte.bislang war dort der einfluss des geldes noch nicht überal
verbreitet,aber wie lange mochte das noch dauern.der einfluss der touries,also
auch meiner,würden auf dauer den charme dieses teils des landes verändern.

himba frau mit zwei kindern.
Durch das einöhlen ihres körpers,aus einer mischung aus ölen,farbe und
"duftstoffen", erreichten die himbas eine kastanien rote färbung
ihrer haut.das aussehen und der für uns ungewohnte geruch galten in ihren
kreisen als verschönerungsritual.eben so verändern die menschen in aller welt
mit unterschiedlichsten produkten ihren geruch und ihr aussehen.also waren sie
eben so normal wie wir! Bei deren anblick machte ich mir bewusst, das ich
einige flugstunden von der nächsten ärztlichen versorgung entfernt war,dass
durfte man sich gar nicht vor augen halten, das machte einen nur nervös.
Montag 01.10.95
nachdem der nebel der nacht sich zur ruhe gelegt hatte und der staub des tages
zum leben erwacht war,brachen wir auf in richtung des kunene.dieser stellte die
grenze zwischen angola und namibia dar und solte für uns das nördligste ziel
sein.ab dem "ort" okangwati war die piste so wie wir sie uns nach den
warnungen von norbert und mona vorgestellt hatten.der weg war kaum breiter als
mein golf,übersäht von kleinen felsen die das auto zu zerbrechen suchten und führte
durch ausgetrocknette,tiefsandige flussbette.genaugenommen hatte der golf in
dieser gegend nichts zu suchen.die kastanienrote erde mit dem dichten
unbeblätterten gebäum verbarg gekonnt die geheimnisse der umliegenden
gegend.bernd fuhr etwa 50 meter vor mir.als ein himba mit seiner traditionellen
kleidung und bewaffnung ( ein unangenehm langer speer und ein fast ebenso
langes messer ) von links auf bernds big zu rannte.um auf einmal neben ihm her
laufend,zu versuchen ein rennen zu machen .wer gewonnen hat brauch ich wohl
nicht zu erwähnen.als der weg uns weiter richtung norden führte hatten wir ein
flussbett zu durchqueren.das in seiner breite von ca 100 meter versuchte meinen
kleinwagen und mich in seinem tiefen sand zu halten.da ich aber schwung und ein
wenig glück hatte, kahmen wir zwei durch.als der pfad immer schlechter und die
steine immer grösser wurden,wurde auch meine geschwindigkeit auf schrittempo
reduziert.als nach langer zeit keine besserung in sicht war und wir noch ein
sehr breites flussbett zu durchqueren hatten, entschlossen wir uns ca 40 km vor
unserem endziel die richtung um 180 grad zu ändern.leider,denn zu gerne hätte
ich den kunene gesehen,aber das risiko war einfach zu gross. Auserdem war es
inzwischen schon nach 15.00 uhr geworden und die zeit sass uns mal wieder im
nacken.gerade als wir umdrehten kam ein auto aus der richtung in die wir
eigentlich wollten.da wir jetzt in die gleich richtung mussten, liessen wir ihn
fahren und gönnten uns,des aufgewirbelten staubes wegen,eine pause. Ein paar minuten
später setzten auch wir unsere fahrt fort.nach einiger zeit,am flussbett
angekommen,stelte ich etwas entsetzt fest, das der wagen vor uns auch durch
dieses bett gefahren war und so die so schon tiefe spur noch etwas tiefer
gemacht hatte.also versuchte ich auf mein glück hoffend mit noch mehr schwung
als vorher den sand zu bezwingen.mitten im flussbett hörte ich das schabende
geräusch des sandes unter dem bodenblech und das motorgeräusch wurde
dumpfer.die drezahl fiel,ich schaltete runter,die drezahl fiel weiter,der wagen
wurde immer langsammer.also schaltete ich zurück bis in den ersten und
versuchte das gaspedel durch das bodenblech zu treten um blos nicht zu langsam
zu werden.der schweiss drang mir aus allen poren,um dann entlang meines körpers
zu rinnen und mich durch seine verdunstung zu erlösen.ich hatte zwar einen
spaten dabei und bernd hätte auch helfen können aber das musste doch nicht
sein.nicht heute und nicht mit mir.aber,ich schaffte es.auf den letzten meter
retete sich der wagen auf festere erde und gewann an geschwindigkeit bis ich
das sandige bett hinter mir gelassen hatte.nacher gestand bernd mir das auch er
sehr mit dem tiefen sand zu kämpfen hatte.auf dem hin wie rückweg trafen wir
oft auf hügel.

nur ein kleiner hügel.
Diese,die nur ca. Einen meter hoch waren,überraschten mich immer wieder mit
ihren folgenden senken.in die es tief und steil berg ab ging,um über einen
beton weg der in einem flussbett lag zu führen ( eine brücke ).in denen
zeitweise tiefe löcher,fallen für die räder des autos hätten sein können.und
das bei geschwindigkeiten von oft über 100 km/h.

das soll eine brücke sein.
Andere hohe hügel nahm ich so schnell,um den schwung des kleinen golf´s nicht
zu verlieren,das ich das gefühl hatte wie eine rakete genn himmel zu schiessen.
Tja,alleine das fahren war ein abenteuer.
Dienstag 02.10.95
an diesem tag ging es zur hobatere lodge wo wir uns endlich einmal ein wenig
auf die faule haut legen wollten.wohl wissend dessen, das uns ein reserviertes
zimmer erwartete, ging es auf den staubigen und voller überaschungen gespickten
pads wieder richtung süden.nach einer,wie immer anstrengenden,fahrt erreichten
wir endlich das tor zur lodge.leider wusste ich um die schlechten nächsten 16
km und so nahm ich mir vor diese in ruhe zu bewältigen.bernd schien sich im
gegensatz zu mir darüber zu freuen.und so war sein fahrstil dann auch.an den
stellen an denen er hätte langsam fahren müssen tat er wie erwartet genau das
gegenteil.und so kam es wie es kommen musste und bernd legte sich in einer
s-kurve,welche durch ein tiefsandiges flussbett führte,mit seiner big ( und mit
meinen teilen ) gepflegt auf die seite.voller hecktik bestieg er sein gefährt
wieder um die wilde fahrt vort zu setzen.

bernd war leider zu schnell wieder auf den rädern.
Als ich dicht hinter ihm fuhr entdeckte ich das seine ( meine ) felge reichlich
stark eierte,na toll hätte ich bloss nicht...,aber egal.ich hatte mir schon
gedacht das er meine felge die ich ihm geliehen hatte zu bruch fahren
würde,aber das sagt sich hinterher immer leicht. Nach kurzer zeit hielt bernd
an, um mir zu verkünden das er vorne nicht mehr bremsen könne weil er einen
bremsbelag verloren hatte ! ? Nun durften wir,weil die ersatzteile in windhoek
lagen,durch den sand tiegern ,um diesen vermaledeiten belag zu finden.zuerst
suchten wir im flussbett wo der stunt geschah.da dort aber nichts zu finden war
setzten wir die suche auf dem weg fort bis zu der stelle an dem bernd seinen
verlust bemerkt hatte.und,oh wunder,da lag der bremsbelag und wartete darauf,
von uns eingesammelt zu werden. Na ja, das is wenigstens was. Beim einsetzen
der beläge stellte dan auch endlich bernd mal fest das die felge einen nicht
unerheblichen schlag hatte.

fällt auf,gelle.
Sein komentar ( zitat ): auf den tausender kommt es nun auch nicht mehr an.
Meine sorge galt auch noch meinen standrohren in seiner big,warten wir´s ab.
Unser kleines häuschen, das wir bezogen war mal abgesehen von dem starken
geruch der imprägnierung der deckenbalken in ordnung.auch das, dass
schlafzimmer und die toilette nur durch eine halb hohe schwingtür getrennt
waren störte uns nur wenig.da die hobatere lodge eine jagt farm war, gab es an
ihren aussichtspunkten einiges zu sehen.nur auf elefanten sollten wir vergebens
warten.diese hatten ein paar tage zuvor einen jahrtausende alten weg in
richtung des kaokofeldes,aus dem wir gerade kamen,eingeschlagen.da die zäune
für sie kein hinderniss darstellten, gab es auf ihrem weg richtung norden kein
halten mehr. Nach dem beobachten der tiere gönnte ich mir erst einmal eine
dusche.dessen wasser durch einen abseits der häuser stehenden ca zwei meter
hohen steinturm floss.vor diesem stand ein schwarzer der das holzfeuer darunter
vor dem hungertot bewahrte und so das wasser in eine zum duschen angenehme
temperatur brachte. Im laufe des tages lernten wir ein deutsches ehepaar
kennen, das die letzten tage ihres,durch ein reiseunternehmen geplanten tour
hier verbrachten.wähtend einer unterhaltung über ihre erfahrungen und weiteren
reisepläne der letzten tage stellte ich zur freude meiner fest, dass es in
dieser einöde sogar cola light gab.was ich natürlich ausgiebig ausnutzte.auch
das abendliche essen bei dem wir zum ersten mal orixantilopenfleisch und
beilagen die auf afrikanische weise zubereitet waren, zu uns nahmen war eine
reine wonne. Das fleisch war sehr zart und stellte eine geschmackliche mischung
aus rind und reh dar.das ganze wurde vor unseren augen auf einem grossen grill
zubereitet und sah somit auch schon mal gut aus.dieses regte unsere gaumen,was
wohl für jeden verständlich ist, noch stärker an. So konnten wir mit gefülten
mägen endlich wieder fernünftig schlafen und das in einer,wie wir bis dahin
glaubten korrekten residens.
Mittwoch 03.10.95
an diesem tag brachen wir zu einer unkristlichen zeit,nähmlich gleich nach dem
frühstück auf, um unter bernds ( nicht mein kumpel mit der big ) fachkundiger
führung eine wanderung durch die flora und fauna der afrikanischen sawanne zu
unternehmen.zusammen mit seinem hund rafficki zogen das ehepaar des
vortages,bernd 1 ( der mit der big ),bernd 2 ( unser experte für die gegend )
und ich los, die uns unbekannten geheimnisse des schwarzen kontinentes zu
ergründen.rafficki kommt aus der sprache der suaheli und heisst so viel
wie,bester freund. An diesem tag lernten wir noch so einiges.etwa das die
flecken der giraffen mit dem alter immer dunkler werden.oder das steppenzebras
im gegensatz zu bergzebras weisse socken haben ( das sieht nur so aus
).auserdem lernten wir die losungen der tiere zu unterscheiden.wir erfuhren
auch das frische elefantenabdrücke fingerabdruck ähnliche konturen haben die
beim austrocknen verschwinden.das die echsen hier agahme oder stachelagahme
heissen aber nicht wie algemein angenommen geckos.mit am faszinierensten aber
waren die gamsbockspurspinnen,die wenn sie ihre jagtfalle aufgebaut hatten wie
spuren der gamsböcke aussahen.selbst die löwenjagt wurde uns gelehrt.und als
geleriger schüler versuchte ich am abend sogleich mein soeben erworbennes
wissen in die eigene tat umzusetzen.mit blossen händen,nur mit einen ca.10 cm
langen stöckchen bewaffnet gelang es mir eines dieser wilden raubtiere in meine
gewalt zu bringen.da ich ja tierfreund war ( ha,ha ) liess ich ihn wieder
laufen.ach ja,hatte ich erwähnt, das es sich um einen ameisenlöwen handelte ?
Dieser ca.5mm grosse ameisen jäger der in einem trichter mit ca.50mm
durchmesser lebt.ameisen, die in seinen trichter gelangten rutschten hinnunter
und wurden so seine opfer. Besser ich erwähne es spät als nie,oder? Aber um
meinem waidmansglück noch eins drauf zu setzen erlegte ich mit einem schluffen
bewaffnet eine spinne und mit der canon eine schlange. An diesem abend gab es
wieder einheimischen kost.hierbei waren allle ,wirklich alle speisen selbst das
hänchen süss.
Donnerstag 04.10.95
das frühstück begann mit brotei ,eigentlich wolte ich ja ei auf brot ,und
versetzte mir den ersten morgentlichen schlag ins gesicht.was ich bekahm war
brot gewälzt in ei und das leicht angebraten.denn so etwas war mir gänzlich
fremd.mit dem spruch in den ohren,wat dei bur nich kennt,dat frit hei nich
versuchte ich dieses kulenarische abenteuer.dabei hatte ich eines der typischen
aha erlebnisse.wer´s mag dem schmeckts,aber mir nich.auch der vogel der sich
gerade seinen teil aus dem müslie moppste war nicht unbedingt mein fall.und so
begannen wir die fahrt zur fingerklippenlodge mit gemischten gefühlen.bernd war
satt den er hatte nicht auf brotei gesetzt und das mit dem vogel wolte er mir
nicht glauben.mir hingegen knurrte gehörig der magen.aber es war ja nicht weit
nur so etwa 250 bis 300 km was etwa 4.5 bis 6 stunden fahrt entsprach. Aber
auch diese tortour überstand ich,als aber die lodge in eine bald erreichbare
nähe rückte wurde das hungergefühl immer intensiver.zeitweise hatte ich sogar
den geruch gebratenen fleisches in der nase. Mein magen fragte mich permanent
wie weit es noch zur fingerklippe sein mochte.mit einem blick auf den tacho
beantwortete ich dem gederärm die frage und wie ich es mir dachte es gefiel ihm
nicht.denn noch trennten uns fast 100km von den stärkenden leckereien einer top
lodge.inzwischen aber konnte die durch schroffe felsen gespickte gegend mein
hungergefühl durch faszination der landschaft ersetzen.endlich kahm auch die
fingerklippe in sicht.dieses,auf einem hohen hügel stehende,wie ein nach oben
zeigender finger aussehendes felsgebilde,dass in seiner grösse und einmaligkeit
dem land glich in dem wir seit wochen von einer zur anderen odysse trieben.das
aber durch seine menschen und deren lebensräume uns aller leiden und
entberungen übermässig entlonte,weckte unsere neugier aufs neue. Endlich im
hauptgebäude der aus vielen kleinen gästehäusern bestehende lodge angekommen,
musste ich voller entsetzen feststellen das es hier wie fast überall keinen
mittagstisch gab. Was solls,ist halt dumm gelaufen. Nach dem einchecken,
betraten wir unser domicil und,es zog uns fast die schuhe aus.wir standen in
einem grossen schlafzimmer an dem angeschlossen durch eine schiebetür getrennt
ein bad lag.in dem wiederum befand sich eine tür durch die es in die toilette
ging.alles war supersauber und ultraedel eingerichtet.eigentlich hatten wir
vor, uns nur einen tag hier aufzuhalten.bei dem luxus beschlossen wir promt
noch einen tag länger zu bleiben um uns ein wenig ruhe und extrawagance zu
gönnen.um den hunger von zwischendurch ( vor allem meinem ) zu stillen
beschlossen wir in den nächsten ca 80km entlegenen ort zu fahren.nach der
rückkehr und einem ausgiebigen essen erkundeten wir die loge.den mittelpunkt
des ganzen stellte das restaurant mit rezeption und danebenliegenden cafe
dar.vorm cafe lag ein 10 meter langer weg der uns in eine aussichtslonge führte,
die den höchsten punkt der ganzen anlage darstellte.hier pflegten die damen und
herren der geselschaft den abendlichen sundowner eizunehmen. Einen steinwurf
entfernt und etwas tiefer lag ein zwimmingpool und um uns herum gesellten sich
die gästehäuser,so etwa 20 an der zahl.die hälfte davon war für zwei
parteien,so wie auch unsere.von den nachbarn nahmen wir aber keine akustischen
lebenszeichen wahr. Das abendessen war wie alles andere hier vormidable.
Freitag 05.10.95
nach einem ausgibiegen und in aller ruhe eingenommenem frühstück beschlossen
wir eine wanderung zur fingerklippe zu machen die nur wenige kilometer entfernt
lag.da diese von der lodge aus zu sehen war traten wir unseren weg querfeldein
an und hatten somit die gelegenheit nach souveniers ( steinen ) zu suchen.am
fusse des hügels,auf dem die klippe stand angekommen,war ich im gegensatz zu
bernd der meinung nicht die treppe die auf der anderen seite lag zu
nehmen,sondern den diereckten weg den hang hinnauf.da dieser nicht sonderlich
steil war,wie ich zu anfang meinte,setzte ich mein vorhaben in die tat um und
begann somit einen riesen fehler.ungefähr auf halber höhe bemerkte ich, als ich
das erste mal abrutschte wie hoch und steil dieser " hügel" nun
tatsächlich war.beim abrutschen wurde ich um etwa drei meter zurückgeworfen und
konnte mich nur mit mühe an einem kleinen strauch festhalten.dieser armen
werlosen von trockenheit und tieren gebäutelte pflanze drote nun ein jähes
ende.doch zu unser beiden glück, waren die wurzeln so im sandigen boden
verankert das selbst meine um ihre gesundheit kämpfende person diesem geschöpf
nichts endgültiges anhaben konte.und so,um einen schreck reicher setzte ich
meinen kräftezährenden weg fort.endlich,nach noch weiteren abrutschern
erreichte ich endlich einen kleinen flachen rand der rund um die klippe
führte.auf diesem stand bernd und erwartete mich bereits mit einem hönischen
grinsen im gesicht.aber nichts desto trotz der weg hatte sich für den blick von
hier oben in die gegend gelohnt.

na das ist doch ein blick.
Nach einer ausgiebigen rast und einigen errinerugngsfotos traten wir den
rückweg an, wobei ich dieses mal den längeren weg mit trepppe vorzog.da uns der
dierekte weg zu kutz erschien umwanderten wir einen riesigen berg der in einer
höhe von ca.150 meter absolut flach war.wir schlugen einen hacken der einen
umweg von etwa drei stunden war,nun hatten wir die gelegenheit wieder steine zu
sammeln, um sie dann gleich wieder als nicht behaltenswert einzustufen.dabei
drehte ich voller hoffnung vielleicht einen kleinen schatz zu finden auch
grössere steine um.einen handball grossen hob ich auf, um beim umdrehen zu
merken das darunter ein skorpion sein dasein fristete.na toll,wie niedlich, war
mein gedanke und schnell aber vorsichtig legte ich den stein zurück.mit
zunehmender strecke wurde die gegend immer bewachsenner.das einzige gewächs
dort war eine art von dornen, die sich sehr zielstrebig durch meine hose in
meine doch so zarte haut borten.was als einfache kleine wanderung begann artete
nun in schmerzhafte arbeit aus.aber auch dieser weg wurde von uns mit
zusammengebissenen zähnen bewältigt.in der lodge ankekommen galt unser
hauptinteresse dem nachmittäglichen gedeck mit kaffee und kuchen.bernd duschte
als erster und ich nutzte die zeit, um unser objekt der begierde zu
erkunden.auf dem weg dort hin traf ich auf den hotelmanager und einen
hotelkritiker mit denen ich sofort in ein gespräch kam.sie fragten mich nach
meinem woher und wohin.als ich von unserer wanderung berichtete, erzählten sie
im gegenzug von ihren abenteuern in der weiten welt.ich verabschiededte mich
kurz, um bernd zu holen und mich zu duschen.danach begaben wir uns wieder an
deren tisch und setzten unsere angeregte unterhaltung fort.wir redeten von gott
und der welt,von autos,frauen und abenteuern.ich kann nur sagen es war sehr
interessant einmal einen einblick in das leben von menschen zu bekommen, die zu
den oberen 10000 gehören.erst als es abend wurde und das dinner nahte beendeten
wir unsern gedangenaustausch. Das abendessen war der umgebung
angemessen,einfach super!
Samstg 06.10.95
beim frühstück sah ich einige schwarze, die sich an den fahrzeugen zu schaffen
machten.gerade wollten bernd und ich runter laufen um mal für ordnung sorgen
als wir merken das unsere wehikel,die arg ferschmutzt waren,gewaschen
wurden.auch die am vortag gewaschene wäsche die von uns wild im zimmer ferteilt
wurde,wurde vom zimmerservice sauber auf bügel gehängt.und selbst die putzen
waren hier am laufen. Später machten wir uns auf den weg nach swakopmund, um
uns die westküste namibias anzusehen.es war ein langer trockener,heisser und
von staub gekennzeichneter weg der ausser ein paar rennen gegen touritracks und
lahme pkw's nicht viel zu bieten hatte.ab ca 50km vor dem meer begann es kühler
zu werden.zuerst schloss ich die vorderen fenster und 10km später die hinteren
.auch konnte ich, obwohl keine einzige wolke am himmel war in entfernung, einen
dunkelen streifen am horizont erkennen.dieser wurde,je näher wir dem meer
kahmen immer breiter.bis,noch etwa zwei km vor dem meer,ich eine geschlossene
wolkendeck über mir hatte.nur ein paar hundert meter zurück hätte ich wieder
strahlend blauen himmel über mir gehabt,verrückte welt! Inzwischen hatte es
eine aussentemperatur erreicht, die mich zwang die heizung des golf's auf
höchste stufe zu stellen , um nicht bibbern zu müssen.auch eine
zwischenzeitliche warme mahlzeit konnte an diesem zustand nichts ändern.bend auf
dem motorrad hatte nun das einzige mal während unserer tour die gelegenheit
mich um mein auto zu beneiden und ich im gegenzug wusste dieses auch zu
schätzen. In unserem zielort angekommen bezogen wir jeder ein eigenes zimmer im
strandhotel im dem wir vor unserem aufenthalt in der wüste noch einmal ein
wenig luxus geniessen wollten.beim anblick der zimmer entschlossen wir uns stat
des einen lieber doch zwei tage hier zu verweilen.natürlich nur, um die
sehenswürdigkeiten der gegend in ruhe zu besichtigen und nicht etwa um uns an
der edelen ausstatung und dam grossen bad zu erquicken. Nach einem ausgiebigen
und in ruhe eingenommenem nachmittagsmahl bei dem wir mit blick aufs meer über
den weiteren tag sprachen stellte ich nochmals fest, wie sau kalt es doch dort
war.es lies sich eben nicht verleugnen das sich diereckt vor unserer nase
arktische ströme den weg durchs meer bahnten.dieses bestätigte uns auch ein
späterer anblick von pinguinen,ja genau pinguine.im gegensatz dazu sahen wir
aber auch ein dutzend rosa flamingos in einm kleinen tümpel stehen,ja,echte!
Das erste mal seit wochen hatte ich die gelegenheit voller genuss fern zu
sehen.es war zwar alles auf englisch aber die rahmenhandlung vernochte ich zu
verstehen und den rest reimte ich mir zusammen.das tv,eine tüte chips und mein
hotelzimmer solten für den heutigen abend die welt für mich sein
sonntag 07.10.95
wir entschlossen uns noch vor mittag in den namib naukluftpark zu fahren, um
uns ein paar sehenswürdigkeiten anzusehen. Als erstes suchten wir eine alte
dampflock auf die den spitznamen martin lutter bekommen hatte. Es begab sich
zur zeit der anfänge der dampfmaschinen,als ein deutscher soldat mit diesem
gefährt fersuchte eine transportlinie durch die wüste aufzubauhen.sein vorhaben
sollte ihm glücken,aber nur etwa 2.5 km weit.dann nähmlich versagte sein
gefährt kläglich und es blieb dort an ort und stelle stehen, um jahrzente
später leicht restauriert "mengen" von besuchern zu ergötzen. Martin
lutter sagte einmal etwas wie :hier stehe ich und hier bleibe ich,und schwupps
hatte die dampfmaschine einen prägnanten namen. Danach ging es weiter zur
ältesten bekannten pflanze der welt,die welwitschia mirabeles.der weg dort hin
führte uns durch eine labyrint von kleinen canyons,was im nachhinnein
faszinierender war als die pflanze selbst.denn die inmitten einer kargen
wüstenlandschaft lebenden,etwa 80 cm hohen und im durchmesser zwei meter
grossen pflanze erinnerte im ersten moment eher an einen komposthaufen als an
ein lebewesen.es viel bernd und mir recht schwer zu glauben wie viel
jahrhunderte,jahrzente der dürre und überscwemmungen diese pflanze schon erlebt
haben mochte.denn ihr geschätztes alter belief sich auf sage und schreibe 1200
jahre.der weg zurück durch die canyons wurde von mir wieder in all ihrer grösse
und vielfalt der farben genossen.immer wohl wissend dessen ,das die tage
unserer wüstentour gezält waren. Im hotel angekommen, erholten wir uns ein
wenig von der fahrt, um am späten nachmittag einen spaziergang am strand für
ein foto sassion zu machen.einen alten halb verfallenen steg der nur auf eigene
gefahr zu betreten war sollte mein erstes objekt werden.später kamen noch wilde
flamingos und ein dusseliger geländewagenfahrer ,der es schafte sich innerhalb
weniger meter sieben mal fest zu fahren.die absolute krönung waren aber die
dünen der namib, die mit ihren ca 500 meter höhe bis ins wasser reichten.diese
so verschiedenen ineinander verschmelzenden gegensätze von wasser und wüste
sind von ihrer überwältigenden intensität und grösse für mich nicht zu
beschreiben,man muss es schon mit eigenen augen aus nächster nähe gesehen
haben.
Montag 08.10.95
frisch gestärkt machten wir uns auf den weg nach sesrim, wo ein zeltplatz unser
ziel sein sollte.die ausblicke die ich auf dieser fahrt erlebte waren von einer
solchen einmaligen intensität und so fielfältig das ich behaupten konnte so
etwas sonst nirgens auf der welt mehr zu erleben. Ob wüste,schroffe berge,ein
labyrint von canyons,leicht hügelige halbebenen in allen pastelfarbenden
schatierungen oder die höchsten dünen der welt.all das konnte ich erfahren,und
in mich aufnehmen.hinter jeder kuppe und jedem hügel gab es eine nahezu
unbegrenzt scheinende menge an farben zu entdecken.auch die von der natur
kunstvoll plazierten baüme und deren reihen in der sonst kargen und sanft
hügeligen landschaft.allein das panorama,in dem die berge zwischen den dünen
erschienen wie die spitzen hoher berge,die es schaffen sich durch die decke der
wolken zu zwängen,währe schon eine reise wert. Aber wie solte es anders sein
,das mit dem zeltplatz wurde nichts und so geschah es das wir in einem hotel
landeten ( gezwungener maasen,eben ) indem ein zimmer zur verfügung stand.in
diesem konnten wir für schlappe 355 namibische $ pro person unterkommen.was
etwa 180 dm entsprach.mit an sicherheit grenzender warscheinlichkeit wurden
unsere unterkünfte von mal zu mal immer teurer. Unsere übernachtungsmöglichkeit
war eine mischung aus haus und zelt.die toiletten,dusche,kleiderschrank und der
safe waren in einem festen gebäude und somit am tage sehr heiss.da steine die
wärme des tages sehr lange speichern würden währe es in der nacht immer noch zu
warm, um vernünftig schlafen zu können.immerhin lag die lodge mitten in der
wüste. Der schlafraum war in einem doppelwandigen sehr grossen zelt,das sobald
die sonne unterging eine angenehme kühle entwickelte.toll! Das abendliche essen
das mich in menge und vielfalt an ein hochzeitsmenü mit kaltem bufette
erinnerte schlug ales bisher da gewesene.das es nicht nur gut aussah sondern
auch so schmeckte brauche ich wohl nicht zu erwänen. Als ich abends noch einen
kleinen spaziergang machte kletterte ich auf einen wasserturm von dem aus ich
einen sagenhaften ausblick auf den über der wüste liegenden horizont hatte, die
wir am nächsten tag erwandern wollten.auf der anderen seite konnte ich noch
einige touris beim essen beobachten.als sich auf einmal einige kelner in einer
reihe aufstellten um die anwesenden mit eiheimischer folklote zu beglücken.auch
ich konnte die lieder von dort oben in aller ruhe geniessen.und so neigte sich
einer der letzten tage unserer reise dem ende.
Dienstag 09.10.95
gleich nach dem frühstück,noch vor dem sonnenaufgang,packten wir unsere sieben
sachen und machten uns auf den weg in die dünen.diese,die höchsten der
welt,waren eines der hauptziele welche wir uns zu erreichen vorgenommen
hatten.noch bevor es ins für motorräder gesperte dünengebiet ging, musste erst
einmal eine art besuchsgebür bezahlt werden.dann ging auf einem sandigen pat
bis zu einem platz an dem für autos,wie meinen golf,die kein alrad hatten das
ende sein solte.ich fragte mich ob es der wagen vieleicht doch schaffen sollte
uns zu den dünen zu bringen.immerhin hatten wir nur beim hinweg 5 km zu
bewältigen.das gehen im tiefen und sehr feinem sand in dem wir bei jedem
schritt bis über die knöchel einsackten war kräftezährender als
erwartet.und,trotzdem es noch früh am morgen war,war die hitze sängend und
machte den weg noch unerträglicher.jedesmal wenn ich auf den boden schaute
konnte ich insekten sehen die mit dem täglichen überlebenskampf beschäftigt
waren.beim gehen durch den quarzhaltigen sand fragte ich mich immer wieder wie
es lebewesen schaffen konten sich an solch wiedrigen lebensumstände an zu
passen.denn für mein auge konnte ich nur weniges erkennen was an eine
lebensquelle errinern könnte.nach einem zermürbenden km fragten wir uns, ob der
weg und die anstrengung wohl belohnt werden würden.plötzlich tauchte ein pkw
hinter uns auf.mein erster gedanke war,ob der uns wohl mitnimt? Nein,den der
wagen war voll besetzt.aber anhand der staubfahne die der wagen hinter sich her
zog konnte ich einen grossen bogen erkennen den der wagen zu machen
schien.meiner meinung nach konten wir einiges an weg sparen würden wir
querfeldein,also nicht mehr auf dem pad,gehen.bernd war sehr skeptisch und
wollte lieber dem pfad folgen.aber mit den worten,wenn du wilst dann mach doch
einen umweg,ich gehe gerade aus,gelang es mir bernd zu überzeugen mir zu
folgen.ich suchte mir einen fixpunkt bis zu dem ich die staubfahne sehen
konnte,denn der wagen war schon lange nicht mehr erkennbar.der punkt den ich
fand war ein ausgetrocknetter baum dem ich von nun an folgte.bernd war die
sache zwar nicht geheuer aber trotzdem folgte er mir,zwar mit dauernden
einwänden aber er folgte.währe er mir nicht gefolgt, so hätte ich diesen weg
trotzdem genommen,so sicher war ich mir! Zwischenzeitlich betraten wir boden
der an ein trockenes flussbett erinnerte.dem boden wurde so schnell die
feuchtigkeit entzogen das er geplatzt war.diese abschnitte boten,trat man vorsichtig
genug auf,sogar soviel halt, das wir erst anfingen einzusacken sobald der fuss
nach vorne abgerollt wurde.so entstand ein für uns kräfte sparender geh
stiel,der für unwissende beobachter wohl zimlich merkwürdig ausgesehen hätte.
Aber egal!

der weg ist das ziel.
Und so brachten wir den hinweg auf eine einigermaasen angenehme art hinter
uns.als wir am baum,den ich mir als fixpunkt gesucht hatte,angekommen waren
stelte ich mit erleichterung fest, das mein plan nicht besser hätte
funktionieren können. Das ziel,der sussus vlei ,war erreicht.diese lag inmitten
der höchsten sanddünen der welt (ca. 500 m hoch),im jüngsten land afrikas mit
der ältesten wüste unseres planeten.welches auch als wiege des menschenheit
bezeichnet wird.denn hier soll der vorfahre aller rassen das licht der welt
erblickt haben.es bot sich mir ein imposanter anblik.von allen seiten
dünen,sand und nochmals dünen.warscheinlich war mein jugendlicher leichtsinn
daran schuld,das ich ohne mir eine pause zu gönnen sofort einen dieser 500er in
angrif nahm.meine bw stiefel fersackten bis zur hälfte im sand und jede
bewegung vorwärts wurde von einer gleichzeitigen rückwärts bewegung ( zwei
schritte vor und einen zurück ) begleitet.die "paar" meter saugten
einem förmlich die energie und den schweiss aus dem körper.denn obwohl es erst
10.00 uhr war hatte die wärme unangenehme maase angenommen.aber was solls,
deshalb waren wir ja dort! Nach einer schier endlos erscheinenden zeit war der
gipfel endlich erreicht und mir bot sich ein blick in die endlose und
unerbitliche weite der namib.

das kleine auf der düne im vordergrund ist ein mensch.
Nachdem ich den ersten anblick dieses gewaltigen eindruckes verdaut und wieder
luft bekommen hatte,gönnte ich mir zur ersten nennenswerten dünen besteigung
eine von meinen mitgebrachten und immer nöch kühlen cola light ( logisch,was
sonst? ). Die sonst so grelle wüste wurde durch die noch recht flach stehende
sonne in ein meer von farben,von schatten und hellen flächen verwandelt.diesen
anblick bekommt nur der zu sehen welcher sich in aller frühe auf den weg der
morgentlichen schatten begiebt,alle anderen erkennen stat vielfalt und
schönheit nur die unerbitliche wüste voller sand und sengender sonne. Als ich
den rest meiner dose ( nur ein paar tropfen ) in den abhang schüttete bot sich
mir ein schauspiel das einem die feinheit des sandes vor augen führte.ein
einzelner tropfen der flüssigkeit igelte sich in den feinen staub ein und began
so seinen weg berg ab.als dieser winzige ball ein paar meter in richtung tal
gerolt war, traf er auf einen winzigen stein und zerteilte sich nun wieder in
viele kleine wasser/sand bälle die ihren weg vort setzten bis sie sich meines
blickes entzogen hatten. Faszinierend ! Als wir einen recht erholsamen gang auf
dem dünenkamm machten, trafen wir auf eine wildhüterin, die mit ihrer gruppe
eine tour in die wüste machte.aus einem nun nicht mehr nachfolziebaren grund
kamen wir ins gespräch und sie fragte uns, ob wir mit dem hobel unterwegs
waren.als ich diese bejahte fingen ihre augen an zu funkeln und ich musste ihr
die geschichte unseres ereignisreichen tripps erzählen.die wildhüterin
würde,hätte sie das nötige kleingeld,auch motorrad fahren.den schein dafür
hatte sie.als bernd gefragt wurde ob sie mal eine kleine runde mit bernds big
drehen dürfe, stellte er sich dumm und kratzte die kurve.ich versuchte ihre
enttäschung dadurch zu lindern das ich ihr erklärte, das bernd nicht mal mich
fahren lassen wollte.in der weiteren unterhaltung stelten wir fest, das wir im
gleichen hotel nächtigten.wir verabschiedeten uns und wünschten uns einen nice
trip.und wieder hatte ich eine interessante person kennen gelernt, die ich so
schnell verabschidet wie sie kennen gelernt hatte. Da bernd schon seit einiger
zeit nicht mehr in meiner sichtweite war, begann ich den abstieg von der düne, um
im tal nach ihm zu sehen.nach ein paar schritten berg ab traf ich auf einen
maikäfer ähnliches insekt das,als ich mich ihm näherte flüchtete.mein fersuch
dem käfer,der zutal lief,ein zu holen scheitete trotz meiner erheblich längeren
beine kläglich.nachdem ich das rennen abbrach schaute ich mich um und hoffte
das mich niemand beim zick-zack laufen beobachtet hatte und setzte meinen weg
in aller ruhe fort.wieder auf der ebene traf ich auch schon auf bernd der sich
im schatten ausruhte und dabei über meinenmerkwürdigen gang von eben
wunderte.alle versuche mein verhalten zu erklähren wurden als ausreden abgetan.
Na bitte,wie der herr meinen! Nun machten wir uns auf den 5km langen und der
hitze wegen nich sehr angenemen rückweg.nach ein paar hundert metern hörte ich
einen pick up dem ich auch gleich,aber ohne hofnung auf erfolg,mit meinem
daumen ein zeichen gab.und...,oh wunder.der wagen wurde gehalten und uns ein
platz auf der ladefläche angeboten.noch fassungslos vor glück kletterten wir
hinnauf und freuten uns wie die könige, als wir an einigen touris,die auch zu
fuss unterwegs waren,und eine orix antilope vorbei chauffeurtf wurden.und so
kamen wir ohne eine bemerkenswerte anstrengung zu meinem golf,der schon mit
kühlen getränken auf uns wartete.der rückweg fürte uns an einer ebenfals
riesigen düne vorbei an der ich anhielt, um mit bernd noch einige fotos zu
schiessen.

auf dem rückweg.
Danach ging es endgültig los in richtung der namibischen heimat ( ja windhoek
).eigentlich wollten wir nur etwa 200km bis zu einer gästefarm fahren.weil aber
ausnamsweise ales besser als erwartet lief fuhren wir nach rehoboth was etwa 50
km vor unserem endziel lag.wir fuhren nicht bis windhoek damit mona und norbert
nicht wieder sagen konnten, das wir nie so lange weg bleiben würden wie wir es
geplant hatten.da wir unsere unterkunft nicht finden konnten jagten wir planlos
durch den ort.als vor uns eine kleine siedlung auftauchte,welche eingezäunt
war,blieben wir vorm tor stehen und beratschlagten, ob wir da reinfahren oder
es besser lassen sollten.denn in unseren augen sah das ganze ziemlich stark
nach slams aus,aber so genau konten bernd und ich das nicht einordnen.just in
diesemn moment der ratlosigkeit hielt neben uns ein krankenwagen an,dessen
fahrer uns wild gestekulierend vom durchfahren des tores ab halten wolte und es
auch schaffte.was das nun war wo wir fast hinnein gefahren währen konnte keiner
von uns in erfahrung bringen. Gott sei dank fanden wir noch jemanden der uns
den richtigen weg erklären konnte und so geschah es das unser ziel bald in
sicht war.wir sollten bis morgen in einem bugalow wohnen der zwischen
unzähligen andern und einem therm-bad auf einem riesigen gelände lag.anhand der
fielen grünflächen und den unmengen grosser saftig grüner bäume schlossen wir
auf ein sehr gut gepflegtes und vor allem bewässertes anwesen.nachdem wir unser
domitiel bezogen hatten ging es noch mal zu empfang um zu fragen wie lange denn
das bad geöffnet hatte.eine bildhübsche,dunkelbraune ( nicht schwarze ) junge
frau beantwortete unsere frage mit 18.00 uhr.uns wurde aber angeboten das,fals
wir interesse hatten,das bad extra für uns eine stunde länger offen gelassen
würde.schliesslich war es schon 17.30 uhr.dankend nahmen wir das angebot
an.also wurde unser essen schnelstmöglich eingenommen um noch in aler ruhr
baden zu können. Das bad war den umständen entsprechend gut in schuss und auch
recht sauber,und so konnte ich das plantschen im wasser geniessen.so dachte ich
anfangs jedenfals.denn zum leid meiner musste ich feststellen das das wasser
für meine person einfach zu warm war.denn mit der zeit schlug mir die hitze des
wassers auf den kreislauf und so beschloss ich das wasser erst mal zu verlassen
um später einen neuen versuch zu wagen. Ach ja,auser uns war niemand mehr im
bad,war mal was anderes. An diesem abend gingen wir früh zu bett den am
nächsten tag solten die motorräder abgegeben weden.
Mittwoch 10.10.95
nach einem kurzen frühstück begaben wir uns auf den weg in richtung windhoek
der kein grosses hindernis für uns sein sollte. Dort angekommen begrüssten uns
norbert und mona voller freude,denn immerhin hatten wir es geschafft nicht
früher als geplant dort wieder auf zuschlagen.natürlich freuten bernd und ich
uns auch, den endlich hatten wir unser vertrautes zimmer wieder, in dem wir uns
auskannten und das uns schon eine zweite heimat geworden war.am nachmittag
wollten wir die hobel zum airport bringen und so riefen wir dort an, um alles
klar zu machen.zu unserer verwunderung gab man uns die auskunft,dass die
moppeds erst einen tag vor abreise,also morgen,abgegeben werden mussten.so
konnte ich mir den ganzen tag zeit lassen einen lift für meine big zu
suchen.mona bot mir an,dieses durch einen bekannten erledigen zu lassen, der
auch schon sein einverständnis gegeben hatte.da wir aber am nachmittag noch in
die stadt wollten, um präsente für die lieben zu hause zu kaufen,zog ich es vor
erst einmal zu kühne und nagel zu fahren. Dort am nachmittag angekommen, trafen
wir sehr freundliche und kompetente mitarbeiter mit denen ich für den nächsten
tag alles fest machte. Denn,ich dachte auf eine deutsche firma,ob im ausland
oder nicht ,sei verlass ! ? Also konnten wir endlich,mit einer inneren ruhe,die
entsorgung unseres geldes in angriff nehmen.bei einem schmuck und
atiquitätenhändler trafen wir auf die besitzerin, die auch gleichzeitig die
kasse machte.beim bezahlen sagte sie uns, das sie mit jungen leuten immer
mitleid habe und ihnen einen sonderrabatt ablies.als ich ihr aber sagte "
wenn sie unseren leidensweg kennen würden,würden sie noch mehr mitleid
haben". Und so erzählte ich ihr unser abenteuer und ohne meine absicht
erliess diese überaus nette frau uns etwa 25% unserer rechnung. Den rest des
tages verbrachten wir zwei mit bummeln,essen und geld unters volk bringen.denn
wir wollten ja auf unsere weise entwicklungshilfe leisten
donnerstag 11.10.95
nach dem morgentlichen frühstück,das ich wie schon so oft ausgelassen hatte
riefen wir bei k+n an, um uns nach dem transport meiner maschine zu
erkundigen.denn am letzten tag in diesem land,in dem doch schon so einiges
schief gegangen war,wollte ich kein riesiko mehr eingehen.aber mir wurde
bestätigt, das alles wie am vortag besprochen, laufen sollte.was hiess, das der
transporter um ca.16:00 uhr meinen hobel abholen sollte.ich hatte so meine
bedenken weil das cargo personal nur bis 17.00 uhr unsere kisten annehmen
wollte. Und so begaben wir uns,nachdem packen unserer nicht mehr benötigten sachen,ein
letztes mal in die hauptstadt namibias, um uns geistig zu verabschieden.
16.00 uhr:
wir waren aus der stadt zurück,hatten alles fertig und warteten auf den
transpporter.
16.15 uhr:
der 22. Blick auf die uhr,denn bis zum airport waren es noch 48 km.also etwa 45
min.zu fahren.
16.25 uhr:
blick auf die uhr.jetzt wird es aber zeit.ich machte einen nervösen anruf bei
k+n,wo mir gesagt wurde der wagen müsste jeden moment eintreffen.
16.30 uhr:
wir standen auf der strasse und sahen einen buss von k+n an uns vorbei fahren.
16.35 uhr:
der zigste blick auf die uhr.ziemlich genervt habe ich bei dem unternehmen
angerufen und meinem unmut luft gemacht.dabei wurde mir versichert, das der
lift unterwegs sei,und das von uns gesichtete fahzeug nicht für mich bestimmt
war.auserdem wollte das personal am cargo bis 18.00 uhr auf uns warten. 16.45
uhr:
blick auf die uhr ( was auch sonst ).
16.55 uhr:
wieder blick auf die uhr,jetzt darf er aber kommen sonst wirds wieder knapp.
17.00uhr:
ich mag es kaum erwähnen.blick auf die uhr,danach auf die strasse,nichts.
17.07 uhr:
blick auf die uhr und danach auf die strasse.ich glaubte meinen augen kaum zu
trauen.da rollte ein vw buss von k+n auf den hof.
In den letzten 67 min. Bin ich um jahre meines lebens gealtert.auserdem fiel
mir der stein,der vom herzen,fast auf den fuss.und das hätte übel ausgehen
können,den der war riesig. Zusammen wuchteten wir meine big in den laderaum
wobei der schwarze fahrer meinte, meine kiste müsse nicht abgespannt werden,ich
könne sie ja auch fest halten.denn der schwarze fahrer sollte seinen job
angeblich verstehen.gesagt getan.also stieg ich ein, um meine big an ihrer
stelle zu halten.wir fuhren an,und ich und mein hobel standen noch.nach zwei
metern musste der fahrer anhalten und bremste dabei so abruppt das ich eine
wenig elegante rolle über die big macht, um dann mit ihr zusammen umzufallen.
Im nachhinnein kann ich nur sagen, ich hatte eigentlich nichts anderes
erwartet. Nach einer schrecksekunde rappelte ich mich wieder hoch und fing
erstmal an,nur um agressionen abzubauen versteht sich,den dusseligen fahrer
lauthals meiner meinung über seinen person,seine hautfarbe und seinen
vermeintlichen iq kund zu tuhen.und mit einem mal fing der gute man an seinene
arbeit ein wenig ernster zu nehmen und gab sich echte mühe beim anbinden meiner
big.die seile lösten sich zwar und ich musste trotzdem ackern um meinen hobel
vor einem abermaligen sturz zu bewahren aber wir haben es ja überstanden.nach
einer endlos erscheinenden fahrt war ich endlich erleichtert als ich den
airport erblickte.die cargo arbeiter waren sogar noch da und halfen uns beim
ausladen.einer der verantwortlichen wollte wissen ,wieviel benzin noch im tank
war.als wir ihm sagten das sie noch halb voll waren meinte er,der sprit muss
runter.erst als wir uns standhaft weigerten benzin und oel von den böcken zu
lassen gab der gute man ruhe.warscheinlich sollte der sprit nur von den big´s
weil er den treibstoff für sein auto gebrauchen wollte.aber nicht mit uns und
nicht nach dem was wir hier schon erlebt hatten.so richtig bunt wurde es aber
erst als es ums ausfüllen der frachtpapiere ging.denn das ausfüllen war nur mit
ordnern möglich in denen die notwendigen zahlencods standen.da wir die aber
nicht hatten und auch nie bekommen hätten standen wir da wie die deppen.als uns
gesagt wurde, wir sollten morgen vor dem abflug kommen und den papierkrieg
erledigen platzte uns der kragen.bernd antwortete nur,das können wir heute
nicht und morgen erst recht nicht.mal ganz davon abgesehen, das uns da keiner
verstand.wir wurden behandelt wie deppen,denn mann gab sich alle mühe uns miss
zu verstehen.mit der zeit wurde uns das zu dumm.was die konnten,konnten wir
schon lange.also taten wir doof und verstanden aufeinmal kein wort englisch
mehr und zogen es vor die kurve zu kratzen.als wir gingen sagte einer der
beamten dort,gute nacht.er wolte wohl auf wiedersehen sagen.erst als wir ihn
recht verdudst ansahen,weil wir schon meinten, der wolle uns
verarschen,bemerkte er seinen fehler und sagte etwas anderes.was wir aber nicht
mehr verstanden, weil wir die tür schon von aussen zugemacht hatten. Ach ja,ich
sollte wohl noch erwähnen, das ich nur einen teil von dem mit k+n ausgemachten
transportpreis bezahlt hatte. Der buss der uns hergebracht hatte nahm uns auch
mit zurück,so waren wir etwa um 18.00 uhr wieder bei mona und norbert.norbert
der über all das schon recht erbost war fuhr stehenden fusses mit uns zu k+n um
da mal für ordnung zu sorgen.nobbi hatte wohl schon öfter ärger mit der firma
und nutzte diese gelegenheit, um sich davon zu erleichtern.wir kasperten nicht
lange mit den angestelten rum und gingen gleich zum boss der filiale.nachdem
bernd und ich ihm die gegebenheiten dargelegt hatten und auch unseren ärger
über diesen unzuverlässigen verein abliessen war der herr durchaus einsichtig
und versprach uns das am nächsten morgen alles von seiner firma erledigt werden
sollte.auserdem wollte er dafür sorgen, das uns ein fahrzeug der firma zum
airport bringen würde.ein wenig waren wir beruigt aber so richtig verlassen konten
wir uns darauf nicht.folglicher weise hatten wir beide eine nicht sehr ruige
nacht.
Freitag 12.10.95
die letzten sachen wurden gepackt,das letzte mal die master card gezückt und
ein letzets frühstück eingenommen.danach folgte der abschied und wir wurden
endlich abgeheolt und zum flughafen gefahren.das mit dem cargo lief auch recht
glatt und so schaften wir es rechtzeitig zum abflug in den flieger. Die böcke
waren im flieger,das hatten wir mit eigenen augen gesehen,wir sassen und der
jumbo lösste sich von der trägheit des landes.endlich machte sich in mir eine
art von erleichterung breit,denn nur noch 18 stunden trennten uns von der doch
so sicheren und versicherten welt.unser flug sollte eine halbe weltreise
werden.der weg führte die boing von windhoek,nach johannesburg ( südafrika
),über simbabwe ( dort landeten wir aber nicht ),von dort aus nach mombasa (
kenia ),danach nach münchen ( ja,deutschland ) und zu guter letzt nach
düsseldorf,wo wir dem flieger entfliehen würden.aber das sollte noch in weiter
ferne liegen.die filme,das essen und die cola light waren einfach super.als wir
den langen weg von simbabwe nach kenia vor uns hatten spielte ich mit dem
gedanken, mal zum käpten in das cokpit zu gehen.diesen gedanken verwarf ich
aber wieder,da es mir einfach zu albern erschien in meinem alter die
flugbegleiterinnen mit solch einem anliegen zu nerven.mal ganz abgesehen
davon,war mir das auch einfach zu peinlich.kurz bevor der film " während
du schläfst " begann,trat eine dieser netten begleiterinnen an mich
herran, um mich zu fragen ob ich einer der vermeindlichen motorradfahrer
sei.meine kunta bunte driver kleidung muss wohl ins auge gefallen sein.da ich
diese frage bejahen konnte,wurde ich gefragt ob ich dem hobel fahrenden
flugkapitän ein paar tips geben würde.da ich auch diese frage positiv
beantwortete kam ich doch noch zu meiner kockpitt besichtigung.ich habe etwa
eine stunde auf dem funkersitz,mit dem piloten plaudernt verbracht.bernd hatte
von all dem nichts mitbekommen,da ich mir des platzes wegen eine andere
sitzreihe ausgesucht hatte.der rest des fluges war nervebzermürbend öde.mal
ganz abgesehen von dem sonnenunter und aufgang,der wegen der flughöhe von 15000
metern ( ne ganze ecke über den wolken ) an farbenfielfalt und klarheit wohl
kaum zu überbieten war,und dem zwischenfal auf dem münchener flughafen was etwa
wie folgt ablief:
ich fragte ob unsere motorräder planmässig nach düsseldorf kommen würden
schalterbeamte:
welche drei motorräder ? Da is nur eins dabei.
Ich:
wie nur eins? Da sind drei drin ! ! !
Schalter man:
nein,laut papiere nur eins !
Ich:
( schwer genervt ) mann,ich hab die böcke gesehen wie sie eigeladen wurden.
Schlter man:
ich frach mal nach. Während sie warten können sie sich setzen.
Ich:
( schon etwas lauter ) nein danke,im stehen regt es sich leichter auf.
Bernd:
wenn du dich hier aufregst, wird das auch nich besser.
Ich:
davon wird das nich besser,aber mir geht´s besser dabei !
3.anwesender motorradfahrer:
( gelächter ) da haste föllig recht.
Der mann am schalter war sichtlich irritiertund fand das überhaupt nicht
lustig.
Nach einiger zeit stellte sich herraus das nun doch drei maschinen in der boing
waren.aber leider auch das alle drei bis zum nächsten tag in münchen bleiben
sollten. Na toll,und aus düsseldorf sollte uns ralf,ein kumpel von bernd,mit
einem anhänger abholen.im urlaub hatte ich schon genug stress,das sollte
eigentlich reichen.nun gut es war 04.00 uhr am morgen ( oder in der nacht,je
nach dem ), um ralf abzusagen war es nun zu spät.und so freuten wir uns schon
darauf unserem motorradtransporter zu sagen, er sei vergebens gekommen. Die
letzten zwei stunden flug rissen wir auf einer arschbacke ab.als wir endlich in
düseldorf auf dem flughafen waren und das gepäck,jedenfalls fast alles,in
empfang genommen hatten, fehlte bernd ein gepäckstück, das er erat ein paar
minuten später bekahm.die darauf zu wartende zeit nervte ein bischen,aber dafür
war die erleichterrung gross. Da wir nicht vor hatten die big´s am nächsten tag
zu holen,machten wir mit dem cargo boss aus, das die hobel eine woche
unendgeldlich in einer lagerhalle auf uns warten sollten. Danach machten wir
alle,ralf, bernd,meine freundin und ich uns auf den heimweg.und das wegen des
anhängers mit 80 km/h. Und so kam es das der weg von windhoek bis nach hause 25
stunden dauerte.
Endlich zu hause !
Ende
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nachwort:
hätte ales so geklappt ,wie es eigentlich geplant gewesen war,so hätten wir
zwar ales gesehen,aber nach namibia hätten wir nicht noch einmal gebraucht.aber
so,haben wir zwar nicht alles was wir sehen wollten zu sehen bekommen,aber
dafür viel mehr von land und leuten mitbekommen.und so wird mich/uns der weg
auf jeden fall noch einmal dorthin führen.und sei es auch nur um die leute,die
wir das glück hatten kennen zu lernen,wieder zu besuchen. Wenn mich jemand
fragen würde, ob ich das bereuhe jemals einen fuss nach namibia gesetzt zu
haben.so kann ich nur sagen,nein,weder einen tag noch eine minute noch einen
sekunde. Denn von dem urlaub können wir beide noch lange erzählen. Ich frage
mich beim schreiben dieser worte schon voller wehmut wann ich das nächste mal
dort hin kann ? Denn das wüstenfieber lässt einen nicht mehr loss. Ich werde
immer nach den kosten dieser extrem tour gefragt ? Rechne ich die kosten und
aufwendungen an meinem hobel nicht mit,denn ich bin optimist,komme ich auf etwa
14000dm. Beileibe kein pappenstiel,aber mann und frau muss eben prioritäten im
leben setzen ! Bernd hatte es ja noch schlimmer erwischt.er musste ja auch noch
das unfallauto meine kaputten teile und den rahmen den ich ihm nachher noch
verkauft habe bezahlen. Unser fazit der reise lautete : erfahrung ist durch
nichts zu ersetzen.